Ausgabe 
1.4.1848
 
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Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 13 von 1848.

J. Bekanntmachung Gr. Miniſt. der Finanzen vom 20. d., daß für angemeſſen erachtet worden iſt, die Ausfuhr von Pferden nach andern nicht zum deutſchen Bunde gehörigen Staaten bis auf Weiteres, vom Erſcheinen dieſer Bekanntmachung im Regierungsblatte an, zu unterſagen. 5 5

II. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 6. März, eine mit der k. däniſchen Poſtverwaltung getroffene Uebereinkunft bezüglich der Erleichterung des Correſpondenz⸗Verkehrs betr.

III. Dienſtnachrichten: Am 10. März wurde der von dem Hrn. Fürſten zu Solms Lich auf die ev Schullehrerſtelle zu Södel prä ſentirte Schulamtscaudidat Loos daſ. für dieſe, und der von dem Hrn. Grafen von Solms⸗Laubach auf die neu errichtete J. evang. Schullehrer⸗ ſtelle zu Laubach präſentirte Schulamtscandidat Schenk daf. für letztere Stelle beſtätigt; 13. März dem Schulvicar Merker zu Schwickarts⸗ hauſen die evang. Schullehrerſtelle zu Traiſa und der Schulcandidatin Chriſtine Rehner aus Mainz die Stelle einer Lehrerin an der oberen katholiſchen Mädchenſchule zu Gonſenheim übertragen.

IV. Geſtorben: am 8. Dez. 1847 der Steuercommiſſär Ellen⸗ berger zu Büdingen.

Bürger ygflich eg

Nichts iſt verderblicher für ein Gemein-Weſen, als wenn unter den Bürgern eine politiſche Trägheit herrſcht. Dieſe iſt der nächſte Weg zur Sklaverei; denn wer kann es demjenigen verargen, der Geiſt und Kraft in ſich fuͤhlt, wenn er emporſtrebt über den knechtiſchen Haufen, und ſich deſſen bedient ſo gut es geht? Sklaven machen ebenſo oft Tyrannen, als umgekehrt. Und welch'jämmerlicher Staat, wo der Bürger aus Hrathymie(d. h. Leichtſinn u. ſ. w.) den Sinn ſeines Namens vergißt und ſeine Würde zu Grund gehen läßt! Wenn die liberalen Tagblätter auch ſonſt keinen Nutzen brächten, ſo thun ſie ſchon genug, indem ſie nur der Sporn gegen ſolche politiſche Trägheit ſind, und unaufhörlich den Bürgern vorſagen: was ihr Name bedeute, und was ihre Würde ſei indem ſie ſo nur das Mittel gegen volliges Entſchlafen und Vergeſſen abgeben.

Wenn der Bürger weiß, wer er iſt, und was er ſoll, ſo iſt der Staat nie ganz verloren; denn man kann ihm alles nehmen, als das beſte nicht, ſein Selb ſtgefühl. Hierauf beruht die Hoffnung des Siegs und der Rettung, weil der Zufall heut oder morgen Gelegenheit und Mittel an die Hand geben kann, welche zaghafte, ſchwache Geiſter verſäumen, während ſie der ſeiner Würde und Pflicht be wußte Bürger unverſäumt und muthig benutzt. Nur ein Uebel iſt unheilbar, wenn der Menſch ſich ſelbſt aufgibt.

Kirchenbuchsauszug vom Februar 1848. Butzbach. Getraute:

27.(Zu Gambach). Friedrich Felſing, Bürger und Schuh⸗ machermeiſter in Butzbach, des verlebten Wachtmeiſters im Garderegiment Chevauxlegers Johannes Felſing ehelich lediger Sohn und Katharina Sommer, des Ortsbürgers und Taglöhners zu Gambach, Kreiſes Hungen, Michael Sommer ehelich ledige Tochter.

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Getaufte: 3. Dem Bürger und Bäckermeiſter Heinrich Feger eine Tochter, Anna Juliane Auguſte, geb. den 7. Januar. 6. Dem Burger und Weißbindermeiſter Heinrich Leierzapf eine Tochter, Anna Eliſabeth, geb. den 12. Januar. 8. Dem Buͤrger und Rothgerbermeiſter Jacob Wilhelm

Grüninger II. eine Tochter, Katharina Eliſabeth, geb. den 18. Januar.

13. Dem Ortsbürger und Schmiedmeiſter zu Marienhagen, Kreiſes Vöhl, gegenwärtig an hieſiger Eiſenbahnſtation beſchäftigt, Chriſtian Meiſter ein Sohn, Georg Ludwig, geb. den 26. Januar.

19. Dem Fourier in der 3. Schwadron des Garderegiments Chevauxlegers, Georg Friedrich Jung eine Tochter, Georgine Auguſte Adolphine, geb. den 26. Januar.

20. Dem Bürger und Metzgermeiſter Andreas Küchel II. eine Tochter, Anna Margarethe, geb. den 25. Januar.

20. Dem Bürger und Sattlermeiſter Andreas Falkner eine Tochter, Amalie, geb. den 2. Februar.

27. Dem Bürger und Hutmachermeiſter Balthafar Schild ein Sohn, Hermann, geb. den 6. Februar.

27. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Jacob Bartel ein Sohn, Georg, geb. den 7. Februar.

29. Dem Bürger und Gaſtwirth Jacob Karl Becker eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 20. Februar.

Beerdigte:

2. Eine uneheliche Tochter, Anna Margarethe, alt Monate und 25 Tage, 1 den 31. Januar.

4. Anna Katharina Armbrüſter, des verlebten Bürgers und Schuhmachermeiſters Chriſtoph Armbrüſter, hinter⸗ laſſene ehelich ledige Tochter, alt 60 Jahre, 5 Monate und 29 Tage, 1 den 2. Februar.

6. Philippine Eliſabeth, des Bürgers und Schuhmacher⸗ meiſters Adam Stein eheliche Tochter, alt 5 Jahre, 11 Monate und 14 Tage, 1 den 4. Februar.

7. Johannes Will, Bürger und Schuhmachermeiſter wie auch Polizeidiener, alt 56 Jahre, 1 den 5. Februar.

8. Anna Maria Winter, des Bürgers und Metzgermeiſters Anton Winter, eheliches Töchterchen, alt 3 Monate und 4 Tage, 1 den 6 Februar.

8. Karoline, des Bürgers und Kuhhirten Chriſtian Thomas eheliches Töchterchen, alt 3 Jahre, 6 Monate und 3 Tage, 7 den 6. Februar. N

12. Heinrich Brückmann, Bürger und Schuhmachermeiſter, alt 36 Jahre, 4 Monate und 1 Tag, 7 den 10. Febr.

Mar FHF BIJ t Friedberg, am 29. März 1848.

Aufgefahrenſ Verkauft Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) 1 Waigen 85 25 9 16 Korn 4 61 31 7 3 Gerſte. 40 34 5 56 Hafer 10 4 48

5 17 NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190 Gerſte 170 und Hafer zu 120 Pfund gerechnet.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

S ιιι νειεο

Main⸗ Weſer⸗Eiſenbahn. (426) Dienſtag den 4. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen Erdarbeiten, insbeſondere die Her⸗ ſtellung von Böſchungen des Bahnkörpers,

zu 263 fl. 30 kr.

unter den bei der Verſtei werdenden Bedingungen den öffentlich verſteigert a) das Loos II. von Abtheilung 0-1 à. an 36 kr. dem Dorheimer Chauſſeehaus in der Ge⸗ markung Fauerbach II., veranſchl. zu 45 fl. b) das Loos IV. von Abtheilung 10-12, von der Judenhohle bis zum 24 Morgenweg in der Gemarkung Fauerbach II., veranſchlagt

gerung bekannt gemacht an die Wenigſtnehmen⸗ werden:

c) das Loos V. von Abtheilung 1517, über der Straßbach im heiligen Feld, Gemar⸗ kung Bruchenbrücken, veranſchlagt zu 235 fl.

d) das Loos VI. von Abtheilung 3132 d, im Gänsſpieß, zunächſt der Staatsſtraße, in der Gemarkung Niederwöllſtadt, veranſchlagt zu 119 fl. 12 kr.

Voranſchläge und Bedingungen liegen auf dem

Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht bereit.

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