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zu herumwirft. Das iſt die ganze, gewiß einfache Mechanik, die außer den angeführten Vortheilen aber noch andere bietet. Dadurch, daß das eiſerne Streichbrett an der Schaar befeſtigt und geſchweift iſt, ſteht der Pflug außerordentlich feſt. Deßhalb entbehrt man des hinkenden Vorderpfluges und der gabelartigen Halter am Hinterpfluge, der ſogenann⸗ ten Pflugsrehe, die die Wagner doch oft theuer genug zu ſtehen kommen, und erſetzt ſolche durch eine einfache Hand⸗ habe. Das ſcheint zwar unweſentlich, liefert aber einen Beweis für die leichte Handhabung des Pfluges. Die weſentlichen Vorzüge desſelben beſtehen einfach geſagt da⸗ rin, daß man damit beſſer, ſchoͤner und bequemer pflügt als mit dem gewöhnlichen. Man betrachte nur die ſol— cherweiſe bebauten Felder und man wird die Wahrheit dieſer Behauptung anerkennen. Ja hieſige Oekonomen ver⸗ ſichern, daß in Folge der Bewirthſchaftung ihrer Felder mit Schwärz'ſchen Pflügen die jetzigen Ernten ihre fruͤheren um ein Viertheil überſtiegen.
f Was die Anſchaffung dieſer wichtigen Geräthe anlangt, ſo iſt ſie jetzt dadurch erleichtert, daß man nicht mehr nöthig hat, ſie von Hohenheim zu beziehen, indem ſie ſchon ſeit mehreren Jahren in Niedereſchbach gemacht werden, wo außerdem auch Jedem die Anweiſung zum Gebrauche mit Vergnügen ertheilt werden wird. Die gewöhnliche Meinung, als ſeien ſie zu ſchwer und könnten nur von Pferden in Bewegung geſetzt werden, wird dadurch widerlegt, daß hie— ſigen Ortes ſchon viele der ſogenannten Kühbauern, man erlaube dieſe proſaiſche Benennung, ausſchließlich nur mit ſolchen Pflügen ackern.— In Summa: Man pflügt mit dem Schärz'ſchen Pflug bei weniger Zeit und Kraftauf— wand beſſer, als mit dem andern, ſeiner ſonſtigen Vorzüge nicht zu gedenken. Referent glaubt deßhalb, Landwirthe und Alle, die ſich für Landwirthſchaft intereſſiren, darauf hinweiſen zu müſſen. O.
Kirchenbuchsauszug vom Juni 1847. Friedberg. Getraute:
6. Jakob Nicolaus Stamm, hieſiger Bürger und Schrei⸗ nermeiſter, ein Wittwer, und Anna Chriſtina Möbus, des hieſigen Bürgers und Großh. Seminardieners Peter
Möbus, ehelich ledige Tochter. Getaufte:
5. Dem Gr. Militärarzte dahier, Dr. Theodor Groß eine Tochter Margarethe Eliſabethe Sophie Lina, geb. den 27. April.
6. Dem Buͤrger und Fuhrmann Franz Albrecht Ruppel ein Sohn, Ambros, geb. den 23. Mai.
15. Dem hieſigen Bürger und Kaufmann Jean Huber eine Tochter, Sophie Mariane Friederike Emilie, geb. den 25. Mai.
16. Dem Bürger und Poſamentir Guſtav Friedrich Steup eine Tochter, Chriſtiane Agneſe Leopoldine, geb. den 19. Mai.
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21. Dem hieſigen Burger und Inſtrumentenmacher Heinrich Ludwig Karl Glück ein Sohn, Karl, geb. den 21. Juni.
27. Dem hier verſtorbenen Bürger und Schuhmachermeiſter Emmrich Windecker eine Tochter, Maria Katharina, geb. den 12. Juni.
27. Dem Bürger zu Darmſtadt und hieſiger Buchdrucker Ludwig Friedrich ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geb. den 6. Juni.
27. Dem hieſigen Bürger und Lederhändler Johannes Be ch⸗ ſtein II. ein Sohn, Ferdinand Auguſt, geb. den 28. Mai.
Beerdigte:
4. Georg Friedrich Konrad Berg, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Chriſtian Berg, eheliches Söhn⸗ chen, alt 6 Monate und 15 Tage, f den 3. Juni.
8. Charlotte Wagner, geborne Stoll, des hieſigen Bürgers und Taglöhners Philipp Heinrich Wagner Ehefrau, alt 61 Jahr, 7 den 7. Juni.
10 Johann Heinrich Bopp, hieſiger Bürger und Bäcker⸗
meiſter, alt 39 Jahre, 8 Monate und 9 Tage, 1 den 8. Juni.
22. Karl Glück, des hieſigen Bürgers und Inſtrumenten⸗ machers Heinrich Ludwig Karl Glück eheliches Söhn⸗ chen, alt 5 Stunden, 7 den 21. Juni.
23. Johann Peter Möbus, hieſiger Bürger und Gr. Semi⸗ nardiener, alt 62 Jahre 4 Monate und 2 Tage, 1 den 21. Juni. a
23. Maria Eliſabethe Ewald, des verſtorbenen hieſigen Bür⸗ gers und Fabrikarbeiters Wilhelm Ewald eheliches Töchterchen, alt 4½ Jahr, 7 den 21. Juni.
Ma wikt,ũ„ Beuicht. Friedberg, am 18. Auguſt 1847. Aufgefahrenſ Verkauft. f i
Gattung wurden wurden Mittelpreiſe
(Mltr.)(Mltr.) 3 Waizen 1320%½ 1264 10 13 Korn 132 122 8 8 Gerſte 140% 187 6 14 fe? 35 21 4 42 Vorſchu ß 15 15 12 48 Waizenmehl 19 19 10 5 Roggenmehl. 13½ 13½ 9 15 Erbſen. 7 55 4 9— Wicken———— Kartoffeln. 24% 7 2 45 Linſen. f—————
Butzbach, am 17. Auguſt 1847.
Waizen 139 109 10 41 o 53 53 9 17 e 53 53 6 22 fr————— Roggenmehl N 5 5 9 30 H— g——
NB. In Butzbach wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170, Roggenmehl und 144 Pfund gerechnet.
Bekanntmachungen von Be⸗
hörden.
α⏑τπτιοιντνιιιιινινιιν
Gras ⸗Verſteigerung. (1349) Donnerſtag den 26. Auguſt l. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll das Grummetgras von circa 3½ Morgen Gemeindewieſen und circa 5 bis 6 Morgen der zweiten Pfarrei und zweiten Schule gehörigen Wieſen auf
hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Oberrosbach den 18. Auguſt 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher.
Edictal ladung.
(126) Die ꝓflichtigen nachſtebender Grund⸗
arenten in der Gemarkung Oppershofen, Krei⸗
ſes Friedberg, haben die Abloͤſung derſelben, nach Maasgabe der beiden Geſetze vom 27. Juni 1836, beantragt:
a) die dem Freiberrn Ludwig Wilhelm Frie⸗ rich von Wieſenhütten zuſtehende Zehnt⸗ Grundrente, im Geldanſchlage zu 39 fl. 33½ kr. mit einem Abkaufskapitale von 711 fl. 88% kr.,
b) die dem Anton Wettner und Conrad Dietz 1. zu Rockenberg zuſtehenden 2 Sr. 1 Kpf. 3 Pes. Korn, angeſchlagen zu 3 fl. 15 ¼ kr. mit einem Ablöſungskapi⸗ tal von 58 fl. 34½ kr. 5
Alle bekannte und unbekannte Betheiligten
werden daher aufgefordert, ihre etwaigen An⸗


