14,000 fl., 13,000 fl., 12,000 fl., 11,000 fl., 10,000 fl., u. ſ. w. hingewieſen. Die großen Gewinne lachten mich an und ich war faſt in Verſuchung, meine kleine Kaſſe, wo— rin ich den durch manche mir auferlegten Entbehrungen ge— wonnenen Nothpfenig aufbewahre, umzuſtürzen, um zu ſehen, ob ich zehn Gulden beiſammen hätte. Glücklicherweiſe kam, ehe ich noch einen Entſchluß gefaßt hatte, ein Mann zu mir, der mir wegen dieſer Looſe Folgendes mittheilte:„Das ganze Anleihen beträgt 1,200,000 fl., wogegen 120,000 Stück Leoſe à 10 fl. ausgegeben werden; von dieſen werden aber nur 30,000 Stück binnen 15 Jahren verlooſt und re— ſpective nach Eingang des Texasvereins heimbezahlt. Die ubrigen 90,000 Stück Looſe ſollen nach 15 Jah— ren mit 4½ prCt. per anno verzinſet werden. Der gegenwartig übliche Zinsfuß der ſoliden Staatspapiere ſteht A 4½ prCt. al pari, demnach betragen die Zinſen von obi— gem Kapital à 4 pröCt. jährlich 54,000 fl.— Da aber den Looſen-Inhaber nicht allein der Betrag der Zinſen, ſondern auch alljährlich der Betrag des Kapitals ihrer zur Heimzahlung gezogenen Looſe ſelbſt gebührt, und die beiden jährlichen Ziehungen zuſammen jährlich nur 54,000 fl.— anſtatt Zinſen und Kapitalsbetrag ausmachen, ſo verlieren dieſelben in den erſten 15 Jahren 300,000 fl.— Was iſt aber heute eine von den ubrigen 90,000 Stück 10 fl. Obli⸗ gationen werth, die erſt nach 15 Jahren anfängt Zinſen zu tragen, wenn die Zinſen bis dahin à 4½ prCt. per anno in Abrechnung gebracht werden? Antwort 5 fl. 58 kr.“
Dies beherzigte ich und werde nun, wenn ich 10 fl. zuſammen habe, dieſelben in das Mathildenſtift legen, wo ſie mir gleich Zinſen tragen.
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hände leicht zu füllen ſind, ſo wird es uns doch unmoglich, ſolches aus unſern Mitteln beſtreiten zu können. Wir er— lauben uns darum die Bitte an alle Kinderfreunde, deren es ja hier ſo viele gibt, insbeſondere an diejenigen Eltern, die nicht zufrieden ſind, ihre eigenen Kinder an dieſem Lie— bestage froh und glücklich zu wiſſeu, ſondern die auch gerne noch andere glücklich machen möchten, deren Eltern außer Stande ſind, ihnen dergleichen Gaben zukommen zu laſſen, endlich auch an diejenigen Ehegatten, welchen der Himmel Elternfreude verſagt hat, und die doch gerne eine Liebes- gabe in Kinderhände legen möchten, uns unterſtützen zu wollen mit irgend einem wenn auch noch ſo geringen Bei— trage. Den Dank für dieſelben konnen die liebevollen Geber, wenn ſie wollen, aus den fröhlichen Geſichtchen der glück— lich gemachten Kinder am Tage der Beſcherung ſelbſt ent— gegennehmen. Die Gaben aber werden von jedem einzelnen der Mitglieder der unterzeichneten Commiſſion dankbar vor— her in Empfang genommen werden.
Die Commiſſion der Kleinkinder Bewahranſtalt. Ph. Dieffenbach. Dr. Fertſch. Roller. Trapp III.
Ph. Bender.
Th. Dieffenbach. Chriſtina Keim. Julie Sebaſtiani. Ida Küchler. Luiſe Wolff. Eliſe Wahl.
M air nt ee. e rich t Friedberg, am 8. December 1847.
g l Aufgefahren Verkauft. 5 Bitte an Kinderfreunde. Gattung. 8 ec e — N r.). 8 kr. Unſere in der Stadt Friedberg beſtehende Klein— 5— ee 155 g a kinder-Bewahranſtalt zahlt gegenwärtig an vierzig Kinder, 8 15 1.45 118 91 18 2 in deren Händchen all wir gerne am bevorſtehenden Chriſt⸗ ir 56 40 6 20 tage eine Gabe legen möchten. Wenn nun auch Kinder— Saeed n 35 20 5 8 8 1 Belanntmachung. dreas Jughard zu Gießen gehörende Im— Bekanntmachungen von Be⸗(1961) Montag den 13. k. M., Vormit.] mobilien 0 a 8 0 hoͤrden. tags um 10 ur, ſoll der Dunger in den Vie. 88 Klſtr. Hofraithe hinter dem Senkgruben der beiden Caſernen, ſowie des Burggraben, N ende Hauptwache Gebäudes dahier, auf das Jahr 171132. nr an der Markt- Main W̃᷑„Eiſenb 5 1848 in dem Bureau. des Bataillonsverwal— raße, 1 Rain 1 455 0 f* 8 tungsratbs auf dem Soumiſſſonsweg an den[ 1/1098 a. 32 Klſtr. Grabgarten hinter dem un eee Meistbietenden vergeben werden. Dieß den Burggraben,
(u) Bei den Erdarbeiten in der Section Butzbach finden Handarbeiter an mebreren Stellen dauernde Beſchäftigung mit einem Verdienſte von gegen 50 Kreuzern in der Regel. An dem Einſchmtte im Gambacher Wald iſt eine Baracke mit Schlafſtätten und eine Speiſeanſtalt zur Benutzung für Fremde errichtet. Butzbach den 15. Oktober 1847. Der Großb. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Meyer.
Bekanntmachung.
(1862) Dienſtag den 28. Dezember d. J. Nachmittags 2 Ubr, ſoll die dem Wilbelm Kappes in Kaichen gebörige Hofraitbe, be— ſtehend in Wohnbaus, Scheuer und Stallung nebſt 20 Ruthen Garten in den Stockgarten und 23 Rutben Ackerland unter dem Klingen, unter den im Termin bekannt gemacht wer— denden Bedingungen im Gemeindehaus zu Kaſchen öffentlich meiſtbietend verſteigeect und dei annebmbarem Gebot der Zuſchlag ſofort ertbent werden. Groskarben den 3. November 1847. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Sartorius.
Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Accordsbedingungen von heute an in oben erwaͤhntem Bureau eingeſehen werden können. Friedberg den 22. November 1847. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter.
Holzlieferung für die Garniſon Friedberg.
(1962) Dienſtag den 14. k. M., Vormit⸗ tags 10 Ubr, ſoll die Lieferung von 261 Stecken Buchenſcheitbolz für die Garniſon dahier, in dem Bureau des Bataillonsverwaltungsraths, nach veränderten Uecordsbedingungen, auf dem Soumiſſionsweg an den Wenigſtnebmenden vergeben werden. Dieß den Intereſſenten mit dem Anfügen zur Nachricht, daß die Liefe— rungsbedingungen von beute an in oben ge⸗ dachtem Büreau eingeſeben werden konnen. Friedberg den 22. November 1847. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1987) Donnerſtag den 16. Dezember d. J., Nachmittags 2 Ubr, ſollen ſolgende den Erben des Heinrich An⸗
auf hieſigem Rathhauſe erbvertheilungshalber verſteigert werden.
Das Haus, in welchem ſeit 27 Jabren mit Vortheil eine Färberei betrieben worden iſt, liegt an der Hauptſtraße nahe am Marktplatze und es gebört dazu ein großer neuer Trocken— bau mit 4 Böden und einer Druckſtube. Das an der Hofraithe vorbeifließende Waſſer wird durch eine pumpe in die Färberei geleitet, neben welcher ſich ein Gärtchen und dem nötbigen Hofraum mit einer Regenciſterne befindet.
Die Hofraithe kann auch aus freier Hand verkauft werden.
Gießen am 27. Oktober 1847.
Großb. Heſſ. Stadtgericht Mu bl. Haberkorn. Verſteigerung.
8 Montag den 13. l. M., Morgens n werden in bieſigem Rathhauſe die Schubfubren von Station zu Station oͤffentlich an den Wenigſtnebmenden verſteigert.
Friedberg den 4. Dezember 1847.
In Auftrag 5 Gr. Heſſ. Kreisratbs des Kreiſes Friedberg der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
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201 Publ Kennt Viehn war


