der landwirthſchaftlichen Zeitſchrift zu keinem ſicheren Re⸗ ſultate geführt haben, dieſes habe ich allerdings in meinem Aufſatze angeführt, und ſucht der Herr Verfaſſer darin einigen Troſt, daß auch damals ſchon über dieſes Thema eine Meinungsverſchiedenheit beſtand, allein es kann ihm daraus nichts Tröſtliches zu Theil werden, denn die ſtreitenden Theile gehörten ſehr verſchiedenen Wiſſenſchaften an, der Eine war Staats- und Landwirth, wie ſeine damalige— noch mehr aber ſeine jetzige Stellung beurkundet— der Andere aber ein Theolog und Schulmann. Was der Herr Verfaſſer weiter über ſeine landwirthſchaftliche Praxis aus Preußen und über ſeine Nachrichten aus Naſſau angeführt hat, dieſes übergehe ich mit Stillſchweigen, indem ich mich nicht im geringſten veranlaßt finden kann, darüber eine Entgegnung abzugeben. Wenn der Herr Verfaſſer ſofort auf eine etwas ironiſche Weiſe berührt, daß ich auch das In⸗ treſſe des Staats zu wahren ſuchte, weil, wenn die Brenne⸗ reien ihr Ende erreichten, die Steuerkaſſe einen Verluſt von 157,227 fl. erleiden würde, ſo kann ich ihm nur antworten, daß er ſeine Meinung daruber hätte in vollem Ernſte ausſprechen durfen, und ich hätte ihm zuverläſſig Recht ge⸗ geben. Es kann mir, wenn auch nur geringer Guts⸗ beſitzer, und keinem Staatsangehörigen einerlei ſein, wenn ein Ausfall in der Steuerkaſſe ſtatt findet, der auf andere Art gedeckt werden muß, denn es wäre in dieſem Falle immer möglich, daß eine Erhöhung der Grundſteuer ſtatt fände, woran jeder Gutsbeſitzer zu concurriren haben würde, während dem es dem Herrn Pfarrer Strack ganz einerlei jein kann, wo die offentlichen Bedürfniſſe hergenommen werden, indem er und ſeine Herrn Amtsbrüder an der Bezahlung der Grundſteuer und ſonſtigen den Bürger drückenden Ab⸗ gaben keinen Antheil nehmen. Dieſes wäre ein Grund weshalb ich das Staatsintereſſe zu wahren ſuchte, und ein Anderer iſt der, daß es für die Staatsverwaltung eine ſchwie⸗ rige Aufgabe iſt, neue Quellen für ihre Bedürfniſſe im Staate aufzuſuchen, und daß jeder Staatsangehörige mit einer weiſen Einrichtung und glücklichen Vertheilung der Koſten
zufrieden ſein ſollte.—(Fortſezung folgt.)
* 78 f Kirchenbuchsauszug vom Januar 1847. 8 Laubach. 1. Getraute: Keine. 8 Getaufte
7. Dem Bürger und Schreinermeiſter Heinrich Franck VI.
eine Tochter, Eliſabeth, geb. den 25. Dec. 1846.
24. Dem Bürger und Weißbinder Johann Friedrich Bal⸗
thaſer Spuck eine Tochter Rebekka Friedericke, geb. den 30. Dec. 1846. 31. Dem Bürger und Küfermeiſter Johann Heinrich Oß⸗ wald ein Sohn, Johann Georg, geb. den 13. Jan. 31. Dem Ortsbürger in Oberſeemen und Nagelſchmied
dahier Johann Wilhelm Zimmer eine Tochter, Mar⸗
garethe, geb. 5. Jan. 4 Beerdigte:
4. Baptiſt Makowitzky, Proviſor aus Montabaur, alt 48 Jahre, 2 Monate und 24 Tage, 1 2. Jan.
17. Marie Chriſtiane Franciscus, geb. Kircher, des Bürgers
und herrſchaftl. Reitknechts Joh. Heinrich Franciscus Ehefrau, ali 72 Jahre, 3 Monate und 25 Tagen, 1 den 15. Jan.
23. Katharine Eliſabeth Beyer, des Bürgers und Invaliden
Friedrich Karl Beyer zweite Ehefrau, geb. Hofmann,
alt 55 Jahre, 4 Monate und 2 Tage, f den 20. Jan. 8 Beigeſetzt:
Ihre Erlaucht, die Frau Gräfin Henriette zu Solms-Laubach, geborene Gräfin Degenfeld Schom⸗ burg, die verwittwete Gemahlin des Hochſeeligen Grafen
Friedrich Ludwig Chriſtian zu Solms⸗Laubach, alt 70 Jahre, 1 Monat und 3 Tage, geſtorben am 26 Jan., feierlich beigeſetzt in der Gräflichen Familiengruft in der Stadtkirche am 29. deſſ. Monats Abends 6 Uhr.
anzumelden und richtig zu ſtellen.
Im Falle[Auszug dahier zur Einſicht offen liegt, ſind
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
c ι νιειιαενναννᷓ Bekanntmachung.
(22) Verſchiedene in Langenhain belegene, früher dem Kaufmann Petzinger in Frankfurt a. M. gehört habende, noch in gutem Zu⸗ ſtande befindliche Gebäude, beſtehend in einem großen Wohnhauſe, einer Scheuer, einer Re⸗ miſe, mehreren Stallungen, einem Waſch⸗ und Backhauſe, ſind im Ganzen oder in Abthei— lungen käuflich zu haben und werden nach Wunſch auch auf den Abbruch verkauft. Termin zur Verſteigerung findet Montag den 15. März, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle in der zu verkaufenden Behauſung ſelbſt ſtatt und werden Kaufluſtige hierzu ein⸗ geladen. Ueber die Bedingungen des Verkaufs er— theilt vorher nähere Auskunft Friedberg den 15. Februar 1847. Trapp III., Großh. Hofgerichtsadvokat.
Edictalladung.
(275) Anſprüche jeder Art an das Ver⸗ mögen des in Concurs verfallenen Konrad Günther Ar in Meiches ſind bei Meidung des ohne beſonderes Präcluſivdekret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe im Termin Donnerſtag den 29. April l. J., Morgens 8 Uhr,
des Zuſtandekommens eines Vergleichs werden
die nicht perſönlich erſchienenen oder nicht durch
zum Vergleichs ⸗Abſchluß Ermächtigte vertrete⸗
nen Gläubiger als demſelben beiſtimmend an—
geſehen.
Ulrichſtein am 22. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann.
Arbeits-⸗Verſteigerung.
(308) Die bei Erbauung einer neuen Waſch⸗ küche und eines Holzſchoppens in der Pfarr⸗ hofraithe zu Münſter erforderlichen Bauar— beiten, beſtehend in:
Maurerarbeit, veranſchlagt zu 125 fl. 30 kr.
Steinhauerarbeit 79% 217
Zimmerarbeit 4127 9 Dachdeckerarbeit 174% 10„/ Schreinerarbeit 12% 20„ Schloſſerarbeit 16„ 38„ Glaſerarbeit 11%—„ Weißbinderarbeit 32 7 44„
ſollen Freitag den 12. d. M., Vormittags um
11 Uhr, auf der Gemeindeſtube zu Münſter,
an gewerbsberechtigte Meiſter öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg den 1. März 1847. Der Gemeindebaumeiſter Rut hs.
Edictalladung.
(32) Anſprüche jeder Art an die von den Heinrich Baitz's Ehefrau in Windhauſen ver⸗ kauften Immobilien, uͤber welche Grundbuchs⸗
binnen vier Wochen, von heute an, ſogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, widri⸗ genfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. ulrichſtein den 2. März 1847. „ Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann.
Edicetalladung. (825) Nachdem über das Vermögen des
Heinrich Kaufmann zu Bernsfeld von Grßh⸗ Hofgerichte der Provinz Oberheſſen der form⸗ liche Concursproceß erkannt worden iſt, ſo werden alle ſowohl bekannte als unbekannte Gläubiger deſſelben, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Anſprüche an denſelben bilden können, hiermit öffentlich aufgefordet, ihre Anſprüche ſogewiß in dem auf Mittwoch den 14. April d. J., Morgens 8 Uhr,
anberaumten Liquidationstermine dahier an⸗
zuzeigen und zu begründen, als ſie anſonſt ohne ein weiter zu erlaſſendes Präcluſivdekret von der Concursmaſſe des Heinrich Kaufmann ausgeſchloſſen werden. Grünberg den 20. Februar 1847. e Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Dr. Ortwein. Oeffentliche Aufforderung. (326) Nach den hieſigen landgerichtlichen Hypothekenbüchern liehen 1) Nicolaus Häuſers Wittwe von Ober⸗ erlenbach, im Jahr 1805. 100 fl. bei der daſigen Kirchenkaſſe,


