Ausgabe 
8.5.1847
 
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Intelligenz-Olatt

Provinz Oberheſſen

im Allgemeinen,

die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

M 36.

Sonnabend, den 8. Mai

1847.

Localſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins fuͤr Friedberg und die Umgegend.

Sitzung der Localſection findet Montag den 10. Mai Abends 8 Uhr ſtatt. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnungen pro 1845 und 1846. 2. Vortrag über Brod⸗ bereitung aus Oelkuchen. 3. Vortrag über zweckmäßige Dichtung der Thüren durch Tuchleiſten.

Der Vorſtand.

Schlußwort an das Publikum, betreffend den Aufſatz des Herrn Adminiſtrator Weller: Ueber den Ein⸗ fluß des Branntweins auf den Wohlſtand u. ſ. w. in Nr. 20. ff.

Schon den 28. März hatte ich eine kurze Entgeg⸗ nung auf die Vertheidigung des Branntweins, welche Herr Adminiſtrator Weller von Wölfersheim zu veröffentlichen beliebte, abgefaßt und der Redaction übergeben, als mir von allen gebildeten Perſonen mit welchen ich über den Gegenſtand geſprochen habe, gerathen wurde, auf einen ſolchen beleidigenden und darum ſich ſelbſt rich⸗ tenden Artikel, Nichts zu erwiedern. Aus dieſem Grunde und weil ich mich durch das mir zu Theil gewordene Ur⸗ theil von vielen ſachverſtändigen Männern, hin⸗ länglich gerechtfertigt halte, laſſe ich mein Manuſcript un⸗ gedruckt, wobei ich jedoch die Redaction ermächtige, das⸗ ſelbe ſowohl Herrn Weller, als jedem Anderen, welcher es einmal mit der gegen mich gerichteten Schutzſchrift des Branntweins vergleichen möchte, zur Einſicht zu überlaſſen. Wegen einiger muͤndlichen Bemerkungen, welche mir gemacht worden ſind, kann ich Eins nicht umgehen, daß mein Herr Gegner vielleicht um mir mit einigem Scheine einen tüchtigen Schlag zu verſetzen meine Anſichten theilweiſe vollkommen entſtellt hat. Er läßt mich nämlich behaupten, alle von mir erwähnten körperlichen Uebel ruͤhrten vom Branntwein her, während ich in meinem angegriffenen Auf⸗ ſatze S. 214 Spalte 1 Zeile 4 v. u. Folgendes geſchrieben habe:So verblendet bin ich nun nicht, behaupten zu wollen, daß das gebrannte Waſſer einzig und allein als die Urſache dieſes Zuſtandes anzuſehen ſei, allein daß er nebſt andern diätetiſchen Fehlern dazu beiträgt, da⸗ von bin ich ſo ſehr, als von meinem Leben überzeugt u. ſ. w. Dies nur eine kleine Probe einer gründlichen Wiederlegung!!!

Mit ſolchen Waffen und mit Perſoͤnlichkeiten mag ich nicht kämpfen. Darum trete ich von dem Kampfplatze ab und wünſche nur, daß man in dieſer bedrängten Zeit mit offenen Augen das namenloſe Elend erkenne, welches der Brannt⸗ wein erzeugt. Wiederholt verſichere ich, daß ich nur die vielen, vielen Leiden des Volks mindern wollte, indem ich meine Stimme gegen den Branntwein erhub. Oberrosbach den 23. April 1847. K. Strack.

Mannigfaltiges.

(Berlin, 30 April.) Das heutige Potsdamer Amts⸗ blatt enthält nachſtehende Bekanntmachung:Nach einer mir ſo eben zugegangenen Mittheilung des Herrn Ober⸗ Präſidenten der Provinz Pommern ſind an mehreren Orten Hinterpommerns kürzlich Verſuche gemacht worden, aus Mehl von Queckenwurzeln, unter Zuſatz von Roggen⸗ mehl, Brod zu backen, die überraſchend günſtige Reſultate lieferten, indem das erzielte Brod von dem Brode aus reinem Roggenmehl kaum zu unterſcheiden, ja der Geſchmack des

ueckeubrodes faſt noch angenehmer ſein ſoll. Damit bei der bereits vorgerückten Beſtellzeit noch der möglichſt größte Nutzen aus dieſer, für die jetzigen Verhältniſſe ſo wichtigen Erfahrung gezogen werden könne, beeile ich mich, dies zur offentlichen Kenntniß zu bringen und über die Bereitungs weiſe Folgendes zu bemerken: Die gelblich langen Quecken wurzeln werden gereinigt, demnächſt gewaſchen, etwas hart getrocknet, zu Häckſel geſchnitten und auf der Kornmühle gemahlen. Acht Pfund Häckſel geben ſieben Pfund gelbliches Mehl, dem Gerſtenmehl ganz ähnlich. Dieſes Mehl wird mit einem gleichen Theile Roggenmehl, ſelbſt nur mit einem Drittheil deſſelben vermengt, zum Theil eingerührt, geſäuert und gebacken. Uebrigens enthält die Queckenwurzel keine Spur eines der Geſundheit nachtheiligen Stoffes, vielmehr viel Schleimzucker neben Extractiv-Eiweiß und Faſerſtoff, und iſt daher nicht nur geſund, ſondern zugleich nährend. Berlin, 25. April 1847. Der Ober-Präſident der Provinz Brandenburg. von Meding.

Antwort.

Auf die Anfrage in Nr. 33 d. Bl., warum das Weiß⸗ brod in Friedrichsdorf bedeutend billiger ſei als in Friedberg, beantwortet der Einſender dieſes dahin:

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