Die ſtändige Schule iſt für ſolche Schuler be⸗ ſtimmt, welche in Gießen oder deſſen Nähe wohnen und durch längeren, regelmäßigen Beſuch des Unterrichts eine gründlichere Bildung erwerben wollen. f
Die Stunden des Unterrichts ſind Sonntags Vormittags von 10 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 4 Uhr, dann Montags, Dienſtags, Donnerſtags und Freitags Abends von 8 bis 9½ Uhr.
Die Unterrichtsgegenſtände beſtehen in Arith— metik, Buchführung, Geometrie, darſtellende Geometrie, Frei⸗ handzeichnen, Elemente der Naturwiſſenſchaft, theoretiſcher Unterricht in den einzelnen Handwerken, Fachzeichnen, Bau⸗ materialienlehre und Technologie.
Die zeitweiſe Schule iſt vorzugsweiſe fuͤr aus⸗ wärtige Handwerker eingerichtet, welche ſich zu der Meiſter⸗ prüfung vorbereiten wollen und doch nur kürzere Zeit da⸗ hier verweilen können.. i
Die Dauer des Unterrichts in dieſer Schule bleibt vor der Hand auf die Monate December, Januar, und Februar beſchränkt, während welcher Zeit jedoch täg⸗ lich Vormittags von 9 bis 12 Uhr, Nachmittags von 2 bis 4 Uhr und Abends von 8 bis 9½ Uhr gelehrt wird.
Die Unterrichtsgegenſtände ſind im Weſent⸗ lichen dieſelben, wie jene bei der ſtandigen Schule, der Unterſchied beider beruht darin, daß die Zeit zur Erlernung und Selbſtübung bei der ſtändigen Schule auf Jahre aus— gedehnt, bei der zeitweiſen dagegen unter Benutzung der ganzen Tageszeit auf Monate beſchränkt wird.
Die zeitweiſe Schule iſt gewiſſermaßen als ein Noth⸗ behelf für ältere, dem Meiſterexamen unterworfene Bau⸗ handwerker zu betrachten, während die ſtändige Schule ohne Unterſchied des Gewerbes ſchon von dem Eintritt in die Lehre an beſucht werden kann, und jedenfalls eine vollſtändigere, gewerbliche Bildung zu gewähren vermag.
Um nun auch denjenigen jungen Leuten, welchen die zum Beſuche der ſtändigen Schule erforderlichen Vorkennt⸗ niſſe mangeln, Gelegenheit zu geben, ſich dieſelben anzu⸗ eignen, wird der fraglichen Unterrichtsanſtalt noch eine Vorſchule beigefügt, worin die Lehrgegenſtände bilden: Rechtſchreiben, Rechnen, Anfertigung von leichten Aufſätzen und Freihandzeichnen.
Als Honorar iſt von jedem Schüler zu entrichten: in der ſtändigen Schule monatlich 30 Kreuzer, in der zeitwei⸗ ſen Schule monatlich 3 fl., in der Vorſchule wird für jede Stunde bezahlt 2 Kreuzer. Arme, geſittete Schüler bleiben nach] Umſtänden von der Entrichtung des Schulgeldes befreit.
Der Unterricht hat in der ſtändigen Schule und der Vorſchule mit dem 1. November begonnen, in der zeitweiſen
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Schule beginnt er mit dem 1. December laufenden Jahres. Sowohl Einheimiſche wie Auswärtige, welche den
fraglichen Unterricht zu benutzen wünſchen, haben ſich bal⸗
digſt bei dem Sections⸗Secretär, Herrn Zulehner, ſchriftlich oder mündlich anzumelden, um das Nähere zu vernehmen und den Lectionsplan zu empfangen.
Kirchenbuchsauszug vom September 1846. Grünberg. Getraute: Keine. Getaufte: 6. Dem Buͤrger und Schäfer Johann Georg Pfannkuchen ein Sohn, Johannes, geb. den 16. Auguſt. 13. Dem Großh. Bauaufſeher erſter Klaſſe Karl Poſeiner eine Tochter, geb. den 17. Auguſt. 13. Dem Bürger und Metzgermeiſter Joh. Kaspar Heidt ein Sohn, Friedrich Wilhelm, geb. den 19. Auguſt. 13. Dem Bürger und Bäckermeiſter Joh. Heinrich Meyer ein Sohn, Johann Albert, geb. den 21. Auguſt. 20. Dem Bürger und Schreinermeiſter Joh. Heinrich Schön⸗ hals ein Sohn, Heinrich, geb. den 1. September. 20. Dem Bürger und Bäckermeiſter Joh. Konrad Hoff⸗ mann ein Sohn, Georg, geb. den 1. September. 27. Dem Bürger und Knopfmachermeiſter Ludwig Schmidt eine Tochter, Eliſe, geb. den 10. Soprember. Beerdigte: 18. Margaretha Ritter, des weiland Johannes Ritter, Bürgers und Schuhmachermeiſters, hinterlaſſene, ehe⸗ liche Tochter, alt 16 Jahre, 1 den 15. September.
19. Ludwig Füßler, des Peter Ludwig Füßler, Bürgers
und Schuhmachermeiſters, ehelicher Sohn, alt 1 Jahr, 1 den 17. September.. 1 20. Johannes Bornträger, des Andreas Bornträger, wei⸗ land Bürgers und Leinwebermeiſters, hinterlaſſener, ehelicher Sohn, alt 63 Jahre, den 18. September.
Empfangsbeſcheinigung.
5 Für Caspar Heidt iſt ferner an mich abgegeben worden: Von einem Ungenannten 12 kr., von Herrn Samuel Lindheimer jun. 1 fl., von B. G. 18 ½ kr., von einer Abendgeſellſchaft in Petterweil 1 fl. 12 kr., von einem Ungenannten mit dem Motto Vivat sequens 2 fl. Im Ganzen iſt bis jetzt eiugegangen: 13 fl. 54% kr.
Friedberg den 26. November 1846. N 5 C. Bindernagel.
Bekanntmachungen von Be⸗ hörden.
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Aufforderung.
(1648) In einem Rechtsſtreite zwiſchen Johannes Tröller von Oberobmen gegen Kon⸗ rad Finkernagel daſelbſt ſind Letzterem, und zwar in Ruppertenröder Gemarkung liegend: 585/14 X/5. 249 Klafter Aecker im Heil 549/76 XI/447. 252 Klafter Aecker auf der Kaltewies 35%7 XIV/I163. 124 Klafter Aecker vorm Hohnes. verſteigert worden, und es kann das Eigen⸗ thum des Finker nagel an dieſen Stücken urkund⸗ lich nicht nachgewieſen werden. Ausweißlich deßfalls eingeforderten Bürgermeiſterberichts, ſollen dieſe Stücke vormals dem Johann Kon⸗ rad Lind zu Ruppertenrod gehört haben, und nach ausgebrochenem Concurſe über Linds
Vermögen, und nachdem ſie mehrere Jahre wüſt gelegen, von Konrad Finkernagel in Beſitz und Benutzung genommen worden ſeien, und ſo ſoll dieſer ſie an 30 Jahren beſeſſen haben.
Macht Jemand, irgend wie, Anſprüche an dieſe 3 Grundſtücke, ſo hat er ſolche ſo gewiſ⸗ ſer binnen 60 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, widrigenfalls die Kaufbriefe nach Anleitung des Verſteigerungs-Protocolls aus gefertigt und beſtätigt werden.
Grünberg den 5. November 1846.
Gr. Heſſ. zum Landgericht das.
geh. Patr. Gericht der Freyherrn
Riedeſel zu Eiſenbach
Welcker.
Verſteigerung. (1639) Montag den 30. d. Mts., Mor⸗ gens um 9 Uhr, werden in hieſigen Rathhauſe⸗ in Auftrag der Chriſtian Müͤllerſchen Ehe⸗ leute, deren eigenthümlichen in den Gemar, kungen Friedberg und Fauerbach II. liegen⸗
den, ohngefähr 12 Morgen haltenden Güter— ſtücken öffentlich meiſtbietend verſteigert.
Die hieſigen Flurſchützen haben den Auf⸗ trag die betreffenden Güterſtücke den Lieb⸗ habern zu zeigen. 5
Friedberg am 18. November 1846. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Brennholz⸗Lieferung. (165300) Die Lieferung des in 36 Stecken Buchen und 184 Stecken Eichenſcheitholz, beſtehenden Brennholzbedarfs der Garniſon Butzbach auf das Jahr 1847 ſoll auf dem
Wege der Soumiſſion, und zwar:
A. einmal mit dieſen beiden Sorten im ein⸗ zelnen Stecken, und 5
B. einmal in 174 Stecken Buchenſcheitholz, was der obigen Quantität gleichkommt, ebenwohl in einzelnen Stecken
dem Wenigſtgebot ausgeſetzt werden. Es werden daher Diejenigen, welche zur
Uebernahme erwähnter Lieferung Luſt tragen,
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Ma! G1 ſollen auf ſtehende ſteigerung gungen, werden.
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