den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, in Accord gegeben
werden.
1) 500 kieferne Diele, 18 Fuß lang,(16 alte Werkſchuhe), 10 Zoll breit und 2 Zoll dick, veranſchlagt zu 750 fl., 400 Stück 16ſchuhige Bretter und 100 Stück fichtene Gerüſtſtangen, 0
2) 50 Hand⸗ und 50 Schubkarren, und
3) 4000 Bütten Waſſerkalk.
Friedberg am 25. Oktober 1846. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.
Main Weſer⸗Eiſenbahn. Section Vilbel.
(132) Die Lieferung von 200 Bütten
blauem Kalk ſoll Freitag den 30. d. M., des Vormittags 10 uhr, auf bieſigem Rathhauſe an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben
werden. Vilbel am 25. Oktober 1846. 5 Der Gr. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer.
Obligations⸗Verlooſung.
(153) Bei der heutigen Verlooſung der für 1846 zur Abtragung beſtimmten 2100 fl. hieſiger Gemeinde⸗Obligationen, ſind die Num⸗ mer 1, 11, 35, 36, 41, 75 rückzahlbar gewor⸗ den, was den Inhabern derſeiben mit dem Bemerken eröffnet wird, daß der Betrag bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer in Friedberg oder bei der hieſigen Gemeindekaſſe bis den 1. Januar 1847 in Empfang zu neh⸗ men iſt, indem von dieſem Tage an keine
weiteren Zinſen vergütet werden.
Södel am 23. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter
Väth.
Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Vilbel.
(1810 Den 30. d. M., des Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die Lie⸗ ferung von 3600 Stuck eichenen Schwellen, 9 Fuß lang 6 auf 8 Zoll und 6 auf 10 Zoll ſtark, öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Die Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht. Vilbel am 20. Oktober 1846. 5 Der Großh. Sections-Ingenieur Eickemeyer.
Verſteigerung.
(1815) Die Erben des Friedrich Hahn ſel. dahler ſind wegen Ablebens ihrer Geſchwiſter geſonnen, nächſten Donnerſtag den 29. und Freitag den 30. d. M., von Morgens 8 Uhr an, nachſtehende Gegenſtände, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſtbietend verſteigern zu laſſen:
1) 1 Pferd nebſt Geſchirr,
2) 6 Stück Rindvieh,
3) einige Schweine,
4) 1 Wagen,
5) 1 Pflug und 1 Egge,
6) eine Quantität Roggen⸗„ Waizen⸗ und
Futterſtroh, 7 5 Heu, Grummet u. Spreu, 8)„„ Dickwurzeln, Rüben und
Kraut, 9) circa 70 Malter Kartoffeln und 10) noch verſchiedene landwirthſchaftliche Ge⸗ räthſchaften. Kaichen den 26. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hahn. c e ντνν
% 341* Privat ⸗ Bekanntmachungen.
Zu Verkaufen.
(1838) Bei unterzeichnetem iſt ein erſt zwei Jahre gebrauchter„Friedrichshütter Kochofen“ beſter Sorte um den halben Ankaufspreis und eine noch ſehr brauchbare Kartoffelmühle ſehr billig beide veraͤnderungs⸗
halber baldigſt zu verkaufen. Burghof Cleeberg bei Butzbach*
im Oktober 1846.:
Friedrich Freiherr von Bibra.
Erklärung.
(15400 um ſo mannigfachen Gerüchten, welche ſich ſeit einer kurzen Zeit hauptſächlich in Friedberg in Bezug auf meine Perſon
verbreitet, finde ich mich nothgedrungen in dieſem Blatt dem Publikum eine Erklärung zur Verſtändigung zu geben. Im Februar 1840 verehelichte ich mich mit meiner im
März d. J. verſtorbenen Frau, einer geb. Finkernagel aus Friedberg. Sechs volle Fahre lebte ich in ſtiller häuslicher Eintracht und Zufriedenheit, worunter 1 Jahr kränklich und 36 Wochen gänzlich an das Bett gefeſſelt,
erlag ſie endlich ihrer Qual und ſchied aus Solche Um⸗
diefem in ein beſſeres Leben. ſtänden wirkten nachtheilig auf die häuslichen Verhältniſſe, das iſt leicht einzuſehen, zumal wenn man bedenkt, daß ich in letzter Zeit
einige Wochen das Bett meiner Frau kaum verlaſſen konnte. Dies war zwar meine Pflicht
und ich erfüllte dieſelbe gerne, obſchon mein Geſchäft darunter Noth litt und meine Cxiſtenz nur durch die Rückſicht wohlgeſinnter Mit⸗ menſchen aufrecht erhalten wurde.
Meine Frau brachte mir nichts als eine
beſcheidene Aupſtuttung und einen Säugling in die Che, welchen letzteren ich wie ein Vater 6 Jahre lang liebevoll erzog. Nach dem Tode ſeiner Mutter übergab ich das Kind, weil meine häuslichen Verhältniſſe es nicht anders geſtatteten, meinem Schwager Jacob Fin⸗ kernagel in die Pflege und bezahlte dem⸗ ſelben 1 Monat Koſtgeld und da mir nun das Kind zu leid that, nahm ich daſſelbe, allerdings ohne Einwilligung ſeines ſeitherigen Pflegvaters von Friedberg mit nach Vilbel. Dieſes brachte mir, weil man mich für einen Men⸗ ſchenräuber erklärte, eine mebrtägige Amts⸗ gefängnißſtrafe, doch eine höchſte Behörde ge⸗ ruhte in Gnade mir die genannte Strafe zu erlaſſen. Aber noch mehr, man verkaufte das urſprüngliche Eigenthum meiner Frau, und da die Verſteigerung in Vilbel nicht gelingen wollte, ſo brachte man ſämmtliche Effecten nach Friedberg und verwerthete dieſelben dort, wie aber? das weiß ich nicht, denn man hat mich nicht einmal von dem Tage der Ver⸗ ſteigerung in Kenntniſt geſetzt. Schmerzlich! — man gönnte mir nicht einmal die Mög⸗ lichkeit etwas aus dem Nachlaſſe meiner Frau mir zum Andenken ankaufen zu können. Vor meiner Verehelichung hatte ich doch ein Bett und andere Geräthe, auch dieſes wurde mir zur Rungenſchaft gehörig, verſteigert und ich hatte nichts, als was ich mir ſelbſt wieder ſteigerte. Doch mache ich dem Gericht keinen Vorwurf, ich ſelbſt machte einen Fehler, ich wahrte meine Rechte nicht gehörig, ich hätte mich ſchon früher entſchädigen können, jedoch mein Gefühl fur Recht vertrug ſich nicht mit ſocher That. Deſſen ungeachtet ſucht man mich noch zu verdächtigen, ich weiſe ſolches lügenhafte Gerede hierdurch von mir ab, und überlaſſe es den Leſern dieſes Blattes weiter in der Sache zu urtheilen. Vilbel den 19. Oktober 1846. Carl Feudtner.
Ein pferde (1847) welches in der Oekonomie entbehr⸗ lich geworden, ſteht auf ber Hammermühle bei Büdingen zu verkaufen.
Ann z e i g e.. e, 1 3 November d. J. ndet bei dem Unterzeichneten Sänger ⸗B ſtatt, wozu höflichſt einladet anger ⸗ n Florſtadt den 23. Oktober 1846. Wagner. Zwei Schneidergeſellen, (1549) welche in ibrer Arbeit gut ſind können bei mir eine Stelle finden Nidda. Ludwig Wage mann. Z ur Nach eri ch t. (1550) Auf dem Nonnenhof bei Ilbenſtadt
wurden vor Kurzem zwei Gußräder von einer
Kartoffelmühle, ohngefähr 20 Fuß Bleirohr und ein kleiner Spengler⸗Ambos entwendet. Wer Auskunft darüber geben kann, bekommt
eine gute Belohnung. 838 G. Klee, achter. Verſtei gerung. (15310 Donnerſtag den 5. und Freitag den 6. November l. F. ſollen— und zwar jedes⸗ mal von Morgens 9 Uhr an— in dem Pfarr⸗ haufe zu Oſſenheim nachfolgende Gegenſtände,
gegen gleich baare Bezablung, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden, als 8 Fuder
Stroh, 30 Centner Heu, 50 Körbe Sßreu,
20 Gebund Flachs, 45 Mltr. Kartoffeln, wo⸗ runter ein Malter engliſche und ein Malter kleine blaue, eine Partie Kleebeu, Kraut, weiſe Rüben, Rangen uud Kohlraben; ein kupferner Waſchkeſſel, eine Standuhr, Oeko⸗ nomie⸗ und Küchen⸗Geräthſchaften, Tiſche,
Stüble, Bettſtellen, Schränke u. dgl.; einige
hundert Bücher; eine vorzügliche il 1 i e ene eee Müchkuß d.
Literariſche Anzeige.
Bei C. Bindernagel in Friedb i erſchienen: 4 a U
Uebungs⸗Aufgaben für das ſchriftliche Rechnen für Volks ſchulen.
Von
einem Vereine von Lehrern in der Wetterau.
Drei Hefte: à 6 kr. Auflöſungen dazu geh. ö kr.
Ferner ſind bei demſelben angekommen:
Der heſſiſche Hausfreund für das Jahr 1847. (Preis: 8 kr.)
Landkalender fuͤr das Groß⸗
herzogthum Heſſen auf das Jahr 1847. (Preis 4 kr.) Derſelbe mit weißem Papier durch⸗ ſchoſſen.(Preis: 6 kr.)
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.
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