Auszüge aus dem Regierungsblatte.
Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 22 von 1846.
Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der auswärtigen Angelegenhei⸗ ten, vom 27. Mai, die proviſoriſche Erhebung der Mainſchiff⸗ fahrtsabgaben betr.
III. Bekanntmachung deſſelben Miniſteriums vom 14. Mai, daß S. K. H. der Großherzog allerhöchſt zu verordnen geruht haben, daß für die Gr. Forſtinſpectoren ſtatt dieſes Amtstitels, in Zukunft der Amtstitel„Forſtmeiſter⸗ beſtehen ſoll, mit Beibehaltung der bis⸗ herigen Uniform dieſer Beamten.—
IV. i de Gr. Oberpoſtinſpection vom 5. Mai, daß zur Erleichterung des Verkehrs auf der Rhein dürkheimer⸗Fahrt eine Perſonen-Annahme⸗Stelle für den Mainz⸗Landauer, Worms⸗ Darmſtädter und Worms Alzeier Poſtwagen errichtet worden iſt Folgt die dafür beſtimmte Perſonen⸗-Taxe.—
V. Abweſenheitserklärung des J. G. Rauſchbart, Schneiders aus Worms, durch Urtheil des Kreisgerichls zu Alzey, vom 18. Januar 1846.—
IV. Ertheilung von Patenten: Am 7. April dem Fabrikan⸗
ten Dr. E. Sell zu Offenbach für das ganze Großherzogthum auf die nächſten 5 Jahre das ausſchließliche Recht, die von ihm neu erfundene Fabrikation von Mineraltheer, Mineralkitt, Asphaltfirniß und Ruß allein in Anwendung bringen zu dürfen; desgl, am 7. Mai dem Daniel Hori⸗ brenk aus Wien, den von ihm nach der übergebenen Beſchreibung erfundenen neuen Heizapparat allein verfertigen zu dürfen.—
(Schluß folgt.)
Dringende Bitte an die Eltern, welche ihre kleinen Kinder unſerer Kleinkinderbewahranſtalt uͤbergeben haben und noch übergeben wollen, auch an die edlen Menſchenfreunde, welche deren Fortbeſtand durch ihre mildthätigen Beiträge unterſtützen und erhalten.
Unſer Kleinkindergarten beſitzt nun wieder eine Gärt— nerin, welche die ihr anvertrauten und übergebenen Kleinen mit wahrer inniger Liebe und Hingabe, mit Ein- und Um⸗ ſicht, mit Freundlichkeit und Ernſt zu pflegen und zu war⸗ ten verſteht, wovon ſich Eltern, Lehrer und Erzieher täglich durch Beſuche dieſer wohlthätigen Anſtalt überzeugen kön⸗ nen. Wie wohlthuend iſt ein ſolches Verweilen unter die⸗ ſen Kleinen für einen Kinderfreund! Wie frei, heiter und ungezwungen ſind ihre Spiele, Geſaͤnge und andere ihre zarten Körper⸗ und Geiſteskräfte entwickelnden Uebungen! Wie einfach und klar die erſte Nahrung zur Erweckung ei⸗ nes kindlich religiböſen Gemüths. Allein der Zweck all die⸗ ſes Wirkens von Seiten der Lehrerin kann nicht erreicht werden, wenn die Kinder nicht regelmäßig täglich die An⸗ ſtalt beſuchen. Darum bittet der unterzeichnete Vorſtand die Eltern unſerer lieben Kleinen dringendſt, doch dafür zu ſorgen, daß dieſes nun in dem neuen geräumigeren in der Mitte der Stadt gelegnen Locale geſchehen möge! Schik⸗
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ken Sie doch täglich Ihre Kleinen in den Garten, wo die⸗ ſelben in unſerer ſo trocknen Zeit mit Waſſer begoſſen werden, das ihr inneres und äußeres Leben ſtärkt und kräftigt. Wie leicht könnte einem Ki de, das heute oder morgen nicht in ſeiner Bewahranſtalt iſt, ein Unglück be⸗ gegnen, welche Vorwürfe würden Sie ſich machen! Be⸗ nutzen Sie das Gute, das Ihnen dargeboten iſt, in ſeinem ganzen Umfange. Und Sie edle Menſchenfreunde! die Sie durch ihre mildthätigen Beiträge den Fortbeſtand dieſer ſegensreichen Anſtalt ſichern, o werden Sie nicht müde Ihre Scherflein in dieſen Gotteskaſten zu legen, ach, ziehe ſich doch keiner zurück, nein, kommet vielmehr aufs Neue wieder herbei, helfet, unterſtützet eine Anſtalt, die nicht auf Kapital⸗ fonds, ſondern auf Ihre chriſtlich thätige Liebe gegründet iſt. Auf dieſen Grund können wir ſtolz ſein, auf dieſem Grunde ruht der Segen des Herrn. Ihnen hochgeſchätzte Frauen und Fräulein, die Sie durch Ihre kunſtgeübten Hände Ihrem inneren Drange zum Wohlthun ſo gerne Ge⸗ nüge leiſten, Ihnen ſei der innigſte Dank dargebracht fuͤr den neuen Zuſchuß, den Sie auch in dieſem Jahre unſerer nach Erfriſchung dürſtenden Kaſſe haben zufließen laſſen. Auch Sie, wir ſind es überzeugt, werden ihre thätgen Hände nicht ſinken laſſen an dem Ruder, das das Schiff⸗ lein der Wohlthätigkeit in ſicheren Hafen hinſteuert. O wie vieles vermag die Liebe, die uns unſer Herr und Mei⸗ ſter empfiehlt.
Sämmtliche abgehörte Rechnungen über Einnahme und Ausgabe konnen täglich bei Herrn Profeſſor Dr. Dieffen⸗ bach eingeſehen werden. e Im Auftrage des Geſammtvorſtandes unſerer Kleinkinderbewahranſtalt
Roller.
Landwirthſchaftliches.
Die Han. Ztg. ſchreibt aus Frankfurt, 22. Juni: Wir verſäumen nicht, die Oeconomen darauf aufmerkſam zu machen, das Futter fürs Rindvieh möglichſt ſorgfältigſt zu unterſuchen und zu reinigen, indem in unſerer nahen Um⸗ gebung bereits mehrere Kuͤhe in Folge des Genuſſes von Futter, welches von Honigthau bedeckt war, gefallen ſind. i
Peſtalozzi⸗-Verein.
Die geehrten Mitglieder des Ausſchuſſes des Wetter⸗ auiſchen Peſtalozzi-Vereines werden erſucht, den cirkuliren⸗ den Statuten⸗Entwurf zu befördern, damit weitere Schritte geſchehen können.
Friedberg den 24. Juni 1846. Curtmau.
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
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(969) Die Lieferung des Brodes fuͤr die Garniſon Friedberg pro Auguſt u. September d. J. wird auf dem Soumiſſionswege in Accord gegeben, und es ſind die desfallſigen Sou⸗ miſſtonen in das am Eingange des hieſigen Militär-⸗Verwaltungdbüreaus befindliche Käſt⸗ chen einzulegen. Hierbei wird bemerkt: 1. daß die eingegangenen Soumiſſionen hier⸗ über am 29. d. M., Vormittags um . 11 Ubr auf dem gedachten Bureau
ten oder deren Stellvertreter zugegen
bei den nicht erſcheinenden Soumit⸗ tenten angenommen wird, daß ſie von ibren Geboten nicht abgehen. 3.„ die 1 e bleibt und . a g 4.„die betreffenden Accords⸗Bedingungen, F welche mit Ausnahme der Brodquan⸗ titäten und deren Entſendung in die Exercierſtationen, denen für die Brod⸗ lieferung pro Juli d. F. gleich ſind, auf dem erwähnten Verwaltungsbü⸗ reau zur Einſicht offen liegen. Friedberg am 22. Juni 1846.
Oberquartiermeiſter. Verſteigerung.
9 Uhr an, ſollen die in dem ehemaligen Ar⸗
chiv dahier befindlichen 95 Stück Brandkiſten,
jede mit vier Schubladen, ron tannen Holz,
mit Oelfarbe angeſtrichen und mit Schloß
und Griffen verſehen, ſtückweiſe meiſtbietend
verkauft werden.
Arnsburg am 18. Juni 1846.
Der Gräfl. Solmſ. Rentamtmann Fabricius.
Lieferung von Hammelwolle.
(929) Die Lieferung von zehn Centner weißer und 1½ Centner naturſchwarzer reiner Hammelwolle fuͤr die hieſige Anſtalt ſoll im 3. Soumiſſionswege an den Wenigſtfordernden Gölz, vergeben werden. Hierzu Luſttragende wollen ihre deßfallſigen Soumiſſionen laͤngſtens bis zum 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial⸗Bureau dahier, woſelbſt auch die
eröffnet werden, wobei die Soumitten-(962) Montag d. 29. Juni, von Morgens Lieferungs bedingungen zuvor eingeſehen wer⸗
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