die Gebote auf das 1. Quartal und auf das 1. Semeſter k. J. abgeſondert enthalten.
Hierbei wird noch bemerkt:
1) daß bei den nicht erſcheinenden Soumit⸗ tenten angenommen wird, daß ſolche von ihren Forderungen nicht abgehen.
2) Daß die Ratiſfication dieſer Accordver⸗ gebungen vorbehalten bleibt und
3) daß die ſämmtlichen Lieferungsbedingungen auf dem erwähnten Verwaltungsbüreau zur Einſicht offenliegen.
Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden um geeignete Bekannt⸗ machung des Vorſtehenden erſucht.
Friedberg den 21. November 1846.
J. A. G5 lz. Oberquartiermeiſter.
Obligations-Verlooſung.
(1677) Bei der heute ſtattgehabten Ver⸗ looſung von 500 fl. älterer Gemeinde- Obli⸗ gationen wurden die Nr. 41 und 48 jede zu 200 fl. und die Nr. 49 zu 100 fl. rück⸗ zahlbar. Die Inhaber gedachter Partial⸗Schuld⸗ verſchreibungen werden hiermit aufgefordert, dieſe Capitale bis zum 1. Januar 1847 bei der bieſigen Gemeindekaſſe in Empfang zu nehmen, da von dieſem Tage an keine weite⸗ en Zinſen vergütet werden. Rödelheim am 14. November 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hieronimus.
3 um Ausleihen.
(1678) Aus der Bauernheimer Kirchen- kaſſe ſind Einhundert Gulden gegen gericht⸗ liche Obligation zu 5 pCt. auszuleihen. Oſſenheim den 19. Nov. 1846. Der Kirchenrechner Väth
Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Schienenkloben.
(1679) Die Lieferung von eirca 60.000 Stück Schienenkloben für proviſoriſche Schie⸗ nenbahnen, im Gewichte von 7 Loth pr. Stück, wird Dienſtag den 1. Dezember, Vormittags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich vecſteigect. Butzbach den 18. November 18465. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Meyer. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Stein lieferung.
(16800 Die Lieferung von 26 Cubikklaftern Rollirſteinen und 19 Cubikklafter Steinen zum Hintermauern, an mebrere Brückchen in den Wieſen bei Niederweiſel, wird Freitag den 27. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Gaſt⸗ hauſe zum Stern dahier verſteigert. Butzbach den 18. November 1846.
Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur
Meyer.
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Privat ⸗ Bekanntmachungen.
A n e i g e. (1645) Eine ſtarke Parthie ſehr dauerhaf⸗ ter Fäſſer, 2 bis 4 Obm haltend, jedes mit 8 eiſernen Reifen, namentlich für Oekonomen zum Transport vorzüglich geeignet, ſind zu verkaufen. Wo? Bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen.
Geſchaͤfts⸗Eroͤffnung.
(1868 pierdurch bringe ich zur öffentlichen Kenntniß, daß ich ſchon ſeit einiger Zeit auf
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hieſigem Platze und in meiner elgenen Be⸗ hauſung unter der Firma N Schäfer& Comp. eine Cigarren ⸗Fabrik etavlirt habe. Unter der Leitung erfahrener und kuüchtiger Ar⸗ beiter habe ich ſowohl den Bedarf der rohen Tabaksblätter aus anſehnlichen und reellen Geſchaͤftshäuſern bezogen, als auch bis jetzt ſchon einen ziemlichen Vorrath der verſchie⸗ denartigſten Sorten von Cigarren anfertigen laſſen, weßbalb ich ſolche bierdurch zum Verkaufe en gros und en detail beſtens empfehlen kann. Bei einem geringen Nutzen neben prompter Bedienung hoffe ich, daß ſich das verehrte Publikum recht bald von der Güte meines Fabricats überzeugen werde. 5 Friedberg im November 1846. Georg Schäfer, der Poſt gegenüber.
S. Hamburger,
Juwelier, Gold⸗ und Silberarbeiter (1663) aus Worms,
macht einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß er hieſigen Katha⸗ rinen markt mit einem reich aſſortirten Gold⸗ und Silberwaarenlager eigener Fabrik beziehen wird i Durch große Auswahl, ſchöne und ſolide Anfertigung und außergewöhnlich billige Preiſe hofft er jeder Anforderung Genüge zu leiſten und bittet um geneigten Zuſpruch. Für die Güte des Goldes und Sil⸗ bers wird jeder Zeit garrantirt. Altes Gold und Silber werden zu den böchſten Preiſen an Zahlungsſtatt ange⸗ nommen oder gegen baar gekauft. An Mein Lager befindet ſich im goldnen Löwen. An ze (1681) unterzeichneter giebt auf Bürg⸗ ſcheine Braunkohlen, zahlbar Martini 1847, ab. Die Verwaltung des Braunkohlenbergwerks Ludwigshöhe Bae
Gutbewurzelte Hochheimer Früh⸗ 8 trauben-⸗Stöcke
(1682) von allen Sorten ſind zu billigen Preiſen im Gaſthaus zum Reichs apfel zu
haben. Weingärtner Enders aus Hochheim. Lehrling⸗Stellen. (1683) Es können einige gut erzogene
Jungen die Baumwolle und Wolle Weberei ohne Lehrgeld erlernen bei 5 1 Hermann in Vilbel.
Butzbacher Katharinenmarkt.
(1681) Mittwoch den 25. d. M. iſt gutes Mittageſſen, ſowie Abends Ball, wozu das Kaicher Muſik Chor ſpielen wird, bei mir an⸗ zutreffen. Zu gefälligem Beſuch ladet höflichſt ein A. Jo u tz im Heſſiſchen Hof.
Ballon.
(1685) Da am Sonntag den 22. Novem⸗ ber die ſchon angekündigte Production wegen des Caſinoballs im Gaſthof des Herrn Trapp nicht ſtattfinden konnte, ſo ladet der Unter⸗ zeichnete auf Mittwoch den 25. November ein verehrtes Publikum wiederholt dazu eiu.
Das Exveriment oder die Füllung des Ballons, in Form eines Menſchen, beginnt präcis 6 Uhr. Zugleich iſt auch die Rieſen⸗ Dame wieder aufgeſtellt, welche Jedermann einen intereſſanten Anblick gewähren wird.
An der Kaſſe iſt der Eintrittspreis 12 kr. und 6 kr., Kinder zahlen die Hälfte und Fa⸗ milien, welche ſich mit 2 Karten abbonniren, können ihre Kinder unentgeldlich einführen.
J. G. Kamma mayer,
Phyſiker aus München. Bekanntmachung.
(1686) Derjenige, welcher mir ſämmtliche Thäter von Maurermeiſter Geck's Leuten, welche hier gearbeitet und im angrenzenden Felde Kartoffeln geſtoblen haben, angibt, er— bält eine Belohnung von 20 fl.
Ludwigshöhe den 22. November 1846.
8 Der Verwalter Barth.
Literariſche Anzeige.
(1687) Bei J. p. Diehl in Darmſtadt iſt erſchienen und durch alle Buchhandlungen, in Friedberg bei C. Bindernagel, zu haben:
Das Valerland.
Ein Leſebuch für die g oberen Klaſſen der Volksſchule.
Von pr. W. J. G. Curtman, Director des Schullehrerſeminars zu Friedberg.
26 Bogen groß Format, roh 34 kr. geb. 40 kr.
Das gegenwärtige Leſebuch iſt das Pro⸗ dukt vielfachen pädagogiſchen Nachdenkens, Verſuchens und Verhandelns mit anderen Sachkennern. Es iſt dadurch zu einem Leſe⸗ und Lebrbuche zugleich geworden, aber freilich nicht nach der alten Metbode. Das ſtyliſtiſche und das reale Element ſind die vorherrſchen⸗ den und in den Selbſtarbeiten des Verfaſſers vereinigt. Dabei iſt auf pädagogiſche Ausbil⸗ dung, auf eine höhere Selbſtändigkeit der Lehrer gerechnet; der Verfaſſer hat nicht an blinde Leſemeiſter der alten Schule gedacht und hofft ſich in ſeinen Erwartungen von der jüngeren Generation nicht betrogen zu
haben. Den auch ſonſt ausgeſprochenen Grund⸗
ſatz:„Sind Schwierigkeiten zu überwinden, ſo gebührt dem Schriftſteller der größere Theil, der kleinere dem Lehrer, der aller⸗ kleinſte den Schülern“ hat der Verfaſſer auch in dieſem Buche durchzuführen geſucht. Eine Anleitung zum Gebrauche gewaͤhrt die neue Auflage der Erziehungslehre deſſelben Ver⸗ faſſers, vielleicht wird eine ausführlichere Darlegung folgen.
Ferner iſt wieder angekommen:
Die Spinnſtube,
ein Volksbuch für das Jahr 1847.
Herausgegeben von W. O. von Hor u.
Zweiter Jahrgang.
Mit einem Stahlſtich u vielen Holzſchnitten. (Preis: 45 kr.)
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.
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N dm He der neuen M ald d Grundbü überzeug den dari damit di. Gegenſta iſt der alsbald In
Sie an, nur Ein⸗ dazu geh thunlichen
ſtätzen. F.


