Ausgabe 
25.4.1846
 
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Intelligenz-Glatt

fur die

Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

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M 32. Amtlicher Theil.

1 Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg

an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Verpflegung armer Gemeinde⸗Angehörigen. Es iſt zu meiner Kenntniß gekommen, daß die Ver⸗

pflegung armer Gemeinde⸗Angehörigen hin und wieder öffent⸗

lich an den Wenigſtfordernden vergeben wird. 5 Dieſes alles Gefühl verletzende Verfahren wird hier⸗ mit auf das Strengſte unterſagt.

Bei Vergebung Armer in Koſt und Pflege handelt es ſich begreiflicherweiſe nicht um Erzielung des möglichſt nie⸗ drigen Preiſes, ſondern vielmehr um die Frage: ob die per⸗ ſönlichen Eigenſchaften und Verhältniſſe der Verpfleger eine genuͤgende Bürgſchaft für die Güte der Behandlung und Ver⸗ pflegung darbieten. Darum kann auch hier, was hoͤchſten Orts bei beſonderen Veranlaſſungen bereits ausgeſprochen worden iſt, der Art. 71 der Gemeindeordnung nicht zur Anwendung kommen, vielmehr ſind desfalls ſtets Handaccorde in Uebereinſtimmung mit den Hrn. Geiſtlichen abzuſchließen.

Friedberg am 18. April 1846.

Küchler.

Friedberg den 23. April 1846.

Se. Königl. Hoheit der Erbgroßherzog von Heſſen und bei Rhein geruhten unſere Stadt mit Ihrem Beſuche am 20. d. M. zu erfreuen. Höchſtdieſelben traten zunächſt in der Burg im Großh. Schloſſe(früheren Burggrafiat) ab, welches nebſt ſeinen freundlichen Umgebungen Sr. Königl. Hoheit die Wiederherſtellung als fuͤrſtlicher Landſitz verdankt, und im Aeußeren und Inneren immer mehr durch ſchöne und ſinnige Anordnungen und Einrichtungen überraſcht. Se. Königl. Hoheit verweilten drei Tage in unſerer Mitte und ſchienen zur hohen Freude aller Bewohner mit beſon⸗ derem Intereſſe die Zuſtände und Verhältniſſe der Burg und Stadt und ihrer Umgegend, in welche Sie verſchiedene Aus⸗ flüge machten, wahrzunehmen. Wir glauben daraus die er⸗

Sonnabend, den 25. April

1346.

freuliche Hoffnung ſchöpfen zu dürfen, unſern allgeliebten Erbgroßherzog demnächſt öfter und auf längere Zeit in un⸗ ſern Mauern begrüßen und zugleich auf die Erfüllung des Wunſches hoffen zu können, durch den Beſuch Höchſtdeſſen verehrter Gemahlin Königl. Hoheit ebenfalls beglückt zu werden.

Vierte Generalverſammlung des Vereins zur Unterſtützung und Beaufſichtigung der aus den Gr. Heſſiſchen Landes⸗ und Provinzial Strafanſtalten Entlaſſenen, zu Darmſtadt, am 5. Februar 1846.

(Aus der Gr. Heſſ. Zeitung Nr. 62 vom 3. März 1846.)

(Zu vergleichen Nr 82 u. 83 der Großh. Heſſ. Zeitung von 18⁴², Nr. 314 von 1843 u. Nr. 336 von 1844.)

Wenn wir in unſeren fruͤheren Berichten über Zweck und Wirken dieſes gemeinnützigen Vereins nach den Gene⸗ ralverſammlungen zu Darmſtadt(14. März 1842), Gie⸗ ßen(21. Oct. 1843) und Mainz(11. Nov. 1844) ſchon viel Erfreuljches melden konnten, ſo iſt dies nach der 4. Generalverſammlung, die am 5. Febr. d. J., nachdem die Reihenfolge der drei Provinzen durchlaufen, wieder zu Darmſtadt ſtattfand, noch mehr der Fall. Der Hr. Prã⸗ ſident des Vereins, Grßh. Geheimerath v. Kuder, eroff nete die Verſammlung mit Erſtattung des dritten Haupt⸗ rechenſchaftsberichtes, welcher theils durch längere Krankheit des Präſidenten, theils durch zu ſpätes Eingehen einiger nöͤthigen Materialien bis jetzt verzoͤgert worden war.

Nach der geprüften und abgeſchloſſenen Vereins⸗ caſſerechnung war im Jahr 1844 die Einnahme: 5023 fl. 314 kr., nämlich Caſſevorrath aus 1843 729 fl. 35 kr., aus milden Staatsfonds(einem Theile der deßfallſigen Divi⸗ dende der Münchner-Achner Feuerverſicherungsgeſellſchaft) 2000 fl., Beiträge der Vereinsmitglieder 1726 fl. 49 kr. (und zwar aus Starkenburg 826 fl. 34, Oberheſſen 440 fl. 32, Rheinheſſen 459 fl. 43 kr.), beſondere Gaben 51 fl. 3 kr., wieder eingezogene Unterſtützungen 516 fl. 34 kr. Die Ausgabe betrug 4098 fl. 434 kr., nämlich: Unterſtützungen 3357 fl.(und zwar 2494 fl. 4 kr. an 236 im J. 184⁴ aufgenommene Pfleglinge 96 in Starkenburg mit 1029 fl. 3, 105 in Oberheſſen mit 1065 fl, 35 in Rhein-