Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. f
a νν Accor dver gebung.
7) Die Lieferung von 150 Stecken e für die Garmiſon Friedberg ſoll mittelſt Sdumiſſionen und vorbehältlich der Ratification, in Accord gegeben werden.
Die deßfallſigen Soumiſſionen, welche in das am Eingange des bieſigen Militärverwal⸗ tungsbureaus befindliche Käſtchen einzulegen ſind, werden am 22 d. M. auf dem gedachten Bureau, Vormittags um 10 Uhr, eröffnet und es können bierbei die Soumittenten oder deren Stellvertreter zugegen ſein.
Bemerkt wird:*.
1) daß bei den nicht erſcheinenden Soumit⸗ tenten angenommen wird, daß ſolche von ihren Forderungen nicht abgehen,
2) daß die betreffenden Lieferungsbedingun⸗ gen auf dem erwähnten Bureau zur Ein— ſicht offen liegen.
Die Herrn Burgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden erſucht, Dieſes geeignet bekannt machen zu laſſen.
Friedberg den 9. Dezember 1846.
J. A.: G6 z Oberquartiermeiſter.
Verſteigerung.
(1760 Montag den 21. l. Mts., Morgens um 9 Ubr anfangend, läßt Herr Gaſtwirth Martin Simon in ſeinem auf der Ludwigs ſtraße gelegenen Wohnhauſe folgende Mobilien öf— fentlich freiwillig meiſtbietend verſteigern, als: Gebrauchtes Leinengeräthe, Bettwerk, Bett⸗ federn, geſteppte Strohſäcke, Kaffeebrenner, Lichtputzen, Lampen, ein kupferner Deſtilleur— apparat, eine gußene Kräuterpreſſe, einen Mörſer von zwei Centner, eine Windbuchſe und dergleichen. Friedberg am 10. Dezember 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Verſteigerung. 1760) Auf freiwilliges Anſuchen des Gott⸗ 5 Simon dahier, werden Mitwoch den 23. d. Mts., Morgens um 10 Uhr, die in hieſiger Gemarkung liegenden Grundſtücke circa 5 bis 6 Morgen, unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Beding⸗ nißen auf hieſigem Ratbbauſe verſteigert. Der Flurſchütz dahier iſt angewieſen auf Verlangen näbere Auskunft darüber zu geben.
Fauer bach II. den 10. Dezember 1846.
Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter
Philippi.
Verſteigerung.
(1763) Dienſtag den 22. l. Mts., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath— bauſe, von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner Schulſpeichers, 60 Malter Korn, aus dieß— jähriger Ernte, ½, 1 und 2 Malter weiſe, ohne Zulaſſung von Fruchthändlern, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 10. Dezember 1846. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
Edietalladung.
(1765) Nach den gerichtlichen Pfandbüchern der Stadt Grünberg bat Johannes Jöckel, Heinrich Sohn, daſelbſt, das von Commiſ⸗ ſtonswegen verkaufte, zu Johannes Botts Vermögen gebörige nun ¼6 alt%; ein- getragene Wohnhaus in der Borngaſſe, an ohannes Jöckel, mit 4 Ruthen 64 Schuh rundmeſſung laut Kaufbrief vom 7. März
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1816 für 220 fl. baar Geld erkauft und ſind
hierauf redieirt
a) 100 fl. Kapital, bei Jacob Heerzen Toch⸗ ter, laut Obligation vom 10. April 1787.
b) 400 Gulden Kaufziel für Reinhard Müllers Erben, von welchen es Georg Caſpar Bott erkauft und noch nicht be⸗ zahlt hat, und
c) 4400 fl. Kaufzieler für die Erbſchafts⸗ maſſe des Georg Caſpar Bott, von welcher Johannes Bott ſolches Haus neboſt einem andern Hauſe erkauft und noch nicht bezahlt.
Das fragliche Kaufgeld von 220 fl., ſowie die sub a. b. c. erwähnten Forderungen ſol— len abgeführt ſeyn, wenigſtens erkennen die Wittwe und Kinder reſp. Erben des Johan— nes Jöckel, Heinrich Sohn dahier, ihr Be⸗ ſtehen nicht an und haben um Löſchung der⸗ ſelben in den Pfandbüchern gebeten; ſie ſind indeſſen nicht im Stande, die zur Löſchung nothwendigen Urkunden vorzulegen, können auch ferner nicht das Eigenthum an der von ihnen dem Sohne und Bruder Ludwig Jockel angeſchlagenen
2% 5 bezeichneten und 32½ Klafter hal—
tenden Hofraitbe an Johannes Jockel
zum Stern dabier urkundlich darthun und werden deßhalb auf Antrag der Erben alle diejenigen, welche an die extrahirten Forderungen, ſowie an die bezeichnete Hofraſthe irgend Anſprüche zu bil— den können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen von heute an ſo ge— wiß dahier geltend zu machen, widrigenfalls die fraglichen Forderungen für getilgt erach- tet und in den Pfandbüchern gelöſcht, auch ferner den Kaufbrief über die dem Ludwig Jöckel angeſchlagene Hofraithe gerichtlich be ſtätigt werden wird.
Grünberg den 16. November 1846.
Großb. Heſſ. Landgericht daſ. 4
o. Frucht⸗Verſteigerung.
(1795) Dienſtag den 22. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden im Wirthshauſe zum goldnen Hirſchen dahier von den auf hieſigem Amts⸗ ſpeicher lagernden Früchten 30 Malter Walzen, 100„ Korn, 60„» Gerſte und 50„ Hafer an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Ockſtadt am 16. Dezember 1846. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt. Angerer.
Oeffentliche Aufforderung.
(1796) Gegen den Zimmermeiſter Johannes Euler zu Kirchgöns hat das Grßh. Horgericht der Provinz Oberheſſen den förmlichen Con— cursprozeß erkannt und das unterzeichnete Landgericht mit deſſen Leitung beauftragt.“ Es werden daher Alle, welche Anſprüche gegen Johannes Euler reſp. gegen deſſen Con. cursmaſſe geltend machen wollen, hiedurch aufgefordert, ſolche, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſtodecret eintretenden Aus— ſchluſſes von der Maſſe in dem auf Montag den 15. Februar 1847, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin anzumelden und zu begründen. Butzbach den 10. Dezember 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Calmberg.
Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Zimmererarbeit.
(1797) Die bei Herſtellung eines Bewäͤſ⸗ ſerungskandels in den Wieſen bei Oſtheim entſtehende und zu 430 fl. veranſchlagte Zim⸗ mererarbeit wird Dienſtag den 29. Dezember,
Vormittags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier nochmals öffentlich verſteigert. Butzbach den 15. Dezember 1846. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer.
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Privat ⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung.
(1790) Neben allen in mein Geſchäft ein⸗ ſchlagenden Artikeln empfehle ich noch zu den billigſten Preiſen und in ſchönſter Auswahl, meſſingene Leuchter aller Art, Fruchtmaße, desgleichen lakirte Blechwaaren, Bratpfannen, Aſchenkaſten von Eiſenblech(beſonders em⸗ pfehlenswerth beim Braunkohlenbrand), Ofen⸗
rohre ꝛc. Friedberg. K. Ludwig, Spenglermeiſter.
Aufklärung.
(1798) Der Lebrjung des Herrn Schneider⸗ meiſter Fauſt kief unterm 15. d. M. bei Herrn Hirſchhorn hier eine baumwollene Hals⸗ binde mit dem Bemerken, daß wenn dieſelbe, nachdem er ſolche zu Hauſe gezeigt, nicht recht ſei, dieſer ihm ſolche wieder gegen eine paſ⸗ ſende umtauſchen müſſe. Gedachter Lebrjunge wurde nun zu Hauſe belehrt, wie er ſich eine dunkle, nicht aber, wie er gethan, eine helle Halsbinde hätte nehmen ſollen. Darauf hin ging derſelbe wieder zu Hir ſchhorn, dieſer aber weigerte ſich nun, eine andere Halsbinde zu geben, was den Jungen veranlaßte, ein dunkleres Tuch von dem Ladentiſche zu neh⸗ men und ſich damit, unter Zurücklaſſung des erkauften, zu entfernen. Dieß der Sachver— halt! Die Geſchichte iſt nicht ſo viel Schrei⸗ berei werth,— aber dieſe Aufklärung dient doch denjenigen zur Bemeſſung, welche durch das Cedergeſchrei Hirſchhorns vermogt worden, zu glauben, gedachter Junge habe im eigent⸗ lichen Sinne des Worts das fragliche Tuch geſtoblen. Hirſchhorn kannte den Jungen und hätte ſich auf anderm Wege zu ſeinem Recht verhelfen können! M.
Hofraithe-Verſteigerung in Holzhauſen
(1799) unterzeichneter will am 28. Decbr. d. J. ſeine neu erbaute Hofraithe mit Tanz⸗ ſaal, Krämerei und Wirthſchaft nebſt Scheuer und ungefäbr 6 Morgen Grundſtücke meiſt⸗ bietend verſteigern laſſen. Kaufliebhaber wol⸗ len ſich in der Wohnung ſelbſt einfinden. Valentin Kitz. Ein vollſtändiges Logis, (1800) welches ſogleich bezogen werden
kann, hat zu vermietben Michel Bauer in der Kirchgaſſe.
Holz⸗Verſteigerung. (1801) Bei Kleinrechten bach ſollen 20 Stämme Pappelweiden, von 20 bis 60 Fuß Länge, 12 bis 18 Zoll Dicke, Dienſtag den 22. December, Vornattags 10 Uhr, an den Meiſt⸗ bietenden verſteigt werden.
Johannes Helm.
Empfehlung.
(1802) Außer meiner bekannten Auswahl von Sommerkleidern kann ich auch noch mei— nen Vorrath von Tuchhoſen, Kamiſolen, We⸗ ſten und Hoſen für Kinder, von verſchiedener Größe, empfehlen und ſebe bei billigen Preiſen einem geneigten Abſatze entgegen. Friedberg. Fr. Schleuning.


