Ausgabe 
16.9.1846
 
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8 180 (abfließendes) Waſſer); darnach dann 2) ein vom Abfluß eines Quellwaſſers durchzogenes ſumpfartiges Gelände), welches darum auch nicht zu Feldpflanzungen baubar iſt. Dieſe letzte, abgeleitete Bedeutung iſt diejenige, welche der Name Seife in unſern Gegenden hat; man denke z. B. an die große Seife bei Gedern. Auf dem Weſterwald in⸗ deſſen hat Sdaf e noch jene beiden Bedeutungen, und in der letzten adde unnd wird der Name mehr von einem zwiſchen Ackerfeld liegenden größern oder kleinern Platz Landes gebraucht, der als(geringhaltiges Futter liefernde) Wieſe denutzt wird, weil es, ſeiner natürlichen Näſſe wegen, nicht rathſam ſein ſoll, ihn mit Getraidearten zu beſäen?). Was nun die wetterauiſche Ausſprache des Namens anbe⸗ trifft, ſo lautet ſie Safe(mit langem a) und iſt unregel⸗ mäßig denn wo man vor 600 Jahren ein langes i( ſrrach, da ſprechen wir Wetterauer jetztei, wie es im Schriftdeutſchen ſteht. Daß wir aber Safe ſagen, kommt daher, weil man bei dem naſſen ſchmierigen Land an das Ausſehen der Waſch⸗Seife denkt und eine Vergleichung mit dieſer uns im Sinne liegt. Und dieſe Waſch⸗Seife wird wetterauiſch regelrecht Safe ausgeſprochen, iſt jedoch ganz verſchieden von dem Namen Seife, womit wir jenes naſſe, von abfließendem Quellwaſſer getränkte Ge⸗

lande bezeichnen. 5

Fragſt du nun, lieber Leſer, woher dieſes Wort Seife caltdeutſch sife) ſtamme, ſo ſage ich dir: von einem alten niederdeutſchen Worte sipen, welchestriefen, Feuchtigkeit aus oder-pon ſich geben bedeutet, und im Holländiſchen

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ſagt. maß noch z B. die zijp(d. i. sip) für Durch⸗ oder

Auswäſſexüng. as p am Ende wird oberdeutſch f. 8 1 W.

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2) So in dem altdeutſchen Gedichte Herzog Ernſt, Vers 3520.

) So in Wernher's vom Niederrhein(lebte etwa gegen das Jahr 1200 Gedichten S. 37. Vers 25., im Fleuringer Weisthum vom Jahr 1345.

) Siehe Schmidbes weſterwäldiſches Idiotikon S. 217.

9) Denn dieſes Wort Waſch⸗Seife lautete vor 600 Jahren seife, und wo man damals den Zweilaut ei ſprach, da ſprechen wir Wet⸗

terauer in deutſchen Wörtern regelrecht ein langes a, z. B. in Bein, Theil, feimen, Reif, Kleid, Reiſe u. ſ. w.

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293. Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Auguſt 1846.

Grünberg. Getraute:

Johann Rupert Hofmann, des Joh. Kaspar Hofmann, Bürgers und Bäckermeiſters dahier, ehelicher Sohn, Bürger und Maurer dahier, und Anna Eliſabetha Bach, Chriſtoph Hollers hinterlaſſene Wittwe.

Johannes Kraft, Martin Krafts, Bürgers und Metz germeiſters dahier, ehelicher Sohn, und Anna Katharina Kreuder, des hieſigen Bürgers und Rothgerbermeiſters Johannes Kreuder hinterlaſſene eheliche Tochter. Johannes Zöckler, des Joh. Kaspar Zöckler, Bürgers und Metzgermeiſters dahier, ehelicher Sohn, Bürger und Metzgermeiſter dahier, und Eliſabethe Heß, des hieſigen Buͤrgers und Rothgerbermeiſters Joh. Heinrich Heß eheliche Tochter.

Jacob Schönhals, des Jakob Schönhals, Bürgers und Hofgutbeſtänders, ehelicher Sohn, Bürger und Maurer dahier, und Katharina Sprankel, Johannes Sprankels, Ortsbürgers zu Beltershain, eheliche Tochter.

Getaufte

Dem Bürger und Ackermann Johannes Rühl ein Sohn, Wilhelm, geb. den 4. Juli.

Dem Bürger und Metzgermeiſter Gottlieb Schildwäch ter ein Sohn, Johann Hermann, geb. den 1. Aug. Dem Bürger und Bäckermeiſter Johannes Oehl ein Sohn, Hermann, geb. den 6. Aug.

Beerdigte:

Heinrich Hofmann, des Joh. Martin Hofmann, Bür⸗ gers und Schneidermeiſters, ehelicher Sohn, alt 2 Monate, t den 6. Aug.

Martin Jöckel, des Johann Georg Jockel, Bürgers und Bäckermeiſters dahier, ehelicher Sohn, alt 4 Monate, 1 den 10. Aug.

Suſanna Zinßer, der Katharina Eliſabetha Zinßer unehel. Tochter, alt 9 Monate, den 11. Aug.

Karl Roth, des David Roth, Bürgers und Drechsler meiſters, ehelicher Sohn, alt 10 Mon., 1 den 15. Aug.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

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Bekanntmachung.

(1266) Nach böchſter Miniſterialverfügung ſoll der zweite Viehmarkt dabier jedes Jahr 8 Tage früher, als ſeither, alſo den 14. Octo⸗ ber und unmittelbar darauf(den 15. October) der Krämermarkt abgehalten werden, welches man hierdurch zur Kenntniß des Publikums bringt. 5 Büdingen den 18. Auguſt 1846. Der Grßh. Heſſ. Fürſtl. Iſend. Bürgermeiſter der Stadt Büdingen. Je cke l.

Oeffentliche Aufforderung.

(133) ueber das Vermögen des Johan⸗ nes Wagner zu Maibach iſt von Großh. Hof⸗ gericht der förmliche Concurspreceß erkannt und deſſen Leitung dem hieſigen Landgericht überwieſen worden. Demgemäß werden Alle, welche an das benannte Vermögen aus irgend einem Rechtsgrunde Anſprüche erheben zu kön⸗ nen glauben, hiermit aufgefordert, dieſelben um ſo gewiffer

Mittwoch den 4. November l. J., Vormittags 9 Uhr, dahier anzugeben und zu begründen, als ſie ſonſt von der Concursmaſſe ausgeſchloſſen werden. Bevollmächtigte einzelner Gläubiger können nur dann zugelaſſen werden, wenn ſie ſich durch ſpecielle, gerichtlich beglaubigte, die Befugniß zur Abſchließung eines Vergleichs und zur Erklärung über Veräußerung und Verwaltung der Maſſe ausdrücklich enthaltende Vollmacht auszuweiſen vermögen. Butzbach den 30. Auguſt 1846. g Großh. Heſſ. Landgericht Mosler.

Edietalladung. (1363) Die einzige Inteſtaterbin und Toch

ter des verſtorbenen Gr. Förſters Werner zu

Oberſchmitten, hat den überſchuldeten Nach⸗

laß ihres Vaters ausgeſchlagen und es haben

ſich die bis jetzt bekannten Erbſchaftsgläubiger, zur Anwendung des förmlichen Concursver⸗ fahrens, über die Vertheilung der Maſſe am 4. hujus durch ein gütliches Uebereinkommen arrangirt. Demgemäß werden nunmehr auch etwaige unbekannte Creditoren des Gr. För⸗ ſters Werner hiermit öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen in dem auf Freitag den 13. November 1846. Vormittags 9 Uhr,

anberaumten Termin ſogewiß dahier geltend zu machen und ſich bezüglich des getroffenen Arrangements zu erklären, widrigenfalls ſie bei Vertheilung der Maſſe unberückſichtigt bleiben, und das Arrangement in Vollzug ge ſetzt werden wird. Nidda den 6. September 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ⸗ Kattrein.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Section Butzbach.

(13640 Das Brechen und Fahren von 10 Cubikklafter Steinen zum Fundamentiren, ſo⸗ wie von 11 Cubikklafter rauhen Mauerſteinen aus der Umgegend zum Hintermauern der Brücke über den Lausbach, in Abtheilung 63 der Gemarkung Kirchgöns, wird Freitag den 18. dieſes Monats, Vormittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dabier öffentlich ver⸗ ſteigert. Butzbach den 10. September 1846. Der Großh. Sections-Ingenieur Meyer.

Main⸗Weſer Eiſenbahn, Section Butzbach.

(13635) Die Anfertigung eines 74 Fuß tie⸗ fen Probeſchachtes im Gambacher Wald, ſo⸗ wie von mehreren kleineren an verſchiedenen