Ausgabe 
11.7.1846
 
Einzelbild herunterladen

215*

dern iſt der Branntwein als eine mitwirkende Urſache zu betrachten, die Verdorbenheit der Dienſtboten und Taglöhner

5.

Dem Burger und Ackermann Johann Wilhelm Schmidt ein Sohn, Hermann Rudolph, geb. den 1. April.

Von Katharine Fuchs, Johs Schmidts Wittwe eine

uneheliche Tochter, Margaretha, geb. den 31. März. Dem Bürger und Schneidermeiſter Jacob Schmidt von Eliſabethe Kircher, Konrad Högels Wittwe, eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 9. April.

Dem Bürger und Gräflichen Jager Georg Adam Diehl ein Sohn, Ludwig Chriſtian, geb. den 24. April. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Konrad Röder ein Sohn Johs. Heinrich geb. den 22. April.

Beerdigte:

Adam, des Bürgers und Metzgermeiſters Konrad Weiſel ehelicher Sohn, alt 11 Jahre, 7 Monate und

Anna Dorothea, weiland Conrad Friedrich Eberhard Bommersheim hinterlaſſene Wittwe, geborne Neunobel, alt 73 Jahre, 5 Monate und 19 Tage, f den 29.

Chriſtine Charlotte, Daniel Thellin's Ehefrau, geborne Willenbücher, alt 64 Jahre, 2 Monate und 16 Tage,

Katharine Eliſabethe, des Maurers weiland Chriſtian Bogenhardt hinterlaſſene Wittwe, geborne Chriſtlieb, alt 73 Jahre, 3 Monate und 1 Tag, f den 1. Mai.

Margarethe, der Katharine Fuchs Töchterchen, alt 1

Monat und 12 Tage, 1 den 12. Mai. Friedrich, der Anna Katharine Schmidt Söhnchen, alt 8 Monate und 6 Tage, 7 den 14. Mai.

iſt beinahe zum Sprüchworte geworden. Hat nun ein 3. Knecht u. ſ. w. außer ſeinen gewoͤhalichen Beduͤrfniſſen noch den Reiz der Gurgel zu befriedigen, bringt er die freien 10. Abendſtunden, die Sonntage, u. ſ. w. hinter dem Schnaps⸗ glaſe zu, was kann daraus Gutes entſtehen? Daß die Jugend ausgeartet wäre, und ſchwer in der Ordnung zu 10. halten ſei, darüber herrſcht faſt eine Stimme; betrachtet man ſie bei ihren Zechgelagen, wie auch die Ruhigſten 12. Zucht und Sitte verläugnen, ſo wird man den verderbli⸗ chen Einfluß des Branntmeins nicht abſtreiten wollen. Und nun die unglücklichen Ehen, die Scheidungen, welche die Trunkſucht veranlaßt, die ſchlechte Kinderzucht u. ſ. w. 1. dieſes muß der Vertheidiger des Branntweius erſt wegſchaf⸗ fen, wenn ich meine Anſicht mit der Seinigen vertauſchen 6 Tage, 1 den 29. April. ſollte. So lange aber dieſe und andere Uebel beſtehen, ſo 2. lange er die fruͤher erwähnten Thatſachen nicht zu läugnen vermag, ſo lange wiederhole ich das ſchon öfters ausgeſpro⸗ chene Wort: Es wäre beſſer, es wür de gar kein April. Branntwein getrunken, als daß er im Ueber⸗ 3. maaße genoſſen wird.(Schluß folgt.) 1 den 30. April. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Mai 1846. 4. i Laubach. Getrante: 14 Keine. b Getaufte: 40. 1. Dem Buͤrger und Landgerichts actuariats vicar Johs. 29.

Matern eine Tochter, Johanna Maria, geb. den 10.

Katharina, des Bürgers und Schreinermeiſters Frie⸗ drich Lehning eheliches Töchterchen, alt 4 Jahre und 20 Tage 1 den 26. Mai.

April. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

Sdietal ladung.

(983) ueber das Vermögen des Ludwig Petzinger zu Langenhain iſt der Concurs er⸗ kannt worden. Es werden deßhalb Alle, welche Anſprüche an denſelben zu haben glauben, aufgefordert, dieſelben im Termin Freitag den 7. Auguſt l. J.,

5 Vormittags 9 Ubr, bei Vermeidung des ſtillſchweigenden Aus- ſchluſſes von der Maſſe dahier auzuzeigen und gehörig zu begründen.

Butz bach den 20. Juni 1846.

Gr. Heſſ. Freibl. von Löwiſches Landgericht

Mosler. Dr. Irle.

Gläubiger Aufforderung.

(101 ueber das hinterlaſſene Vermögen des zu Queckborn verſtorbenen Zimmer⸗ meiſters Johannes Müller hat Gr. Hof⸗ gericht zu Gießen den Concurs erkannt, weß⸗ balb alle, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche irgend einer Art an das um 1138 fl. 4 kr. überſchuldete, nur 380 fl. 29 kr. be⸗ tragende Vermögen zu bilden beabſichtigen, hiermit aufgefordert werden, ſolche bei Mei⸗ dung des ſonſt ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe

Donnerſtag den 27. Auguſt d. J.,

1 Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen. Auch ſoll alsdann die Güte verſucht und über die Wahl eines Maſſepflegers, Gläu⸗ digerausſchuſſes u. ſ. w. verhandelt werden. Alle nicht verſönlich erſcheinende Liquidanten werden in Bezug auf die angedeuteten Punkte

als der Mehrzahl der Erſcheinenden beitretend angeſehen werden. Grünberg den 21. Juni 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker.

Bekanntmachung.

(105) Vom 1. k. M. an wird die zwiſchen Friedberg und Nauheim beſtehende Boten⸗ poſt in eine zur Beförderung von Correſpon denz und Päckereien beſtimmte Carioſpoſt um⸗ gewandelt und derſelben folgende Einrichtung gegeben werden.

Abgang aus Friedberg:

täglich 11 Uhr Vormiftags, nach Ankunft

der Poſt von Caſſel und der Morgen-⸗Brief⸗ poſt von Frankfurt. Abgang aus Nauheim: täglich 12 Mittags, zum Anſchluß an den Frankfurt⸗Caſſeler⸗Morgen⸗Eilwagen, resp. an die um 2 Uhr Nachmittags nach Frank⸗ furt abgehende Poſt. Frankfurt a. M. den 21. Juni 1846. General⸗Direction der Großh. Heſſ. Poſten. In Abweſenheit des General. Poſt. Directors: Müller. Walter. vdt. Kölle.

Gerſtenſchroth⸗ Lieferung für die Garniſon Butzbach.

(1046) Da die Lieferung des Gerſten⸗ ſchrothbedarfs der Garniſon Butzbach vom Monat Auguſt an bis Ende dieſes Jahrs Donnerſtags den 16. dieſes Monats, Vormit- tags 10 Uhr, auf dem Wege der Soumiſſion in Accord gegeben werden ſoll, ſo wollen die zur Uebernahme dieſer Lieferung Luſttragenden ihre Soumiſſionen verſiegelt und mit der AufſchriftGerſtenſchroth⸗ Lieferung betr. längſtens bis dahin in das am Eingange zum hieſigen Militär Verwaltungsbureau aufge⸗

bängte Soumiſſionskäſtchen einlegen, indem gleich nach Ablauf bemerkter Stunde ſämmt⸗ liche Soumiſſionen geöffnet werden ſollen. Die Lieferungsbedingungen, welche zugleich das Soumiſſionsverfabren enthalten, liegen von heute an zur Einſicht offen.

Butzbach den 8. Juli 1846.

J. A

J. A. Cellarius, Oberquartiermeiſter. Grabenarbeit.

(1047) Donnerſtag den 16. d. M., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſoll die Herſtellung des Wie⸗ ſen⸗Entwäſſerungsgrabens in der Gemarkung Oſſenheim an Ort und Stelle wenigſtnehmend

verſteigert werden. 5 8 Die Zuſammenkunft iſt am ſ. g. Röderberg.

Bauernheim den 7. Juli 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter

Walther.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Section Butzbach.

(108) Die Lieferung von 200 Stück zweirädrigen Handkarren mit hölzernen Rädern und von 200 Stück Schiebkarten mit gußeiſernen Rädern wied Mittwoch den 22. laufenden Monats, Vormittags 10 uhr im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. 5 5 Die Probeſtücke und die Verſteigerungsbe; dingungen können 8 Tage lang vorber auf meinem Bureau dahier eingeſehen werden. Butzbach den 7. Juli 1846. Der Großh. Sectſons⸗Ingenieur Meyer.

Gras ⸗Verſteigerung. (1019) Nächſten Montag den 13. d. M.,