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Einmal wenigſtens im Jahr ſollte eine ſolche Feier ſein, an welcher ſich mehrere Gemeinden betheiligen könnten, ſo daß abwechſelnd auf dieſem oder jenem ſonnigen Platz, etwa unter Mitwirkung von Sängergeſellſchaften, die Leh⸗ rer mit den Eltern ihrer Kinder zuſammentreten und dadurch die Volksſchulen auch eine volksthümliche Bedeutung gewinnen. Aber die Kinder ſelbſt dürften hierbei nicht aus⸗ geſchloſſen ſein. f
Für den Peſtalozziverein zeigt ſich hier eine ſehr rege Theilnahme, namentlich unter den Mitgliedern der beiden Geſangvereine, ein erfreuliches Zeichen, daß dieſe Anſtalten fuͤr Geſittung und Bildung mächtige Förderungsmittel ſind. Gegenwärtig haben dahier 120 Perſonen mit circa 40 fl. jährlichen Beiträgen ſich unterzeichnet. Es würde gewiß noch eine größere Anzahl ſich betheiligt haben, wenn der Aufruf zu Jedermanns Kenntniß gekommen wäre. Wir haben das Vertrauen zu dem regen Bürgerſinn der hieſigen Bewohner, welche bis jetzt noch nicht beigetreten ſind, daß es nur einer leiſen Anregung und einer nochmaligen öffent⸗ lichen Bekanntmachung bedarf, um auch ſie für den jungen Verein zu gewinnen.
Beſonders thätig für den Peſtalozziverein können die Herrn Bürgermeiſter ſein, indem ſie Gelegenheit haben, ihre Ortsangehörigen zu reger Betheiligung zu ermuntern, haupt⸗ ſächlich aber, wenn ſie, unterſtützt durch dte Gemeinderäthe, im Namen ihrer Gemeinden beitreten, wie ja viele Gemeinden als ſolche dem landwirthſchaftlichen Verein oder anderen gemeinnützigen Anſtalten beigetreten ſind. Wenn frühzeitig der Verwahrloſung der Jugend entgegengetreten wird, wenn dafür geſorgt wird, daß die Kinder, welche ſo unglücklich ſind, von ihren Vätern in Zucht und gutem Beiſpiel vernachläſſigt zu werden, in Rettungshäuſern Tugend, Fleiß und Thätigkeit liebgewinnen ſollen, ſo haben die Ge⸗ meinden ſpäter weniger Taugenichtſe zu nähren, weniger Feld⸗ und Gartenfrevel zu befürchten ꝛc., und legen ein Kapital an, das reichlich verzinſt wird, hier und dort.
Frühlingswehen durchdringt die Natur; möchte es auch Frühling ſein in den Herzen, daß die Saat des Guten, geſchützt durch Glaubensmuth und Begeiſterung für wahren Fortſchritt unter der Pflege einſichtsvoller Männer heran⸗ reife zu fröhlicher Erndte!
Wetterauiſcher Peſtolozzi-Verein.
Die Freunde des beabſichtigten und nun hinlänglich vorbereiteten Wetterauiſchen Peſtalozzivereins werden erſucht, ſich Mittwoch den 11. März zu einer Verſammlung in Friedberg einzufinden, worin die Statuten berathen werden ſollen. Als Lokal iſt der Verſammlung der Saal des Rath⸗ hauſes eingeräumt worden. Der Anfang iſt um 2 Uhr
Nachmittags. F. Lauckhard. Curtman. Kirchenbuchs-Auszug vom Januar 1846. Friedberg.
Getraute:
11. Johannes Bechſtein II., Bürger und Lederhändler da⸗ hier, des hieſigen Bürgers und Lederhändlers Jacob Bechſtein ehelich lediger Sohn und Anna Maria Eliſa⸗ betha Müller, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Weißgerbermeiſters Emmerich Müller ehel. ledige Tochter.
12. Wilhelm Chriſtoph Nies, Gr. Heſſ. penſionirter Ober⸗ lieutenant, des zu Gießen verſtorbenen Criminalgerichts⸗ Aſſeſſors und Hofgerichts⸗Advocaten Wilhelm Nieß ehe⸗ lich lediger Sohn und Katharina Wilhelmine Peſtel, des zu Bingen verſtorbenen Kaufmanns Georg Peſtel ehelich ledige Tochter.
25. Karl Friedrich Pinkert, hieſiger Bürger und Schneider⸗ meiſter, des weiland hieſigen Burgers und Schneider⸗ meiſters Peter Pinkert ehelich lediger Sohn und Anna Maria Beſt, geb. Kopp, des verſtorbenen hieſigen Buͤr⸗ gers und Dachdeckermeiſters Chriſtian Beſt hinterlaſſene Wittwe.
25. Ernſt Philipp Philippi, hieſiger Bürger und Gerber⸗ meiſter, des hieſigen Bürgers, Gemeinderaths und Gaſtwirths Philipp Philippi ehelich lediger Sohn und Eliſabetha Margaretha Engel, des hieſigen Bürgers u. Metzgermeiſters Chriſtoph Engel ehelich ledige Tochter.
25. Johann Nikolaus Rückert, hieſiger Bürger und Schuh⸗ machermeiſter, des weiland hieſigen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Johannes Rückert ehelich lediger Sohn und Maria Eliſabetha Feudtner, des hieſigen Bürgers und Buchdruckers Peter Ludwig Feudtner ehelich ledige Tochter.
27. Georg Müller, Bürger zu Romrod und Kataſtergehuͤlfe zu Alsfeld, des Bürgers und Ackermanns Abel Müller zu Romrod ehelicher lediger Sohn und Philippina Margaretha Kram, des hieſigen Bürgers und Bäcker⸗ meiſters Friedrich Kram ehelich ledige Tochter.
29. Johannes Glaatz, Ortsbürger und Schäfer zu Rod⸗ heim, ehelich lediger Sohn des Schäfermeiſters Niko⸗ laus Glaatz zu Rodheim und Philippine Kroner, ehel. ledige Tochter des Stadtſchäfers Konrad Kroner dahier.
Getaufte:
4. Eine uneheliche Tochter, Eliſabetha, geb. den 25. De⸗ zember 1845. i
8. Dem hieſigen Bürger, Küfer⸗ und Bierbrauermeiſter Heinrich Schutt ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geb. den 26. Dezember 1845. b
8. Dem hieſigen Bürger und Bäckermeiſter Adam Rauſch eine Tochter, Anna Philippine, geb. den 24. Dec. 1845.
11. Dem hieſigen Bürger und Buchbindermeiſter Karl Chri⸗ ſtian Nagel eine Tochter, Katharina Eliſabetha Auguſte, geb. den 10. Dezember 1845.
18. Dem hieſigen Bürger, Metzgermeiſter und Wirth Jacob Nikolaus Müller ein Sohn, Karl Nikolaus, geb. den 31. Dez. 1845.
18. Dem hieſigen Burger und Glaſermeiſter Nikolaus Mylius eine Tochter, Urſula Maria, geb. den 7. Jan.
18. Dem hieſigen Bürger und Werkmeiſter der Tabaksfabrik von Morell u. Hertwig Georg Ferch ein Sohn, Karl Julius Wilhelm, geb. den 20. Dezember 1845.
19. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Fauſt eine Tochter, Anna Katharina, geb. den 3. Jan.
21. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Alexander Gerhardt eine Tochter, Anna Maria, geb. den 10. Jan.
25. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Franz Albrecht Klein eine Tochter, Anna Regine Marie Louiſe, geb. den 22. Dec. 1845. ö
Beerdigte:
10. Maximilian Fetten, Gr. Heſſ. Chauſſee-Gelderheber⸗ und, Ortseinnehmer⸗Vicar, alt 52 Jahre, 1 Monat und 29 Tage, 1 den 8. Jan.
18. Anna Katharina Gröninger, geb. Raab, des verſtorbe⸗ nen hieſigen Bürgers und Wirths Georg Gröninger hinterlaſſene Wittwe, alt 33 Jahre, 6 Monate und 9 Tage, 7 den 16. Jan.
20. Ein todtgebornes Söhnchen, geb. den 18. Jan.
26. Suſanna Bopp, geb. Weckerling, des hieſigen Bür⸗ gers und Bäckermeiſters Johann Heinrich Bopp Ehe⸗ frau, alt 37 Jahre, 5 Monate und 12 Tage, 1 den 24. Jan.
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