Ausgabe 
10.10.1846
 
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Herrn charak⸗ Mann,

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Schule vorzuſtehen, und dann bleibt ihm auch das Eine, das ihm vor Allen Noth iſt, der unvergängliche, ewig grünende Frühling des Herzens!

Doch ich vertiefe mich in Betrachtungen, die dem Leſer langweilig ſein könnten. Darum rufe ich den wackren Leh rern und ihren Leitern, die ich am 1. Sept. in Ulrichſtein kennen lernte, den alten Gruß zu, den man auf den Ber gen einander weihet, indem ich ihren Beſtrebungen weihe ein herzlichesGlückauf!!!

Am 1. September 1846. b

Butzbach Anfangs Oktober 1846.

Die allgemeine Theilnahme, welche die Schleswig Holſtein'ſche Frage in ganz Deutſchland gefunden, hat ſich auch hier auf das lebhafteſte ausgeſprochen und in einer mit zahlreichen Unterſchriften bedeckten Adreſſe, welche im verfloſſenen Monate abging, ausgedrückt.

Am 1. d. M. wurde im Vereinslocale des hieſigen Zweigvereins der Guſtav-Adolf⸗Stiftung von 95 Mitglie⸗ dern in einer außerordentlichen Verſammlung eine protokol lariſche Erklärung gegeben, nach welcher die Abſtimmung der Majorität auf der letzten Generalverſammlung des G.⸗A.⸗Vereins zu Berlin gegen Rupp mißbilligt wird. Zugleich wird die Hoffnung und der Wunſch ausgeſprochen, daß die höhere Bedeutung des G.-A.-Vereins Einheit der evangeliſch-proteſtantiſchen Kirche in Glaubensfreiheit

und durch das Band der Liebe fur die Zukunft ſiegreich gerettet werde. Dieſe Erklärung ſoll an den engeren Aus ſchuß in Darmſtadt eingeſendet werden.

Hülferuf an Menſchenfreunde.

Nach Gr. Landeszeitung Nr. 247, Sonntag den 6. Septbr. l. J., Art. Schotten den 3. Septbr. iſt in Betzenrod, des Unterzeichneten Geburtsort, ein ſolches Brandunglück ausgebrochen, wo die Noth und der Jammer der Abgebrannten jedes wahre Menſchenherz ergreift und zur Theilnahme ſtimmt. Um ſo vielmehr wird dieſe Theil nahme von Jemand zu erwarten ſein, der an dem verun glückten Dorfe einſtens daheim war, es ihm auch Niemand wird verargen, wenn er ſie laut werden läßt, daß er Andere dazu ergebenſt erſucht, als: namentlich Menſchenfreunde in Friedberg und in der Umgegend. Aus zuverläſſiger Quelle iſt bekannt, daß 10 Familien, außer dem Leben und ihrem Vieh, Nichts, gar Nichts gerettet haben und ihr Ver luſt iſt um ſo empfindlicher, als die abgebrannten 17 Ge bäude kaum zu 5000 fl. in der Brandkaſſe verſichert ſind.)

Oberrosbach den 2. September 1846.

Rahn, erſter Pfarrer daſ.

) Einer meiner Geſchäftsfreunde, Herr C. S., übergab mir für die ſo ſehr bedrängten Betzenroder 1 fl. mit dem Wunſche, mich, wie bereits Herr Domänenrath Buß in Nr. 74 d. Bl. gethan, zur Empfangnahme und Weiterbeförderung von milden Gaben für die unglücklichen Betzenroder in dieſem Blatte bereit zu erklären. Indem ich dieſem Wunſche ſehr gerne entſpreche, bemerke ich noch, daß ich den Empfang der bei mir eingehenden Gaben in dieſem Blatte beſcheinigen werde. C. Bindernagel.

Bekanntmachungen von Be⸗ hörden.

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Verſteigerung.

(1346) Montag den 12. Oktober, Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathbaus eine, den Johannes Waßmuths Erben dahier gehörende, in dem großen Galgenfelde liegende Parzelle, baltend 228 Ruthen oder 446 Klft., beim Dachspfad, an der Landſtraße, an Hein rich Horn, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 9. September 1846. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Bekanntmachung. (1452) Als Zahltag bei gräflich Solms⸗ Rödelheim'ſcher Kammercaſſe dahier iſt der Freitag beſtimmt, was hiermit zur öffent Kenntniß bringt

Aſſenheim am 1. Oktober 1846. Der Rentamtmann Pedraglia.

Oeffentliche Aufforderung.

(14610 ueber das Vermögen der Chriſtian Eckmäyers Eheleute zu Niedermöͤrlen iſt von Großh. Hofgericht zu Gieſſen der förmliche Concursproceß erkannt, und es iſt dem hie ſigen Landgericht deſſen Leitung übertragen worden.

Demgemäß werden Alle, welche an das benannte Vermögen aus irgend einem Rechts grunde Anſprüche erheben zu können glauben, hiermit aufgefordert, dieſelben um ſo gewiſſer

Mitlwoch den 2. Dezember,

5 Vormittags 9 Uhr, dahier anzugeben und zu begründen, als ſie ſonſt von der Concursmaſſe ausgeſchloſſen werden.

Bevollmächtigte einzelner Glaͤubiger können

nur dann zugelaſſen werden, wenn ſie ſich durch ſpecielle, gerichtlich beglaubigte, die Be ſugniß zur Abſchließung eines Vergleichs und zur Erklärung über Veräußerung und Ver waltung der Maſſe ausdrücklich enthaltende Vollmacht auszuweiſen vermögen. Butzbach den 26. September 1846. Großh. Heſſ. Landgericht Mosler.

Holz ⸗Verſteigerung.

(1462) Montag den 12. d. Mts., Früh 9 Uhr, werden im Diſtricte O an der Frank furter Straße anfangend, 10½ Stecken Buchen, Eichen- und Nadel Scheitholz, 28 Stecken Eichen- und Nadelprügelholz, 174 Eichenſtockholz, 837½ Stück Buchen, Ginſter⸗ und Nadel⸗ Wellen, 2 Laſt Allerleiholz und 9 Stück Nadelſtangen von zuſam men 30 Cubikfuß, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Bei Regenwetter wird die Verſteigerung im Wirthshauſe zum Hirſch dahier abgehalten. Ockſtadt am 6. Oktober 1846. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt. An ge er.

5000 Gulden

(1463) werden fur die hieſige Gemeinde zu 4 pCt. Zinſen zu leihen geſucht. Dornaſſenbeim den 3. Oktober 1846. Der Herzogl. Naſſ. Schultheiß Herber t.

Ankauf von Lebensmitteln.

(14600 Da Montag den 16. dieſes Monats, des Vormittags 10 Uhr, in der hieſigen Rei⸗ tercaſerne die Lieferungen bedeutender Quan⸗ titäten an Kartoffeln, Erbſen, Bohnen, Linſen und Sauerkraut für die Menagen hieſiger Gar niſon mittelſt Verſteigerung an den Wenigſt⸗ fordernden in Accord gegeben werden ſollen,

ſo ſetzt man die Steigluſtigen hiervon in Kenntniß. Butzbach den 8. October 1846. J. A.: Cellarius, Oberquartiermeiſter.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(1465) Montag den 19. Oktober l. J., Vormittags 10 Ubr, wird auf hieſigem Rath⸗ hauſe die Lieferung von 1000 Stück 3 Fuß langen, 8 Zoll breiten, 6 Zoll dicken Grenz⸗ ſteinen unter den bei der Verſteigerung be kannte gemacht werdenden Bedingungen, öf fentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert. Friedberg den 6. Oktober 1846. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.

Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn.

(1466) Der Transport von 4000 Stück Schienen, im Gewichte von etwa 15,000 Centner, von dem Mainufer bei Frankfurt, zur Hälfte nach Butzbach und zur Hälfte nach Friedberg, wird Mittwoch den 14. d. M. Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier öffentlich verſteigert. Friedberg den 6. Oktober 1846.. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand.

Verpachtung.

(1467) Donnerſtag den 15. Oktober, Mor⸗ gens 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathhauſe, nachſtebende, der Stadt gehörende Grundſtücke, auf ſechs Jahre öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet, als:

1) die vordere Pfingſtweide, in 15 Abtheil., (hierunter iſt ein Theil der Pfingſtweide begriffen, welcher noch nicht urbar war,)

2) hintere Pfingſtweide, in 13 Abtbeilungen,

3) die Sauweide, in 11 Abtheilungen,

4) das ſogenannte Dreieck,