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Privat⸗ Bekanntmachungen.
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Geſchäfts-Eröffnung.
(142) Ich beebre mich einem geehrten Publi⸗ kum ergebenſt anzuzeigen, daß ich das Schnei⸗ der-Geſchäft als Herrnkleidermacher etablirt babe, und werde mir's angelegen ſein laſſen, ſtets nach der neueſten Facon und Dauerhaf⸗ tigkeit zu arbeiten. Reelle und billige Bedie⸗ nung verſpricht Friedberg. C. Werner, wohnhaft bei Hrn. Ch. Stadelmann auf der breiten Straße.
Ein junger Mann, (14) aus einer angeſehnen Familie, ſeit⸗ her Eleve auf einem der bedeutenſten Güter Rheinheſſens, verſeben mit den beßten Zeug⸗ niſſen, ſucht eine Stelle als Volontair oder Verwalter. Gefällige Offer ten befördert die Expedition d. Bl.
Geſchaͤfts-Eroͤffnung.
(96) Ich beehre mich einem geehrten Publi— kum ergebenſt anzuzeigen, daß ich das Schnei⸗ der⸗Geſchäft als Herrnkleidermacher nun auf eigene Rechnung betreiben will, und werde mir's angelegen ſein laſſen, ſtets nach der neu— ſten Facon und Dauerhaftigkeit zu arbeiten. Dem ferneren Wohlwollen empfieblt ſich er—
gebenſt Heinrich Sauer, wohnhaft bei Wittwe Dienſtbach
. an der Kloſtercaſerne.
Friedberg den 21. Januar 1846.
Verſteigerung.
(115) Die unterzeichneten beabſichtigen thei⸗ lungshalber 3 Pferde, ein Grauſchimmel poln. Race, 6 Jahre alt, ein ſchwarzes Wallachpferd holſt. Race, 7 Jahre alt, ein dgl. Stuten⸗ pferd holſt. Race, 6 Jahre alt, zwei Chai⸗ ſen, eine große zweiſpännige, beinahe neue mit Reiſekoffer ꝛc. und eine ein⸗ und zwei⸗ ſpännige in gutem Zuſtande, ein großer zweiſpänniger Wagen, ein einſpänniger dgl., beide mit eiſernen Achſen und allem Zuge⸗ hör, mehrere ſich in ganz gutem Zuſtande befindliche Chaiſen⸗ und Wagengeſchirre und circa 100 Centner Heu, Donnerſtag den 19. Februar, Morgens 10 Uhr, einer freiwilligen Verſteigerung in ihrer Woh⸗ nung auszuſetzen. Sollten Liebhaber Verkäufe aus der Hand wünſchen, ſo kann auch hierin willfahrt werden. Butzbach den 28. Februar 1846. G. Zell und C. Becker.
Louis Lind, Conditor, in Gießen, L. A. 189. am Kirchenplatz.
(155) empfiehlt ſich mit neuen fpaniſchen Weintrauben, Feigen, Datteln, ital. Haſſel⸗ nüſſen, Tafelroſinen und Mandeln, in ſpani⸗ ſchen Brünellen, Mirabellen und Pflaumen zu Combots, ſüße und bittere Orangen, Citro⸗ nen, ital. Maronen und Teltower Rübchen, ruſſiſche Caviar, Cabliau, Bremer⸗Briken, Sardellen und Pollbüͤkinge, Schweizer Kräu⸗ terkäſe, Macaroni, Sago, Düſſeldorfer Seuf in Töpfen, alle Sorten Gewürz⸗ und Geſundheits⸗Chocolade und Thee in Buͤchſen, Vanille, Citronate und Pommeranzen⸗Schaale candirt, Mandelkleie, Backopladen und eau de cologne, feinſtem Arract und Rhum, Bi⸗ ſchoff⸗ und punſch⸗Eſſenz, allen Sorten feinen
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und mittelfeinen Liquere, altem Madeira und Malaga, ſowie auch vorzüglich in allen Con⸗ ditoreien, als Torten, Tafel⸗Aufſätze, Deſſert⸗ und Theebackwerk bei Bällen, Soirces Thee— dansant ic. im feinſten und neueſten Ge⸗ ſchmack und zu billigſtem Preiſe—
Zur Beachtung.
(1560 Ich beabſichtige mein Wohnhaus auf ſechs Jahre zu vermiethen.— Auch verkaufe ich aus der Hand einen Mutter⸗Eſel nebſt Wägelchen mit eiſernen Achſen und einen Ofen, da ich in meine Vaterſtadt Stuttgart zurückkehre. Butzbach den 5. Februar 1846. Joh. Heils II. Wittwe. Verpachtung. (1570 Den mir als Beſoldung überwieſenen ſ. g. Rain am Seergraben beabſichtige ich ab⸗ theilungsweiſe auf Lebensdauer aus der Hand zu verpachten, wozu ich Pachtliebhaber einlade. Friedberg im Februar 1846. Meyer.
Warnung.
(158) unterzeichnete warnen hierdurch Jeder⸗ mann, ihrem Sohne Wilhelm Seibold, Spanſäuhändler aus Vilbel, durchaus Nichts zu leihen, weder an Geld noch an Sachen, indem ſie in keiner Weiſe dafür aufkommen werden und bemerken dieſelben zugleich, daß dieſe Beſtimmung ſchon am 5. Januar 1846 in Kraft getreten.
Die Cheleute Conrad Seibold II.
in Vilbel.
Großherzoglich Badiſches Staats-Anlehen
von 14,000,000 Gulden.
(139) Hauptgewinne: fl. 50,000, fl. 15,000, fl. 5000, 4 mal fl. 2000, 13 mal fl. 1000, ꝛc. Geringſter Gewinn fl. 42. Die erſte Ziehung findet am 28. Februar in Karlsruhe ſtatt und ſind hierzu die Original Obligations-Looſe für fl. 40 gegen portofreie Einſendung des Be⸗ trags bei unterzeichnetem Handlungshauſe zu
erhalten. Moriz J. Stiebel, Banquier in Frankfurt a. M.
N. S. Die in obiger Ziehung ohne Ge— winn verbliebenen Looſe werden bis zum 1. April a. 6. für fl. 38 wieder zurückgekauft.
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Nro. 4. des
Wetterauer Sonntagsblattes
(von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben.
Inbalt:„Das Reich Gottes iſt in⸗ wendig in euch.“— Auch der Arme ſoll erzogen werden.—
SS h——
Frankfurter Gold-Cours vom 5. Februar.
5„ Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 27 Engliſche Souverains 11155
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Kirchliche Anzeigen für Friedberg.
Sonntag Septuageſimä den 8. Febr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Göring. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde:
Herr Candidat Ch riſt.
Fruchtpreiſe
5. Feb. 30. Jan. 27. Jan.
Gattung. ried⸗ f Groß⸗
5 1 Mainz gerau
fl.] kr. fl. kr. fl. kr.
Waizen pr. Malter] 14 301427 12 30 Korn 7 7. 11 4012 18111 30 Gerſte„ 8— 97 835 Hafer„„ 420 5 31 4/45
Polizei⸗Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis 13. Februar 1846.
— a Fried⸗ Butz⸗ E Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8 f kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 5—1 41— 2„— 81— 44 16— 16 Lth Lth. — Milchbrod 103 13 — Waſſerweck l — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 13 ¼⁴ B14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 10 5 55 2 15 2 1 2 gemäſtete— „Kühfleiſch e 88 l z. gemäſtetes 8— 81— „Rindſleiſch ungemäſtetes 7——— „ Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 9 3 „Hammellleiſch 8— 8— „Schaaflleiſch 5 6— 1 54— „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 144 3 14 2 „Schwartenmagen 15— 15— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— „Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 181.— „Nierenfett 20— 20— „Hammelsfett 151— 15— Der Gr. Heſſ, Kreisrath d. K. Friedberg Küchler.
Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius.
Gedruckt und verlegt umer Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.


