Ausgabe 
7.2.1846
 
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Intelligenz-Olatt

für die

Provinz Oberheſſen

im Allgemeinen,

die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

WII. Sonnabend, den 7. Februar 1846.

Auszüge aus dem Regierungsblatte.

Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 3 von 1846.

I. Beſtätigung von Stiftungen und Vermächtniſſen im 4. Quartale 1845: 1. des verſtorbenen Zehntverwalters Neuſchäfer zu Battenberg von 100 fl. für die daſigen Armen und von 100 fl. für die Schule daſelbſt; 2. der zu Mainz verſtorbenen Anna Maria Theuer⸗ kauf von 300 fl. für die kathol. Kirche von St. Ignaz daſelbſt zur Ab⸗ haltung eines Anniverſariums; 3. der Maria Koch von Alzey von 100 fl. für die kath. Kirche daſelbſt zur Stiftung eines jährlichen Amtes; 4. der verſt. Gimpel Kaufmanns Eheleute zu Oberſeemen von 600 fl. für die daſige Judenſchaft; 5. der Wittwe des Matthias Kronauer zu Herrns⸗ heim von 100 fl. für die daſige kath. Kirche zur Abhaltung eines Jahres⸗ gedächtniſſes für Matthias Kronauer; 6. der Alexander Fiſchers Wittwe zu Hainbach von 200 fl. für die Wittwen und Waiſen zu Hainbach; 7. des Johannes Müller I. und Peter Müller II. zu Gonſenheim pon 500 fl. zur Unterſtützung der Ortsarmen das.; 8. des Ortsbürgers Joh. Georg Möbs zu Niedermörlen von 100 fl. an die kath. Kirche daſ. für Abhaltung zweier Jahrgedächtniſſe; 9. der zu Worms verſt. Wittwe des Rentners Friedrich Pascal Eudel v. Thouron, Charlotte Gabriele Eudel, geb. Marquiſe de Folleville, von 300 fl. zu Gunſten der kath. Kirche von St. Peter zu Worms für Abhaltung eines Seelenamtes; 10. der Margaretha Jung von Obererlenbach von 125 fl. an die daſige kath. Kirche, für Abhaltung zweier Seelenämter und eines Engelamtes, und der dieſem Vermächtniſſe von der Wittwe Eliſabetha Rupp zu Oberer lenbach beigefügten Schenkung von 25 fl.; 11. des verſt. Carl Schloſſer zu Darmſtadt von 4000 fl. zu Gunſten der Stadt Darmſtadt für Unter⸗

ſtützung unbemittelter Bürgerſöhne aus Darmſtadt zur Erlernung eines

Handwerks oder einer Kunſt, unter dem Namen derCarl Schloſſer'- ſchen Stiftung; 12. der verſt. Catharina Franziska von Bocken beim an die kath. Kirche zu Heidesheim, von 100 fl., zur Anſchaffung von Brod, für die Armen zu Heidesheim.

VI. Concurrenz für: die evang. Schullehrerſtelle zu Franken⸗ hauſen, Kreis Dieburg, mit jährlich 215 fl. und 24 kr. für Heizung des Schullocals.

s VII. Geſtorben find: am 23. Dec. 1845 der 1. Landgerichts⸗ diener Behrmann zu Homberg; am 4. Jan. der Phyſikatschirurg Kreß zu Neckarſteinach; am 5. der Geh. Medieinalrath Dr. Balſer zu Gießen; am 7. der penſ. Schullehrer Amend zu Allendorf an der Lumda.

Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 4. von 1846.

III. Dienſt nachrichten: Am 27. Dec. 1845 wurde der von dem Herrn Fürſten zu Iſenburg-Birſtein auf die evang. Schullehrerſtelle zu Offenthal präſentirte Schuloſcar Hepding daſelbſt für dieſe Stelle be⸗

ſtätigt; am 31. der von dem Herrn Biſchof Dr. Kaiſer zu Mainz dem bisherigen Pfarrer und Decan Greſſer zu Offenbach ertheilten Nomination als ſechſter Domcapitular die landesherrliche Beſtätigung ertheilt; am 1. Jan. Bernh. Beſſunger von Darmſtadt zum Oberpoſtinſpections-Expedien⸗ ten und Joh. Weigand dahier zum Kanzleidiener bei der Oberpoſtin⸗ ſpection ernannt; am 6. dem Friedensgerichtsſchreiber⸗Aſpiranten Bruck zu Alzey die Stelle eines Polizei-Commiſſärs zu Worms; dem Schulcan⸗ didaten Kraus zu Weidenhauſen die Schullehrerſtelle daſ. übertragen, und der von dem Herrn Grafen zu Stolberg Roßla und Ortenberg auf die evang. Schullehrerſtelle zu Niederſeemen präſentirte Schulcandidat Knauß daſ. für dieſe Stelle beſtätigt.

Iv. Geſtorben ſind: am 6. Dec. 1845 der Schullehrer So m⸗ mer zu Bieber, und am 31. der evang. Pfarrer Schack zu Hangen⸗ weißheim.

Was bedeutet der Ortsname Vilbel.

Vilbel hieß in älteſter Zeit Velavilre, Felwila (ſprich: Velavilre, Felwila, mit kurzem e in der erſten Sylbe). Das iſt Zuſammenſetzung) aus dem altdeutſchen Worte: die Velawa, Felwa, Velwe, welches die Weide, be ſonders die hochſtämmige, bedeutet, und 2) aus dem von lateiniſch villa, welches hier ſo viel wie Dorf bedeutet, ins Altdeutſche aufgenommenen Worte wila, jetzt-weil an Orts namen(3. B. in Petterweil d. i. Petersdorf, ꝛc.), und dem davon abgeleiteten wilari, wilæere(gekürzt wilre), jetzt der Weiler. Alſo bedeutet Velawilre, Felwila), Velwil (1324), jetzt Vilbel;Ort, deſſen Bezeichnung oder beſon deres Kennzeichen die hochſtaͤmmige Weide iſt. Lateiniſch würde man es etwa Salicivilla überſetzen.

Eben ſo iſt die Eſchbach(ehedem Aseipah, Asche bach) nach der Eſche(altdeutſch asc) und die Erlebach (vor Alters Arilbach) nach der Erle(altdeutſch erila d. i. arila) genannt, und nach dieſen Bächen haben die daran

liegenden gleichnamigen Orte ihre Namen erhalten. W.

) Eigentlich lautet die Zuſammenſetzung Velaw-wilre, Felw-WIIg. Die 2 w vereinigen ſich aber zu einem und dieſes eine wird nach und er neudeutſch gewöhnlich zu b. Das i nach W jetzt iſt ver dorbene Ausſprache des frühern e.