Ausgabe 
3.10.1846
 
Einzelbild herunterladen

Vein, uiglieder big sein. ſagt be, nd zur elt der n dann Male 1 machen Y weder t allen eil big erkannt . auf⸗ r paar r Aus⸗ ein in en doch Muß. noch derdeg lauche Fr doch lichter, mator, daß ſch ſo, Eifer, wwerm⸗ e Alles Wort uf die Mar⸗ et den adj feſten dapps Er e und dem nge; chen Nier⸗ Tra⸗ einer iſt ja

313*

nen grobgegliederten, nervenfeſten, an derbe Koſt gewöhnten Landmann ohne Gleéhandſchuhe und Zeugſtiefelchen, ohne Lorgnette und Spazierſtöckchen à la Strohhalm. Laßt doch dem Bauer ſeinen Schnapps, zumal da man noch Patente ausſtellt für Schwarz'ſche Apparate, zumal da man jeden Tag weiter ſchreitet im Deſtilliren und Filtriren. Der Bauer iſt ein Freund des Geiſtes. Wenn du ihm helfen willſt, nur nicht mit Maͤßigkeitsvereinen. Allein wie da helfen? Turnen, das iſt uͤberflüſſiig, denn er turnt Jahr ein, Jahr aus und iſt darum friſch an Körper, frei von Krankheit, fröhlich im Herzen und fromm wie ſein Herr Pfarrer! Singen das geſchieht ja überall! Singvögel veceine, Bienenvereine, Landwirthſchaftsvereine, Guſtav⸗ Adolfsvereine, Peſtalozzivereine, die noch geboren werden ſollen, Miſſionsvereine und doch wird noch getrunken und geſoffen! Und wenn gar der Mäßigkeits verein einginge? dann wird es wohl nicht ärger werden, lieber Freund! Ich wüßte noch ein Mittelchen und das ſoll probat ſein: laß den Bauer leſen. Allein nicht immer in dem Geſang buch, in dem Katechismus, in der Bibel; er möchte ſonſt dieſe Bücher, heilig und verehrungswürdig, wie ſie ſind, in den langen Winderabenden gar bald bei Seite ſchieben, die Brille abthun, ſich die Augen ausreiben, die Glieder recken, gähnen und mißmuthig hinter der Bank hervorgehen und wohin? Ins Wirthshaus oder der junge Burſch in die Spinnſtube, dort getrunken und geplaudert hier ge trunken und Zoten geriſſen. Darum laßt ihn leſen in Lien hard und Gertrud, in der Spinnſtube, in den Dorfgeſchich ten; ſchreibt an die verſchiedenen Volksſchriftſtellervereine, correſpondirt mit den Buchhändlern, regt die Sache an, leitet ſie beſonnen und leſet mit dem Landmanne, damit er

was Vernünftiges zu denken hat und der Bauer hat Geiſt er denkt gern und ſcharf urtheilt grad und richtig und vergißt ſo den Branntwein und weiß nicht wie. Nicht wahr, lieber Landmann, ſo iſt es? Ich halte viel, Alles auf Dich halte Du aber auch ſelbſt auf Dich etwas und fuͤhle, daß Du in Deiner natürlichen Unverdorbenheit viel, viel leiſten kannſt! Sei Menſch, ſei Bürger und ſei Chriſt!

Aus zu ng

aus dem Civilſtands-Regiſter der iſraelitiſchen Religions Gemeinde zu Friedberg für das I. Semeſter 1846.

Geborne:

1. Dem hieſigen Einwohner und Kaufmann Lndwig Fürth eine Tochter, Emilie, geb. den 19. Februar.

2. Dem Bürger und Kaufmann zu Butzbach Gerſon Lind heimer eine Tochter, Sophia, geb. den 27. Februar.

3. Dem hieſigen Bürger und Kaufmann Iſidor Lindheimer eine Tochter, Rega, geb. den 23. Marz.

Getraute:

1. Ludwig Grödel, Bürger und Kaufmann dahier, ehelich lediger Sohn des hieſigen Bürgers und Kaufmanns Hirſch Baruch Grödel, und Eliſe Hanau, ehelich ledige Tochter des hieſigen Bürgers und Uhrmachers Löb Hanau, getraut zu Butzbach am 10. Februar.

2. Ludwig Simon, Bürger und Weißgerber dahier, ehelich lediger Sohn des Bürgers und Seifenfabricanten Gott ſchalk Simon zu Fauerbach II., und Henriette Gold mann, ehelich ledige Tochter des hieſigen Einwohners und Kaufmanns Lazarus Meier Goldmann, getraut dahier am 7 Juni.

Beerdigte:

1. Gottſchalk Hirſchhorn, hieſiger Einwohner und Han⸗ delsmann, 75 Jahre alt, ſtarb am 22. Februar.

2. Beß Mannheim, ledig, 83 Jahre alt, ſtarb am 3. Mai.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

rer

Verſteigerung. (1426) In Auftrag des Kaufmann Wilh. Kummich dahier werden deſſen, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung gelegene und in circa 16 Morgen beſtehende, Guterſtücke Mon. tag den 5. Oktober, Morgeas 9 Uhr, in bie⸗ ſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert, mit dem Anfügen, daß ſechsjährige Termine anberaumt, die Güterverzeichniſſe bei den einſchlägigen Flurſchützen in Friedberg, Fauerbach und Ockſtadt einzuſehen und Letztere beauftragt ſind, die einzelnen Parzellen den Steigluſtigen zu zeigen. 1

Friedberg am 28. September 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.

Bekanntmachung.

(1433) Nachdem die Gemeinde Heldenber⸗ gen und Namens derſelben der Gemeinderath daſelbſt die Rückzahlung des ganzen Reſtes von dem am 1. Januar 1838 negociirten An⸗ lehns von 68000 fl. auf den 3. Januar 1847 beſchloſſen hat, werden die Inhaber von Par⸗ tialſchuldſcheinen den 3. Januar 1847 bei dem Gemeindeeinnehmer Henſch dahier, oder bei dem Handlungshaus Hrn. Daniel Brandt in Hanau zu präſentiren und gegen Aus⸗ händigung dieſer guittirten Schuldſcheine die Kapitalienbeträge in Empfang zu nehmen, in⸗

dem von dieſem Tage an keine weitere Zin ſen mehr von der Gemeinde vergütet werden. Heldenbergen den 28. September 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter

Pauly.

Bekanntmachung.

(143 Freitag den 9. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, werden in dem Hofe des Militaͤr Lazareths dahier, namhafte Quantitäten alte Baumaterialien, wobei ſich insbeſondere meb rere Parthien noch gebräuchliche Thüren und Fenſter mit Beſchläge, ſodann 5 Oefen ꝛc. ꝛc. befinden, gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Friedberg den 1. Oktober 1846. J. A.: Geö lz. Oberquartiermeiſter. NUN

Privat Bekanntmachungen.

Anzeige. (14210 Alle Sorten Uhren, Gold-, Silber- und Neuſilberwaaren, Brillen, Thermometer und alle in dieſes Fach einſchlagende Artikel verkauft billigſt

Friedberg. L. Hanau, Uhrmacher. Kirchweihfeſt zu Bauernheim.

(14335) Sonntag den 4. und Montag den 5. October iſt bei Gelegenheit des Kirchweih⸗

feſtes bei mir gutbeſetzte Tarzmuſik(Trom⸗ peter des Reiter-Regiments in Butzbach) an⸗ zutreffen, wozu ich höflichſt einlade

Bauernheim. Gaſtwirth Walther

im Solmſiſchen Hof. Zu Verkaufen. (1136) Ein vollſtändig noch ganz neu und gut ervaltenes Buchbinder-Werkzeug iſt billig zu verkaufen. Bei der Exped. d. Bl. das Nähere. Ein vollſtändiges Logis

(11377) bat zu vermiethen und kann ſogleich

bezogen werden bei 1 Friedrich Briel in Friedberg.

Ein vollſtändiges Logis (138) iſt zu vermiethen und ſogleich zu bezieben. Desgleichen kann auch ein möblir⸗ tes Zimmer nebſt Kabinet vermiethet werden bei Schreinermeiſter Pfeffer.

Eine Wohnung,

(1439) beſtehend in einer heizbaren Stube, Kammer, Küche und Keller, nebſt Stall und Miſtplatz, hat zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Carl Häußers Wtw. in der Seemühle dahier.

Das Nauheimer Kirch weihfeſt

(14100 findet den 4. und 5. und das Nach⸗ kirchweihfeſt den 11. d. M. ſtatt. Zu bei⸗