Hebhaber 4 Aber. ſogleich Jaden etzt. telz.
de regel. s Jahr
für die
Provinz Ohberheſſen
im Allgemeinen,
die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
Ein neues Vierteljahr⸗ Abonnement
auf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. October. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.—
Intelligenz-Olatt
Abonuementspreis: das Viertelfahr 24 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Juſerate kommen in das Mittwochs⸗Blatt, und alle,
welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags⸗Blatt.
Carl Bindernagel.
Amtlicher Theil.
Verkauf von Schwytzer Zuchtſtieren betrff.
Gelegentlich des am 7. Oktober dahier in Gießen abgehalten werdenden Viehmarktes ſoll zur Erleichterung der Coneurrenz fur die Bewohner des weſtlichen und nörd— lichen Theils der Provinz Oberheſſen, unter freier Concur— renz für Inländer, eine Parthie der ſchönſten Schwytzer Zuchtſtiere, in der Hofraithe des Großherzoglichen Bürger— meiſters Reiber dahier,
Vormittags 10 Uhr, zur Verſteigerung gebracht werden.
Die Thiere ſelbſt ſind von Montag den 5. October an dahier in Gießen aufgeſtellt und von Liebhabern ein— zuſehen.
Gieſſen am 29. September 1846.
Der Präſident des landwirthſchaft. Vereins von Oberheſſen von Firnhaber-Jordis.
Friedberg den 25. September 1846.
Nachträglich zu dem Aufſatze vom 5. September d. J. Nro. 70. des Int. Blattes haben wir zu bemerken, daß eine neuere, nach der nun eingetretenen günſtigeren Witterung ſtattgehabte, Ermittelung des muthmaßlichen Kartoffelerträg— niſſes im Kreiſe Friedberg nunmehr die Ausſicht auf einen Geſammtertrag von 373,900 Malter, mithin von 61,497 Malter mehr, als früher, eröffnet hat. Zugleich fuͤgen wir dem, als Erwiederung auf eine Anfrage in der Grßh. Heſſ. Zeitung, noch die Bemerkung bei, daß in der in jenem Aufſatze enthaltenen Annahme des Brodfrucht-Bedarfs den eingelaufenen Berichten zufolge zugleich das Bedürfniß fur
die Ausſaat inbegriffen war. Dagegen war dabei auf einen Verbrauch als Viehfutter aus dem Grunde nicht gerechnet, weil ein ſolcher Verbrauch nicht nothwendig und bei dem Stande der jetzigen hohen Preiſe auch weder lohnend, noch wahrſcheinlich iſt.
Dem nachfolgenden Aufſatze laſſen wir das Sprüchlein vorausgehen, welches, wie uns Göthe auf S. 17 Bd. 20 ſeiner ſämmtlichen Werke erzählt, an der Wand des Rath— hausſaales zu Frankfurt zu leſen war:
Eines Mannes Rede Iſt keines Mannes Rede: Man ſoll ſie billig hören beede. Die Redaction. Vom Hüttenberg im Auguſt 1846.
An die Mäßigkeitsvereinsfreunde!
Mäßigkeit— Branntwein— das ſind zwei große Feinde, von welchen einer dem Andern den Rang ablaufen möchte, ohne daß ſie es bisher fertig gebracht haben, ſind zwei ſo unvereinbare Stoffe, wie ungeloſchter Kalk und Sand, ſo daß, wie bei dieſen, ſo auch hier Waſſer hinzu— gegoſſen werden muß, um eine Verbindung zu bewerkſtelligen. Um deßhalb auf der einen Seite der jungfräulichen Süßlich— keit, womit man die Sache oft betreibt, auf der andern Seite dem vagabundirenden Fuſelgeiſte entgegenzutreten, er— laube ich mir hiermit, beide Gegner zu einem kleinen Gläs— chen Bitterwaſſer oder auch Magenbitter einzuladen, weil beide Ingredienzien ſowohl den Durſt löſchen, als auch nicht leicht eine zu große Portion wünſchen laſſen, ſomit Durſt und Mäßigkeit zufrieden ſtellen und die Verdaulichkeit der
2


