Ausgabe 
1.8.1846
 
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unter einem großen Zuſammenfluſſe von Menſchen aller Confeſſionen und im Beiſein des Herrn Hofpredigers Dr. Zimmermann, der im Auftrag des Centralvorſtandes, wie anch des eng. V.⸗R. zu Darmſtadt eine Weiherede hielt, verſenkt und ſteht nunmehr zu hoffen, daß nach Ab⸗ lauf einer Jahresfriſt das Kirchlein vollendet ſein wird. Mögen dann Viele in ihm auf den Weg des Heiles gewieſen und die Geſetze und Steige des Herrn gelehret werden! Wenden wir uns jedoch nunmehr zu unſerm Wet⸗ terauer Zweigvereine ſelbſt und ſehen wir, welche Stellung er zum gröͤßern Ganzen einnimmt. Die Thaͤ⸗ tigkeit unſeres Zweigvereins erſtreckt ſich auf ſämmtliche prot. Gemeinden des Dek. Friedberg, ferner auf Beienheim, Lan⸗ genhain, Melbach, Sbdel, Steinfurth im Dek. Butzbach, Fauerbach II. im Dek. Aſſenheim, Rockenberg im Dek. Hungen und die Gemeinden des Dek. Rodheim, mit Ausnahme von Bönſtadt, Holzhauſen und Niedereſchbach, wo bisher noch Niemand, wenigſtens noch Niemand, von dem es uns bekannt geworden wäre, dem Vereine beigetreten iſt. Im vorigen Fahre zählte unſer Zw.⸗V., ungerechnet die Herrn Cand. der Theologie und Schullehrerſeminariſten 554 Mit⸗ glieder und zwar 2 in Altenſtadt, 1 in Aſſenheim, 12 in Beienheim, 1 in Bruchenbrücken, 30 in Burggräfenrode, 1 in Dorheim, 80 in Fauerbach II., 1 in Florſtadt, 1 in Frankfurt am Main, 221 in Friedberg, 2 in Großkarben, 28 in Heldenbergen und Buͤdesheim, 1 in Hochweiſel, 1 in Höchſt a. d. N., 1 in Ilbenſtadt, 46 in Kaichen, 1 in Kleinkarben, 1 in Langenhain, 51 in Melbach, 1 in Nie⸗ derrosbach, 30 in Niederweiſel, 1 in Oberau, 1 in Ober⸗ eſchbach, 1 in Oberrosbach, 1 in Ockſtadt, 1 in Okarben, 32 in Oſtheim, 1 in Petterweil, 1 in Rendel, 1 in Rod⸗ heim, 1 in Rockenberg, 1 in Södel, 1 in Staden, 1 in Steinbach, 1 in Steinfurt, 2 in Vilbel. Abſichtlich habe ich die einzelnen, zu unſerem Zweig⸗Vereine gehörigen Orte mit Angabe der in ihnen lebenden Mitglieder genannt, weil ich vorausſetzen mußte, daß aus jedem Orte Jemand hier anweſend ſei und weil ich gerade von dieſer Speziali⸗ tät einen Gewinn für die Sache zuverſichtlich erwarte. Von dieſen 554 Mitgliedern ſind, nach den bisher uns zu⸗ gekommenen Benachrichtigungen, im Laufe des Jahres abge⸗ gangen 1 Mitglied in Aſſenheim, 1 in Frankfurt, 3 in Friedberg, 1 in Hochweiſel unſer lieber und vereheter Freund, der ſelige Pfarrer Schaum, 30 in Niederweiſel, 32 in Oſtheim, welche ſich dem Butzbacher Zw. V. ange⸗ ſchloſſen haben im Ganzen alſo 68 Mitglieder. Da⸗ gegen aber ſind dazugekommen in Altenſtadt 19, in Beien⸗ deim 11, in Friedberg 1, in Großkarben 53 und in Södel 106, im Ganzen 189 Mitglieder, ſo daß wir jetzt deren 675 zählen. Im Jahre 1845 hat unſere Einnahme an Beiträgen in 304 fl. 29 kr. an Caſſevorrath in 6 fl. 44 kr., an Zinſen von einem aus früher überwieſenen, im Mathil⸗ denſtifte angelegten Capital von 100 fl., in 3 fl. 40 kr., an verſchiedenen Einnahmen, die mir oft Kreuzerweiſe zuge⸗ kommen ſind, in 15 fl. 51 kr. zuſammen in 44 kr. beſtanden, von welcher Summe 300 fl. dem eng. V.⸗R. zu Darmſtadt überſendet, 9 fl. 23 kr. für unein⸗ bringlich erkannt und 14 fl. 8 kr. für Verwaltungskoſten, Porto, Botenlohn ꝛc. verwendet wurden, ſo daß beim Caſ⸗ ſenſchluß am 29. März d. J. 7 fl. 13 kr. Aktivrezeß vor⸗ handen waren. Sowohl die Abrechnung des Hrn. Caſſirers, wie auch die meinige, habe ich zu Jedermanns gefälliger

Einſicht mitgebracht und hier offen gelegt. In dieſem

Jahre haben wir die Erhebung der Beiträge großentheils bis jetzt verſchoben, um bei der herrſchenden Theuerung mit unſeren Anforderungen nicht beſchwerlich zu fallen. Doch liegen ungefähr 150 fl. zur Abſendung nach Darm⸗ ſtadt bereit. Wir werden Ihnen nachher ſowohl über

die Erhebung der Beiträge in den folgenden Jahren!), wie über die Verwendung der diesjährigen Einnahme) einige Vorſchläge zu machen uns erlauben.

Wir können uns 1 Hochverehrte, daß zwar in unſerm Kreiſe für die G.⸗A.⸗St. ſchon Vieles ge⸗ ſchehen iſt, ebenſowenig aber können wir uns darüber täuſchen, daß das, was wir ſpeben viel genannt haben, nur erſt ſehr wenig iſt im Verhältniß zu dem, was nach der Zahl der in unſerm Sprengel lebenden Proteſtanten geſchehen könnte, ja im Verhältniß zu dem, was in an⸗ dern Bezirken wirklich geſchieht, wie Sie aus der nach⸗ her unter Sie zu vertheilenden Ueberſicht entnehmen wer⸗ den, wie auch ſchon daraus hervorgeht, daß in den meiſten der oben genannten Orte nur ein Mitglied des Vereins, welches meiſtens der jeweilige Geiſtliche iſt, ſich befindet. Gewiß werde ich darum nicht mißverſtanden, wenn ich um der guten Sache willen den herzlichen Wunſch hier ausſpreche, es möge doch Jedermann, der irgend einen Einfluß auf ſeine Umgebung zu üben im Stande iſt, den⸗ ſelben wie zu jedem Guten, ſo namentlich auch dazu be⸗ nützen, daß die Theilnahme an dem Werke der G.⸗A.⸗St. immer mehr und mehr auch in unſerm Bezirke ſich ſteigere, ein Wunſch, der zwar vorzugsweiſe, aber doch nicht ausſchließlich auf Geiſtliche und Lehrer, ſondern auf

Jeden ſich bezieht, der ein Kind iſt unſerer ehrwürdigen

geliebten Mutter, der prot. Kirche, die, wie ich Ihnen, wenn es die Zeit geſtattete, an 100 Beiſpielen zeigen könnte, an unzähligen Orten und Enden in ſchmachvollem Drucke und beklagenswerthem Elende lebt. Es iſt Ihnen Allen bekannt und wird Ihnen durch unſere nachfolgenden Verhandlungen noch weiter bekannt werden, daß die Hauptverſammluug in Oppenheim unſerm Wett. Zw.⸗V. die Ehre erwieſen hat, zu beſtimmen, daß im nächſten Jahre die Hauptverſammlung im Mittelpunkte dieſes Vereins, in hieſiger Stadt, abgehalten werden ſollz laſſen Sie uns Alles dazu beitragen, uns dieſer Ehre würdig zu zeigen, aber laſſen Sie uns nicht blos darin zeigen wollen, daß wir ihrer würdig ſind, daß wir an

jenen feſtlichen Tagen ein möglichſt großes Gepränge ver⸗

anſtalten, obgleich auch dieſes nicht fehlen darf, ſondern

darin laſſen Sie es uns vorzugsweiſe beweiſen wollen,

daß wir allerwärts einen Sinn beurkunden, dem es eben

nicht blos um das äußere Gepränge zu thun iſt, ſondern

um die Sache, um deretwillen daſſelbe ſtattfindet. Einen ſolchen Sinn beurkunden wir aber dadurch, daß wir für unſer Theil treu bleiben dem Bunde heiliger Bruderliebe, deſſen Glieder wir ſind, und daß wir fortan mit raſtloſem Eifer uns bemühen, die Zahl der Bundesglieder, damit zugleich aber auch die Mittel, den armen Glaubensgenoſſen zu helfen, zu vermehren und eben jenen Sinn, der ſich der Noth der Brüder erbarmt, in den Herzen Aller, die uns nahe kom⸗ men, zu wecken und zu befeſtigen. f

Das iſt der Vorſatz, mit dem ich meine Berichterſtat⸗ tung beſchließe; möge es der Vorſatz ſein, den Sie Alle beim Anhören derſelben gefaßt haben, mit dem Sie Alle die heutige Verſammlung verlaſſen. Gott, der Herr, der Vater der Liebe, wolle es walten in ſeiner Gnade. Amen!

) Es wurde beſchloſſen, daß künftig auf dem Lande die Beiträge immer erſt nach der Erndte, in der Stadt aber wie bisher im Laufe der Monate März und April erhoben werden ſollen. i

a) Es wurde beſchloſſen, daß bei Ueberſendung der diesjährigen Ein⸗ nahme die Gemeinden Großlhotta und Wſetin in Mähren und Lo ſitz in Böhmen, welche dem Berichterſtatter bei ſeiner An⸗ weſenheit in Wien von dem k. k. Conſiſtortalrathe und Superinten⸗ denten der ref. Gemeinden in Oeſtreich, Herrn G. Franz, als äußerſt hülfsbedürſtig geſchildert worden waren, dem Verwaltungs⸗ rathe des Heſſ. Hauptvereins zur Unterſtützung empfohlen werden ſollen.

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