Ausgabe 
1.7.1846
 
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ntelligenz- Glatt

für die Probinz Oberheſſen im Allgemeinen,

die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

Mittwoch, den 1. Juli

M 50.

1846.

Ein neues Halbjahr Abonnement

auf das woͤchentlich zweimal erſcheinendeJutelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.

Abonnementspreis: das Vierteljahr 24 kr. Inſeratgebühren: 5: 0 ufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Abend eingehenden IJnſerate kommen in das Mittwochs⸗Blatt, und alle,

Zeile 2 kr. welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags⸗Blatt.

die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und jede folgende

Carl Bindernagel.

Auszuͤge aus dem Regierungsblatte.

Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 22 von 1846. (Schluß.)

vn. Dien ſt nachrichten: Am 1. Mai wurde dem Schuloicar Kerz aus Laubenheim die 2. kath. Schullehrerſtelle zu Niederolm über⸗ tragen; der kath. Pfr. Englert zu Steinheim zum Decan des Dercanats Seligenſtadt auf 5. Jahre; am 5. der Hofg.⸗Aſſeſſor Dr. v. Lers ner dahier zum Rathe bei dem Hofgerichte von Starkenburg; der Hofg. Secret. Reitz zu Gießen zum Aſſeſſor m. St. b. d. Landgerichte Alsfeld und der Landgerichts⸗Aſſeſſor Dr. Siebert dahier zum Aſſeſſ. m. Stimme bei dem Stadtge richte dahier; am 6. der evang. Decan Dauber zu Waldmichelbach zum ordentlichen Mitgliede und der kath. Pfarrer Nu⸗ ſchel zu Waldmichelbach zum außerordentlichen Mitgliede der Bezirks⸗ ſchuleomiſſion des Kr. Heppenheim auf 5 Jahre ernannt; dem Schulvicar Baumbach aus Beſſungen die evang. Schullehrerſtelle zu Altenbuſeck, dem Schulvicar Becker aus Rodau die evang. Schullehrerſtelle zu Holzhauſen(Kr. Biedenkopf) und dem Schulvicar Alt zu Kleinbieberau die evang. Schullehrerſtelle zu Frankenhauſen übertragen: dem Gensdar⸗ men zu Fuß 2. Cl. Menzer zu Offenbach die Stelle eines Kreisdieners zu Heppenheim ertheilt; am 7. erhielten Patente als Geometer 3. Cl. F. Weyder aus Heppenheim f. d. K. Bensheim; Geometergehülfe J. Tann aus Friſchborn f. d. Kr. Biedenkopf; J. Strauß aus Zell f. d. Kr. Friedberg; Steuereommiſſariatsgehülfe Antz aus Oberflörsheim f. d. Kr. Alzei; am 11. Geometer 3. Cl. Felger aus Großzimmern als Geometer 2. Cl. f. d. Kr. Bensheim. Am 12. wurde der von dem Frhrn. von Riedeſel auf die evang. Pfarrſtelle zu Landenhauſen präſ. Reclor Müller zu Lauterbach für dieſe Stelle beſtätigt; am 14. dem Schulvicar Braun zu Biſſes die evang. Schullehrerſtelle daſ. und dem Schulvicar Kolb zu Langgöns die 2. evang. Schullehrerſtelle daſ. über⸗ tragen, ſowie der von dem Hrn. Grafen zu Erbach-Fürſtenau auf die evang. Schullehrerſtelle zu Rothenberg präſ. Schulvicar Weidmann für dieſe Stelle beſtätigt. 8

VIII. Characterverleihungen: Am 15. April dem beim Landgeſtüte angeſtellten Thierarzte Britſch dahier der Character und

Rang eines Oberhofthierarztes; am 24. dem Forſtſchüßen Pauly J. zu Carlsburg der Charakter als Förſter.

Ix. In den Ruheſtand wurden verſetzt: Am 6. Mai Schullehrer Neubauer zu Nieverklingen; 8. ver kath. Pfarrer Glanzer zu Frei⸗ mersheim; Rechnungsreviſor Markus bei der 2. Abth. der Juſtificatut der Rechnungskammer auf Nachſuchen und bis zur Wiederherſtellung ſei⸗ ner Geſundheit; 12. Kreisdiener Thomas zu Bensheim; 14. Schullehrer Weiffenbach zu Pfaffenſchwabenheim; 15. Revierförſter Venator zu Gladenbach.

X. Concurrenz fur: die evang. Pfarrſtelle zu Großzimmern mit jährlich 821 fl.

XI. Geſtorben ſind: Am 22. April der penf. Ortseinnehmer Dauernheim zu Friedberg; 24. Schullehrer Balfer zu Traiſa; 4. Mai Kreisdiener Krenz zu Heppenheim; Schullehrer Zwilling zu Siefersheim; 9. Geh Medieinalrathe, Prof. Dr. Willbrand zu Gie⸗ ßen; 11. Kohlenwiegergehülfe Michels zu Theodorshalle; Botenmeiſter Noack bei dem Oberconfſiſtorium.

Ueber Luther's Heldengeſang:Eine feſte Burg ze.

In manchen geſchichtlichen Werken, beſonders auch in gedruckten Predigten findet man die Angabe, Luther habe das unvergleichliche LiedEine feſte Burg iſt unſer Gott im Jahr 1521 gedichtet, als er mit großer Standhaftigkeit den Stürmen trotzte, die zur Zeit des Wormſer Reichstags ihn bedroheten.

Obgleich ein aufmerkſamer Leſer jenes Liedes aus inneren Gründen fühlen wird, daß Luther daſſelbe muß gedichtet haben zu einer Zeit, da er ſchon eine glaubens⸗ freudige Gemeine unter dem Banner des Evangeliums ver⸗ ſammelt hatte; ſo erlaubt ſich doch Einſender auf das aus⸗ drückliche Zeugniß eines großen Hiſtorikers(Sleidan lib.