rs— f—— N— aF M93. Mittwoch, de 4155 Amtlicher Theil. 4010 4 Der Großherzoglich Heſſiſche 5 Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg & an ſaͤmmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. un Betreffend: Die Muſterung und Conſeription für 1846. ** 1 Ich weiſe Sie an, unverzüglich die Vorarbeiten zur . nächſtjährigen Muſterung vorzunehmen, ſomit alsbald die * Ortsliſten aufzuſtellen, ſo daß ſolche überall bis zum 20. bat Dezemaer d. J. öffentlich angeheftet ſein können.— Sie il! werden bei dieſem Geſchäfte genau nach den Vorſchriften 11g. der Verordnung über Ausführung des Recrutirungsgeſetzes 27 vom 30. April 1831§.§. 6—14 verfahren. Zu den Aus⸗ 1 zügen der Geiſtlichen über die 1826 gebornen Dienſtpflichti⸗
gen ſind nur die vorgeſchriebenen, gedruckten Formularien,
welche Sie den Geiſtlichen zuzuſtellen haben, zu gebranchen;
auch haben Sie darauf zu ſehen, daß hinſichtlich dieſer Aus⸗
züge, die unter dem Formular II zur Verordnung vom 30.
April 1831 in den Bemerkungen unter ſolchen gegebenen
5 Vorſchriften genau beachtet, auch das Pfarramtsſiegel dieſen J Auszügen beigedruckt werde. Bei ſich ergebenden Mängeln haben Sie die Auszüge alsbald zur Verbeſſerung zurückzu⸗ 5 geben. Bis zum 10. Januar 1846 müſſen alle Gemeinde⸗ liſten in doppelter Ausfertigung mit den Auszügen der Geiſt—
lichen und der über die Behandlung des ganzen Geſchäfts
5 aufzunehmenden Protocollen, woraus zu erſehen, daß die 1 Ortsliſten von dem Gemeinderath geprüft und die im§. 18 — 7 der Verordnung vom 20. April 1831 vorgeſchriebene Be⸗ — kanntmachung erlaſſen worden, bei Meidung einer Dis— 1 ciplinarſtrafe und Abholung durch Strafboten angelangt ſein. Ueber die bei Ihnen angebracht werdenden Anſprüche
auf Depotverſetzungen haben Sie die Protocolle genau nach dem Formular V aufzunehmen und ſich nur gedruckter Formularien zu bedienen, die Vorſchriften der§.§. 18—31 9* der Verordnung ſorgfältig zu beobachten, auch dahin zu 161— ſorgen, daß den auf Seite 4 des Protocolls von den Geiſt⸗ ˖ lichen auszuſtellenden Beſcheinigungeu über die Familien verhältniſſe der das Depot Anſprechenden das Dienſtſiegel
beigedruckt werde. Diefe Protocolle über Depotanſprüche
ſind nach§. 28 vor deren Offenlegung und noch vor der
Einſendung der Ortsliſten zur Prüfung an mich einzuſenden.
Ich mache Sie auf die Beſtimmung des§. 10 pos.
Intelligenz- Blatt
been für die a Provinz Oberheſſen * im Allgemeinen,
N die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen
och, d 26. Nov
und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.
6 beſonders aufmerkſam, daß Sie diejenigen Dienſtpflichtigen, welche durch die Sinne nicht wahrnehmbare Fehler angeben, wie Schwerhörigkeit, Kurzſichtigkeit, fallende Sucht, ꝛc. be⸗ ſonders anzuweiſen haben, ſich deßfalls genügende Zeugniſſe von Schullehrern, Geiſtlichen, Gemeindevorſtänden ꝛc. zu verſchaffen und dieſe bei der Muſterung mitzubringen.
Nach§. 40 der Verordnung müſſen, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, welche ſich vertreten laſſen, alle Con⸗ ſeriptionspflichtigen bei der Muſterung perſönlich erſcheinen, gegenfalls ſie als dem Geſetz ausgewichen angeſehen und zum Zuerſtmarſchiren beſtimmt werden.—
Bei Beurtheilung der Frage: ob ein Depotanſprechen— der vermögend genug ſei, ohne Zerrüttung ſeines Nahrungs— ſtandes für ſeinen Sohn einen Einſteher zu ſtellen, haben die Gemeinderäthe davon auszugehen, daß zur Stellung eines Einſtehers die Summe von 95 fl. erforderlich ſei.—
Außer den im Jahr 1826 Gebornen müſſen auch die⸗ jenigen, welche bei der vorigen Muſterung als temporär untauglich, als unterm Maß oder aus anderen Gründen zur nächſteu Muſterung verwieſen wurden, in die vorerwähnten Gemeindeliſten eingetragen werden.
Grünberg am 14. November 1845.
Ouvrier.
Die bei der vorigen zur nächſten Muſterung Zuruüͤck— geſtellten ſind: Johannes Pfeiffer von Bobenhauſen, Heinrich Konrad Müller und Konrad Sann von Felda, Johann Peter Kornmann von Großlumda, Joachim Henkel von Keſſelbach, Johann Chriſtian Kempf von Keſtrich, Johannes Kern von Köddingen, Peter Groß, Johann Heinrich Horſt und Martin Jüngel von Lehnheim, Weigand Jacob Berger von Londorf, Johann Heinrich Weiß von Meiches, Johann Georg Kehr und Johann Wilhelm Rühl von Merlau, Jo— hannes Becker, Konrad Carle und Johann Adam Stein von Niederohmen, Johann Schmidt von Oberohmen, Johann Konrad Rahn von Oberſeibertenrod, Heinrich Krebs von Ruppertenrod, Joh. Heinrich Dietz von Rüddingshauſen, Jo— hann Heinrich Rahn von Schmitten, Eckhard Fatum von Saaſen, Johann Heinrich Biedenkopf von Weickartshain, Johann Heinrich Chriſt von Wettſaaſen. N
Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die am Ende des Jahres einzuſendenden Tabellen.
Von den in den Regierungsblättern für 1845 ent— haltenen Verordnungen von Nro. 1. bis 31. ſind folgende
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