Ausgabe 
22.3.1845
 
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zeichnungen den Gewerbtreibenden ; glich zu machen, hat derſelbe nicht ar davon bei dem Großh. Kreisbaumeiſter emeindebaumeiſter Ruths und der Local⸗ berbvereins dahier zur allgemeinen Einſicht ſondern auch eine beſondere überſichtliche Anzeige

nur einige e Stockhauſe; ſertton des

niedergelegt,

darüber drucken laſſen. Jch thelle Ihnen mit nächſtem Bo⸗

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ten eine entſprechende Anzahl der letzteren unter dem Auf⸗ trage mit, ſolche an die Gewerbtreibenden in Ihren Ge meinden zu vertheilen, und ſoweit es Ihnen möglich, dafur mitzuwirken, dat die anerkennenswerthen Beſtrebungen des Gr. Gewerbvereins nicht ohne gewünſchten Erfolg bleiben. Friedberg den 18. März 1845. ch

Am Oſtermorgen.

Am Oſtermorgen ſchwang die Lerche Sich auf gus irdiſchem Gebiet, Und, ſchwebend überm ſtillen Pferche Der Hirten, ſang ſie dieſes Lied: Erwacht! die Nacht entflieht. Das Licht zerbricht Die Macht der Nacht; Erwacht, ihr Lämmer all', erwacht, Auf feuchtem Raſen kniet!

Es ward von einem Oſterlamme Gethan für alle Welt genug, Das blutend an dem Kreuzesſtamme Die Schuld der ganzen Herde trug. Des Sieges Stunde ſchlug! Das Grab, es gab Den Raub vom Staub Zurück; nun weidet grünes Laub, Ihr Lämmer fromm und klug.

Der Baum des Lebens, fluchbeladen, Stand abgeſtorben, dürr und todt. Des Lammes Blut ihn mußte baden; Nun wird er blühen roſenroth. Gewendet iſt die Noth;

O ſeht, her geht

Der Hirt, der wird

Die Herde weiden unverirrt Im neuen Morgenroth.

Friedrich Rückert.

Theater in Friedberg.

Zum Vortheil der Frau von Hoxar findet Freitag den 28. März folgende Vorſtellung ſtatt: Lorbeerbaum und Bettelſtab, oder: Drei Winter eines deutſchen Dichters. Original⸗Schauſpiel in drei Abtheilungen mit einem Nachſpiele in einer Abtheilung: Bettelſtab und Lorbeerbaum, oder: Zwanzig Jahre nach dem Tode. Von Carl v. Holtey. Wir erlauben uns im Intereſſe der Frau v. Hoxar, welche uns durch ihr ausgezeichnetes Spiel ſchon manchen genußreichen Abend bereitete, auf dieſes Stück beſonders aufmerkſam zu machen. Es iſt vielfach und wohl mit

Recht als eines der beßten Erzeugniſſe der neueſten Bühnenliteratur bezeichnet worden als ein Stück, das, nach gewöhnlichen Begriffen, nicht durch donnernde, prunkvolle, aber alles Kerns entbehrende, hohle Tiraden, glän⸗ zende Abgänge, Knalleffekte und wie all dieſes verwerfliche Rauſchgold der dramatiſchen Literatur ſich nennen mag, zu glänzen ſucht; ſondern durch die ungekünſtelte Einfachheit, durch wahre und naturgetreue Schil⸗ derung von Seelen-Zuſtänden ſowohl den Geiſt als das Herz gleich mãäch⸗ tig zu feſſeln und zu beſchäftigen weiß. Das Stück iſt in Frankfurt, Berltn und Wien mit vielem Beifall häufig(in letzterer Stadt 20mal hinter

einander) gegeben worden. Einige Theaterfreunde.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

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Edietalladung. (305) Gr. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen hat über den Nachlaß des Joſt Richber von Windhauſen den Concurs erkannt. An ſprüche jeder Art an denſelben ſind im Termin

Freitag den 2. Mai d. J.,

Morgens 9 Uhr, bei Meidung des ohne beſonderes Präcluſiv⸗ decret eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe, anzuzeigen und richtig zu ſtellen und haben diejenigen Gläubiger, welche in dieſem Termin perſönlich zu erſcheinen verhindert ſeyn ſollten, ibre Vertreter mit auf Abſchluß eines Ver⸗ gleichs gerichteten Vollmachten zu verſehen, indem beim Zuſtandekommen eines ſolchen die nicht perſonlich Erſchienenen reſp. nicht gehörig Vertretenen als demſelben beigetreten ange ſehen werden.

Ulrichſtein den 28. Februar 1845. Großh. Heſſ. Landvericht daſ.

Zimmermann.

Edietal ladung. (306) Alle diejenigen, welche Forderungen

oder ſonſtige Anſprüche an das Vermögen des Ehriſtian Wendtland zu Altenhain, gegen wel⸗ chen Gr. Heſſ. Hofgericht der Provinz Oberheſſen den förmiſchen Concursprozeß erkannt hat, ma⸗ chen zu können glauben, werden aufgefordert, dieſelben ſo gewiß den 2. Mai l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, dahier anzuzeigen, widrigenfalls ſie von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Zugleich wird bemerkt, daß in dieſem Ter⸗

min die Güte verſucht und der Nichterſchei nende als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden Gläubiger beitretend angeſehen werden ſoll. Ulrichſtein den 1. März 1845. Großh. Heſſ. Lanbgericht daſ. Zimmermann. Brück.

Edietalladung.

(310) Nach dem gerichtlichen Pfandbuche der Gemeinde Weitershain errichteten die Konrad Friedrich's Cheleute von da am 8. März 1838 eine Schuld- und Pfandver ſchreibung über ein bei dem Veitsberger Kir⸗ chenkaſten aufzunehmendes Kapital von 50 fl., welcher auch an dem fr. Tage die gerichtliche Beſtätigung ertheilt wurde.

Dieſes Kapital ſoll inzwiſchen nach den vor⸗ liegenden Beſcheinigungen des früheren Rech⸗ ners Zökler und des nunmehrigen Rechners Jung dahier nicht zur Auszahlung gekommen und die deßhalb errichtete Obligation abhanden gekommen ſeyn. Auf Antrag der Konrad Friedrich's Cheleute werden daher alle dieje⸗ nigen, welche irgend Anſprüche an die fr. Obligation bilden, hiermit aufgefordert, ſolche binnen 8 Wochen von heute an ſogewiß da⸗ hier anzumelden und zu begründen, widrigen falls die fragliche Obligation für ungiltig er achtet und der deßfallſige Eintrag im Pfand buche gelöſcht wird.

Gruͤnberg den 20. Februar 1845. Großh. Heſſ. zum LGericht daſ. geh. Patr. Gericht der Freih. v. Nordeck zur Rabenau Welcker.

Verſteigerung von Werk- und Nutzholz zu Friedberg.

(3211) Freitag den 28. d. M., Morgens von 9 ihr an, wird in dem Großherzoglichen

1) Eſchen ungefähr 570 3 Ahorn 3 400.

3) Ulmen 5 260 4) Obſtbaum⸗, hauptſäch⸗ Gi ſich Nußbaumholz 270( Eubiefub,

5) Nadelholz 400

6) Weichholz 90

II. in Stangen:

1) Eſchen ungefähr 90 2) Ahorn* 20[Gr. Heſſ. 3) Ulmen 75 60(Cubiefuß.

4) Buchen und Nadelholz 14 Friedberg den 5. März 1845. Der Großh. Heſſ. Domaͤnenrath B u

Verpachtung. (307) Dienſtag den 25. d. M.. Morgens 10 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe die der Stadt gebörende Feldjagd mit Vogelfang, als auch der Fiſchfang an der Uſa auf ſechs nach- einanderfolgende Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet. 3 Friedberg den 4. März 1845. Der Beigeordnete Bender.

Bekanntmachung.

(337) Die auf Montag den 17. l. M. an⸗ beraumte Verſteigerung des Mobiliarnachlaſſes der verſtorbenen Gr. Quatiermeiſters Nikolai Wittwe kann eingetretener Umſtände wegen nicht abgehalten werden, und wird der Ver⸗ ſteigerungstermin gedachten Nachlaſſes nun⸗ mehr auf Mittwoch den 26. März l. J., von Morgens 9 Uhr an, beſtimmt, welches hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 13. März 1845. Der Beigeordnete Bender.

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