Dieſelben an dieſelben.
Ole Landgeſfüts ⸗Anſtalt, insbeſondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgeſtütsbeſchäler für 1845.
ir fordern Sie auf, alsbald Ihren Bedarf an Ver⸗ ichenſſen und Bedeckſcheinen für das laufende Jahr anzu⸗ zeigen.
Friedberg, Grünberg und Hungen
am 15. Januar 1845. J. d. Krach, Gr. Kr.⸗Sec.
Belreffend:
Ouvrier. Follenius.
Auflöͤſung der Aufgabe in Nr. 98. de 1844.
Die erſte Aufgabe gibt an, ein gewiſſes Kapital ſei in 3 Jahren bis auf 9261 fl. geſtiegen, da man Zinſen von Zinſen à 5 Procent zuzählte. Es iſt klar, daß das unbekannte Kapital am Schluſſe des erſten Jahres auf 10% ſeines anfänglichen Betrags geſtiegen war, am Schluſſe des zweiten Jahres auf%% mal e dieſes Werths und am Ende des dritten auf%% mal%% mal 9 ½0% der anfänglichen Summe; oder auf 172 ooo ſeines erſten Betrags.— Hieraus folgt, daß wir dieſen Betrag finden, wenn wir dieſe 9261 fl. durch die Zahl 12/ ooo dividiren. Das Ergebniß wird ſein 8000 fl.— Die Probe iſt leicht zn machen. Man könnte auch durch eine einfache Verhältnißrechnung das anfängliche Kapital finden. 1000 fl. z. B. ſteigen in 3 Jahren mit Zinſen von Zinſen à 5 Pro— 5 auf 1157˙˙4¼0% oder 1157,625 fl. Alſo köunen wir agen:
1157,625: 1000 fl. 9261: K. Daß J oder die geſuchte Zahl 8000 iſt, wird leicht zu finden ſein.
Bei der zweiten Aufgabe ſcheinen einige Druck- oder Schreibfehler vorzukommen; ich vermuthe, daß die nach drei Jahren zu zahlende Summe iſt 463 fl. 3 kr. oder 463/00 fl. oder 463,05 fl. Dividiren wir dieſe Zahl durch 7 oo ſo erhalten wir 400. Daſſelbe Reſultat gewinnen wir durch den Anſatz:
1157,625: 1000= 463,05:.
Grbrg. E. P.
Sechster Jahresbericht der Augenheilanſtalt des praktiſchen Arztes Dr. Küchler.
Dieſer Anſtalt war auch im Jahr 1844 ein ſegensreiches Wirken beſtimmt. Sie hat mehr geleiſtet, als in den verfloſſenen Jahren. Sie iſt feſter begründet worden. Der neben meiner Anſtaͤlt wirkſame Verein edler Menſchen zur Unterſtützung armer Kranken vom Lande hat es mög- lich gemacht, künftig innere und äußere Kranken jeder Art, auch wenn ſie ſonſt ganz mittellos wären, geſondert von operativen Augenkranken, von ihren Leiden zu befreien. An den Wohlthaten dieſes Vereins, der den Kranken freie Arznei und freien Rath gewähret, nehmen auch diejenigen armen Augenkranken Antheil, die, wenn ſie operirt werden können, von anderweitigen innern und äußern Uebeln geheilt werden müſſen. Unſere Augenheilanſtalt wird ſomit ihrem Gründungszweck getreu bleiben, und nur operationsfähige Kranke aufnehmen, entweder unentgeldlich, oder gegen die billigen Bedingungen, die aus vordern Jahren bekannt ſind.
Wenn auch nicht zum Zweck der Anſtalt gehört, ſtets Neues, Un⸗ erhörtes zu leiſten, ſo wird es doch der theilnehmende Freund der Men— ſchen gern hören, daß während in allem Gewöhnlichen recht glücklich be⸗ handelt wurde, auch in dieſem Jahre unſerm Streben ſehr ungewöhnliche Heilungen gelungen ſind. Wir legen im Folgendeu ohne Rückhalt, wie ſonſt, das Reſultat der wichtigſten Fälle vor und haben die Namen der Kranken der Redaction behändigt. Geheilt wurden:
1) An Staarblinden 12 Fälle, zwei andern ſind noch in Heilung, 2) durch künſtliche Pupillenbildung ein Fall.
3) von Hornhautſtaphylom einer.
J von einer fleiſchartigen Verwachſung des Augenlides mit dem
Apfel einer.
3 vom gänzlichen Austreiben des Augapfels aus ſeiner Höhle iner
einer. von Thränenfiſtel einer, ein anderer in Heilung, ein dritter ohne Nachricht.
„ 26 K.
7) vom Schielen drei. 8) von Blutſchwämmen zwei. 9) vom Hautkrebs einer. 5 Neben dieſem kam noch ein ſehr intereſſanter Fall eines Waſſer⸗ bruchs beim Weibe, zwei Klumpfüße uud viele weniger bedeutende Fälle zur Heilung; desgleichen Zerreißung der Hornhaut ꝛc. Ungeheilt blieb ein Staarkranker. Nachträglich geheilt wurde eine Thränenfiſtel(ſ. V. Bericht), ohne Nachricht ein Staphplom(ebendaſ.) Wir bitten um die fernere freundliche Theilnahme aller derer, die unſerm Wirken wohlwollen. Darmſtadt den 6. Dezember 1844. g Dr. Küchler.
Fuͤr die armen Felsberger
ſind eingegangen: v. Tbſt. Lehrer Schäfer 30 kr.; v. E. M. 1 fl. 20 kr. v. einem Ungenannten in Fauerbach II. 1 fl., durch Dr. Fertſch v. Beig. Bender 1 fl., v. mehreren Ungenannten 48 kr., durch die Redaktion d. Bl. v. F. R. 15 kr, v. einem Ungenannten 2 fl. mit dem Motto:„Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchſten deine Gelübde;“ zuſammen 6 fl. 53 kr., deren Empfang ich den freundlichen Gebern mit herzlichem Danke beſcheinige. Zugleich bemerke ich berichtigend, daß die in Nro. 6 d. Bl. als durch den Lehrer Pabſt in Bönſtadt eingegangen bezeichneten 2 fl. 59½ kr. von deſſen Schülern zuſammengelegt waren, wie auch, daß mir von eben dorther nachträglich noch drei Kreuzer zugekommen ſind, ſo daß ſich jene Summe in 3 fl. 2½ kr. verändert. Friedberg am 20. Januar 1845. L. Matthias, Caſſier.
Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Dezember 1844.
Friedberg.
Getraute:
17. Johannes Boller, Bürger und Schloſſermeiſter dahier, des hier ver⸗ ſtorbenen Bürgers und Oekonomen Georg Boller nachgelaſſener ehe⸗ lich lediger Sohn und Anna Katharina Hofmann, des hier verſtor⸗ benen Bürgers, Metzgermeiſters und Wirths Joh. Caspar Hofmann, nachgel. ehelich ledige Tochter.
22. Wilhelm Friedrich Ackermann, Gr. Oberfeldwebel im 2. Bataillon des 4. Inſanterie-Regiments, des verſtorbenen Gr. Förſters Carl Jakob Ackermann zu Traiſa bei Darmſtadt, nachgel. ehelich lediger Sohn und Dorothea Juſtin, des Bürgers und Schneidermeiſters Wilhelm Juſtin zu Alzei in Rheinheſſen ehelich ledige Tochter.
26. Hartmann Ehrhardt, hieſ. Bürger und Schuhmachermeiſter, des wetl.
hieſ. Bürgers und Schuhmachermeiſters Chriſtoph Ehrhardt nachgel.
ehelich, lediger Sohn und Katharina Schmitt des zu Ockſtadt ver⸗ ſtorbenen Ortsbürgers und Ackermanns Nikolaus Schmitt nachgel. ehelich ledige Tochter.
26. Ludwig Ernſt Zöll, Bürger und Schreiner dahier, des weiland Gr. Schullehrers Friedrich Carl Samuel Zöll zu Höchſt an der Nidder, ehelich lediger Sohn und Katharina Philippina Füller, des hieſigen Bürgers und Zimmermeiſters Johannes Füller, ehelich ledige Tochter.
26. Johann Georg Scharf, hieſiger Bürger und Taglöhner, des weiland Ortsbürgers und Ackermanns Heinrich Scharf zu Ockſtadt nachgel. ehelich lediger Sohn und Anna Katharina Weiß, des hieſigen Bür⸗ gers und Seminardieners Rudolph Weiß, eheliche Tochter.
26.(Zu Rendel, Kr. Friedberg) Johannes Ramſpeck, des weiland Bür⸗ gers und Tuchmachers Heinrich Ramſpeck zu Alsfeld, nachgel. ehelich lediger Sohn, Lehrer an der hiefigen Muſterſchule, und Julie Land⸗ mann, des Gr. Pfarrers Heinrich Landmann zu Rendel, ehelich ledige Tochter.
Getaufte:
1. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Briel eine
Tochter, Katharine Caroline Louiſe, geb. den 17. Nov. 15. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Weynandt, dem Jüngern, ein Sohn, Dietrich Wilhelm, geb. den 30. Nov. 26. Dem hieſigen Bürger und Handelsmann Johann Adam Menges eine Tochter, Louiſe Caroline, geb. den 11. Dee. 26. Dem hieſigen Bürger, Küfer und Bierbrauermeiſter Heinrich Schutt eine Tochter, Chriſtina, geb. den 8. d. M. Beeydigte:
3. Karl Meier, Gr. Bauaufſeher, alt 35 Jahre, t den 1. d. M.
5. Daniel Valentin, Schreiner, des hieſigen Bürgers und Schreiner⸗ meiſters Wilhelm Valentin ehelich lediger Sohn, alt 27 Jahre, 11 Monate und 11 Tage, 1 den 3. 0
11. Johann Georg Gröninger, hiefiger Bürger, Küfer und Wirth, alt 39 Jahre, 9 Monate und 6 Tage, 4 den 9. d. M.
12. Anna Katharina Dieterich, geborne Ritter, des hiefigen Bürgers und Seilermeiſters Georg Franz Dieterich Ehefrau, alt 36 Jahre, 9 Monate und 12 Tage, T deu 10. d. M.
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