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aufgefordert, ihre Forderungen in dem Ter⸗ mine
Donnerſtag den 30. Oktober d. J., Vormittags 9 Uhr,
bei Vermeidung des obne beſonderes Präcluſiv⸗ dekret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe dahier geltend zu machen. Grünberg den 30. Auguſt 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt In Beurl. Gr. Landrichters Thaler. Bücking.
Obſt⸗Verſteigerung. (43880 Montag den 22. d. M., des Nach ⸗ mittags um 3 Ubr, ſoll das ber hieſigen Ge⸗ meinde gehörige Obst, in Aepfeln und etwas Birnen bestehend, an Ort und Stelle öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden.
Niederrosbach den 13. Sept. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann.
Vieh- Verkauf.
(1359) Auf der Domaine Selgenhof bei Ülrichſtein ſind etwa 150 Stück vierjährige Hämmel, ſchoͤnes Vieb, zu verkaufen und koͤn⸗ nen darauf Reflectirende an den Gr. Verwal⸗ ter Schuchard zu Selgenhof ſich wenden. Schotten am 11. Sept. 1845. Der Gr. Rentamtmann Prätorius. Edicetalla dung. (1360) Gr. Heſſ. Hofgericht der Provinz Sberheſſen hat gegen Heinrich Bindewald von Oberſeibertenrod den förmlichen Concurspro— zeß erkannt und das unterzeichnete Gericht mit deſſen Leitung beauftragt. Sowohl be⸗ kannte, als unbekannte Gläubiger des Hein— rich Bindewald werden daher aufgefordert, ihre Forderungen an denſelben in dem auf den 7. Novemder l. J., Morgens 9 Uhr, an⸗ beraumten Liquidationstermin ſogewiß anzu⸗ zeigen und zu begründen, widrigenfalls ſie damit von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Zugleich wird bemerkt, daß die vorhandene Maſſe zur Berichtigung der Pfandſchulden nicht hinreicht, weßhalb die chirographariſchen Gläubiger auch nicht einmal auf theilweiſe Befriedigung rechnen können. Ulrichſtein den 5. Sept. 1845. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Brück.
Oeffentliche Aufforderung.
(13610 Forderungen an den Nachlaß der Peter Diehls Cheleute zu Rendel ſind binnen 4 Wochen ſo gewiß dahier anzuzeigen, widri— genfalls ſie bei der Berichtigung jenes Nach⸗ laſſes unberückſichtigt bleiben. Groskarben den 4. Sept. 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Emmerich.
Bekanntmachung.
(13620 Cs iſt Tahier ein Rind, welches ſich ſchon längere Zeit in den Licher Waldungen aufgebalten hat, eingefangen worden. Der Eigenthümer, welcher ſich darüber genügend ausweiſen kann, kann das Rind gegen Er— ſtattung aller Koſten in Empfang nehmen. Lich den 9. September 1846. Der Gr. Heſſ. Fürſtl. Solms. Bürgermeiſter Vogt.
Aepfel- Verkauf.
(1363) Freitag den 19. d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr anfangend, ſollen die der Gemeinde Reichelsheim zugehörigen, in circa 200 Malter beſtehenden, Aepfel an Ort und
294.
Stelle, unter den vor der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen, meiſt⸗ bletend verkauft werden. Reichelsheim am 11. Sept. 1845. Schmidt, Herzogl. Oberſchultheis.
Faſelochs⸗ Verkauf. 5 (136% Montag den 22. d. M., Pormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde gehöriger Faſelochs, welcher zu 700 Pfund ah⸗ geſchätzt und zum Schlachten geeignet iſt, auf dem Ratbhauſe dahier öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert werden.
Dornaſſenbeim den 12. Sept. 1845. Der Herzogl. Naſſ. Schultheis Herbert.
Marktverlegung.
(1365) Der auf den 2. Oktober fallende
Viebmarkt wird wegen des eintetenden iſraeli⸗
tiſchen Neujahrsfeſtes auf Montag den 13.
Oktober verlegt, welches zur allgemeinen
Kenntniß bringt
Friedberg am 15. September 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender.
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Privat- Bekanntmachungen.
J. Philippe, Erfinder des ächten Petersburger
Streich-Lacks,
(1366) empfiehlt ſeine erfundene ächte Holz- Politur in folgenden Lackſorten, als: Möbel- Lack, weißem Politur- und Bernſtein— Politur-Lack zum Gebrauche für Drechsler, Tiſchler, Inſtrumentenmacher und Bildhauer, ferner mit elaſtiſchen Lacken zum Gebrauche für Buchbinder, Schuhmacher, Sattler und Riemer, Bronze Lack, ſo wie mit hellem und dunklem Gold⸗Firniß für Optiker, Mechaniker, Gürtler und Blasinſtrumentenmacher. Alle oben benannten Lacke ſind nicht allein für die Profeſſioniſten und Künſtler, ſondern in jedem Haushalte auf eine ſehr leichte Art zu be⸗ nutzen. Beim Gebrauche dieſer Politur wer⸗ den die Möbeln damit mit Baumwolle oder Watte, nach den Faſern des Holzes weich uͤberſtrichen, wornach der Glanz ſogleich zum Vorſchein kommt. Dieſes Miktel kann auf alle Arten von polirten Gegenſtänden, auf alle mit Holz aufgelegten Sachen, ohne Aus— nahme, ſo wie auch auf Alles, was lackirt iſt, angewandt werden. Das Holz wird dadurch vor Wurmfraß bewahrt. Im Sommer ſo⸗ wohl, als im Winter, erhält ſich dieſe Politur gleich gut und völlig brauchbar, widerſteht dem Froſte, und iſt daher zur Verſendung nach allen Gegenden geeignet. Dieſe Politur
ſowohl, wie auch das von mir ſellbſt erfun⸗ dene vortreffliche Streichlack fand in allen bedeutenden Städten Curopa's, welche ich auf meiner Reiſe berührte, den ausgezeichnet⸗ ſten Beifall. Die Eigenſchaft dieſes Lacks be⸗ ſtebt vorzüglich darin, daß es das Leder weich und in ſeiner natürlichen Beſchaffenheit erhält, daſſelbe vor Brüchen oder Sprüngen bewahrt, und bei Unterlegung auch von Fett oder Oel dennoch ſeine herrliche Schwärze und ſeinen Glanz behalt. Sehr empfehlenswerth iſt die ſes Streichlack für Stiefel, Schuhe, Maro⸗ quin, Pferdegeſchirre, Kutſchen und Cabriolets, Tzakos, Patrontaſchen und überhaupt bei jeder Art Leder anwendbar, um ſo mehr, da das⸗ ſelbe keine Art von Flecken auf den delikgte⸗ ſten weißen oder farbigen Stoffen zurückläßt. Um jeder Nachahmung oder Verfälſchung vor⸗ zubeugen, ſind alle Gegenſtände, welche einem geehrten Publikum ich zu überreichen die Ehre haben werde, mit meinem Siegel ver⸗ ſehen. Die Proben werden auf Verlangen von mir ſelbſt vorgezeigt. Da mein Aufent⸗ halt hier nur kurz iſt, ſo bitte ich höflichſt um recht baldige, gütige Aufträge.
2 Meine Wohnung iſt bei Herrn Corporal Sulzbach in der Verbindungs- ſtraße naächſt der Wilhelminenſtraße.
Al n z e i g e (13677) Ich beehce mich, hiermit ergebenſt
anzuzeigen, daß die unter Nr. 1319 in dieſem Blatte bekannt gemachte Verſteigerung wegen Theilung meiner bisher in Compagnie betrie⸗ benen Metalldruckerei abgehalten wird. Gleich⸗ zeitig bemerke ich, daß ich die Metalldruckerei fortwährend für meine eigne Rechnung be— treibe und alle in mein Fach einſchlagende Artikel wie früher ſtets vorräthig bei mir zu
haben ſind. g Friedberg. Carl Frick, Spenglermeiſter.
Eine im beßten Zuſtande befindliche
Bierbrauerei,
(1368) ein kupferner Keſſel, 6 Ohm hal⸗ tend, nebſt dazu gehörigen Geräthſchaften, iſt zu kaufen bei g
Jacob Weitzel in Kaichen.
Zwei vollſtändige Aepfelweinkeltern
(1369) mit Mahltrog und Stein ſowie auch 12 Stückfaß und mehrere kleine Fäſſer ſind billig zu kaufen bei Adam Joſeph Bermann's Wittwe in Vilbel.
Warnung!
(1370) Hiermit bringe ich zur allgemeinen Kennkniß, daß ich bei dem Geſchäfte meines Sohnes Meyer Gotthelf von jetzt an durch⸗ aus nicht mehr betheiligt bin. Kaichen den 12. September 1845. Rebekka Mever⸗
Schiffs-Expedition fuͤr Auswanderer von Bremen nach den vereinigten Staaten von Nord-Amerika.
(13710
Nachdem ich von dem Schiffseigner und Befrachter Herrn Fried. Jac. Wichel⸗
hauſen, früher Conſul der vereinigten Staaten von Nord-Amerika, beauftragk bin, Schiffs⸗ Accorde für ihn abzuſchließen, ſo verfehle ich nicht den Auswanderungsluſtigen die Anzeige zu machen, mit dem Anfügen, daß jeden Monat den 1. und 15. ein gut gekupfertes und hoch
gebautes Schiff nach Baltimore, New⸗Pork und New⸗Orleans abgeht. delphia geſchieht ſolches von 6 zu 6 Wochen.
Nach Phila—
Die Bedingungen koͤnnen bei mir eingeſehen werden, auch bin ich bereit, ſolche auf
frankirte Anfragen mitzutheilen. Butzbach im September 1845.
Val. Wießler.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg
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