300 Nieder⸗ und Oberflorſtadt: Peter Jacob Kratz, Chri⸗ ſtian Weigand, Heinrich Schaubach jun, Georg Götz.
32) Niedermörlen: Johann Georg Möbs II., Anton Schlitz II., Joh. Gg. Jung, Pet. Fiſcher jun.(II.)
33) Niederrosbach: Simon Jacobi, Simon Cunz II., Johs. Bullmann I., Conrad Groh II.
30 Niederurſel: Andreas Röding, Daniel Becker.
35) Niederweiſel: Phil, Haub V., Schwanenwirth, Conrad Haub VII., Conrad Reuter III., Conrad Bill XII., Jacob Hildebrandt.
360) Niederwöllſtadk: Heinrich Weiſenborn, Friedrich Angelſtein, Conrad Bauſch VI., Conrad Koſt II., Con⸗ rad Bauſch III.
37) Oberau; Heinrich Meides, Michael Häfner, Georg Meides.
38) Obererlenbach: Johannes Ohmeis, Gottfried Jung, Johann Falckenſtein, Simon Brauburger.
39) Obereſchbach: Philipp Hefterich, Konrad Burkhard, Georg Schwenck, Valentin Fritzel III.
40) Obermörlen: Caspar Krebs I., Johannes Jeckel II., Karl Krebs II., Peter König III.
41) Oberrosbach: Philipp Lämmer, Heinrich Cunz I., Johannes Rupprecht, Jacob Liſtberger.
42) Oberwöͤllſtadt: Heinrich Philipp Feuerbach, J. Heinrich Gondolph, Johannes Diehl sen., Philipp Kaſimir Feuerbach II.
43) Okarben: Pachter Puth, Balthaſar Vorbach, Georg Backes, Caspar Damm III.
44) Ockſtadt: Nicolaus Grüninger, Georg Ewald, Gott— fried Meuſer, Dietrich Schmidt.
45) Oppershofen: Conrad Weil III., Ludwig Wettner, Heinrich Schmidt I., Anton Kling I., Ludwig Beyer.
46) Oſſenheim: Georg Höres, Friedrich Heinrich Keller, Philipp Väth, Friedr. Wilhelm Keller.
47) Oſtheim: Philipp Räder I., Matthäus Schneider II. (Schulth. Sohn), Matthäus Schneider I.(Sen.), Heinrich Schneider.
48) Petterweil: Conrad Nartz, Philipp Roth jun.
49) Pohlgöns: Johannes Brüͤckel, Anton Schepp II., Johannes Schepp, Phil. Sohn, Anton Langsdorf.
50) Rendel: Johannes Moxter I., Chriſtian Wolf I., Johannes Kitz I., Friedrich Grauf.
51) Rockenberg: Anton Wettner, Bartholom. Schmidt J., Jacob Landvogt, Johann Georg Landvogt III., Jakob Rolly.
52) Rodenbach: Hat keinen Wieſen-Vorſtand.
53) Rodheim: Georg Müller I., Jacob Kleemann II., Caspar Faulſtroh II., Balthaſar Jacobi II., Caspar Wehrheim II., Balthaſar Jacobi IV.
54) Rödelheim: Wilhelm Fiſcher(Beigeordneter), Adam Becker, Friedrich Heinr. Heid, Johann Georg Bauer.
55) Rommelhauſen: Peter Rack, Conrad Wolf J.
56) Södel: Johannes Väth VI., Wilhelm Diehl, Philipp Stier, Johannes Maurer.
57) Stammheim: Johannes Metzler, Jeremias Reichhold, J. T. Thaler III., Heinrich Bermann.
58) Steinbach: Hartmann Wenzel, Heinrich Lenz.
59) Steinfurt: Ludwig Schultheiß, Johannes Huber I., Heinrich Schudt, Heinrich Lenhardt.
60) Vilbel: Iſaac Simon, Chriſtian Dreſcher, Philipp Hinkel VIII., Jeremias Hinkel, Johannes Mohr, Fried— rich Dotzauer.
61) Wiſſelsheim: Pachter Anton Leonhard, Pachter an Schultheiß, Eberhard Huber sen., Anton Stein—
auer.
62) Wickſtadt: Hat keinen Wieſen⸗Vorſtand.
„ 216.
Ein Kapitel uber das Unanſtaͤndige.
Es liegt nicht in der Abſicht des Einſenders, das Wort unanſtändig weitläufig zu erklären, es wird's Jeder, wenn auch nicht wiſſen, ſo doch fühlen, was man da— runter zu verſtehen hat— noch weniger kann er alles das, was dieſe Bezeichnung verdient, hier aufzählen wollen, er will nur Einiges was ihm bei Beerdigungen unan— ſtändig zu ſein ſcheint, namhaft machen, um die Auf—⸗ merkſamkeit des geneigten Leſers darauf hinzulenken und es der Prüfung deſſelben anheim zu geben. Es iſt bei Beer— digungen unanſtändig
10 wenn kein Geiſtlicher die Leiche zu Grabe geleitet, denn der Menſch iſt kein.... und daß man ihn dafür nicht gehalten hat, das muß man auch noch beweiſen, wenn er ſchon geſtorben iſt. Was iſt denn noch für ein Unter⸗ ſchied zwiſchen der Beerdigung eines Menſchen und derje— nigen eines jeden andern Geſchöpfes, wenn an dem Grabe des erſtern nicht einmal ein Paar erhebende Worte und ein andächtiges Gebet geſprochen werden? Wenn aber ein Geiſtlicher die Leiche begleitet, dann iſt es unanſtändig
2) denſelben allein gehen zu laſſen, unanſtändig, wenn von den Angehörigen des Verſtorbenen Niemand ſeine irdi⸗ ſchen Reſte zur Grabesruhe bringen hilft. Für was und wen ſoll denn der Geiſtliche am Grabe reden? für ſich? das muß er ohnehin leider ſchon oft genug;— für den Todten? bedarf der ſeiner Rede?— fuͤr die Träger? haben dieſe nöthig, was zumeiſt an geöffneter Grabesfurche geboten wer⸗ den ſoll— Beruhigung und Troſt? Nein hauptſäͤchlich und vorzugsweiſe für die Hinterbliebenen ſoll auf dem Friedhofe geſprochen, ihnen ſoll aus Gottes Wort lindernder Balſam geboten, ihnen ſoll das Andenken an den Heimgegangenen in unvergeßlicher Stunde theuer gemacht werden, und nun wollte man Anſtand nehmen, nur mitzugehen dahin, wo das Alles geſchehen ſoll? Wir wollen von Frauen nicht reden— dieſe möchten freilich gar manchmal die Kraft nicht haben, den dumpfen Ton, den die Schollen Erde, wenn ſie auf den Sarg fallen, hervorbringen, zu hören, aber Männer? Männer dürften nicht zu Hauſe bleiben, wenn Eines ihrer Lieben den letzten Weg auf Erden macht, Männer dürften nicht fehlen, wenn man ein Saatkorn, das bei Lebzeiten ihnen gehörte, in den Gottesacker ſtreut, Männer müßten das Herz haben, auch dem Tod offen in die Augen zu ſchauen. Das kann wohl ſehr ſchmerzlich ſein, aber der Tod kommt auch eben nicht des Spaſſes wegen. Manchem iſt die Er— ſchütterung, die er hervorbrachte, ſchon gar heilſam geweſen und du darfſt gewiß, wenn er an deine Thüre geklopft hat, dich recht von Herzen betrüben— das wird kein fühlender Menſch dir verargen. Oftmals iſt es mir aber ſchon ſo vorgekommen, als ob ſich hinter dem Daheimbleiben viel mehr die Gleichgültigkeit, die nicht wußte, wie ſie ſich ge⸗ bähren ſollte, als der wahre Schmerz, der ſich um die Form nichts kümmert, verſteckt hätte. Wie dem auch ſei, unan⸗ ſtändig bleibt es immer, den Pfarrer allein d. h. nur von den Trägern begleitet, gehen zu laſſen. Unanſtändig iſt es auch


