Ausgabe 
3.5.1845
 
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8. Fritz Gilbert, Zwillingsbruder, geb. in Frankfurt a. M., der unverheiratheten Katharine Gilbert allhier un eheliches Söhnchen, alt 2 Monat und 10 Tage, 1 den 18.

1. März.

4. Anna Dorothea Philippine Bingmann, geb. Bingmann, des hieſigen Bürgers und Seilermeiſters Wilhelm Bing⸗ mann Ehefrau, alt 61 Jahre u. 11 Tage, 7 den 1. März. 2. 7. Marie Suſanne Draudt, des verſtorbenen Raths und Amtmanns Georg Philipp Draudt zu Niederweiſel, Kr. Friedberg, eheliche unverheirathete Tochter, alt 86 25. Jahre, 8 Monate und 4 Tage, t den 4. März. 13. Hermann Philipp Albert Eiſe, des hieſigen Ortsbur⸗ gers und Leinwebermeiſters Herman Philipp Eiſe, ehe⸗

139.

liches Soͤhnchen, alt 4 Jahre, 1 Monat und und 18 Tage, T den 10. Marz. Friedrich Wilhelm, des hieſigen verſtorbenen Fürſtlichen

Hofgärtners Johann Philipp Wilhelm, ehelich lediger

15. März.

Ortsbürgers

Sohn, alt 39 Jahre, 2 Monate und 30 Tage, f den

Eliſabetha Roth aus Hattenrod, im Dienſte bei Sr. Durchlaucht des Prinzen Ferdinand daher, alt 24 Jahre, 7 den 19. Marz.

Marie Dorothea Löſchenkohl, des verſtorbenen hieſfgen und Schreinermeiſters Johann Georg Löſchenkohl, hinterlaſſene Wittwe, geb. Jung, alt 66 Jahre, 6 Monate und 5 Tage, den 22. März.

Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.

a

Edictalladung.

Anna Cliſe, Jobannes Freienſebhners l geb. Rüäbi, und deren Schweſter, Tliſabethe Rübl dabier, beſitzen die ihnen an⸗ geblich von Konrad Müllers Wittwe von der Schmittmühle, bei Ulrichſtein, vermachten, in dieſiger Gemarkung gelegenen, Grundſtücke,

als: a 18% xxIJ//9A 274,8 UKlftr. Wald in Stücken, f i

XXII/o7 1965,56[IKlftr. Wieſe in den

Strümpf, 180% XXIJ/2 643[IKlftr. Acker in Stücken, 37 IV/53 404,7[Ilftr. Wieſe die Grund⸗ mühle, RXII/140 720[IKlftr. Acker am Krummen⸗ Acker, gönnen aber den behaupteten Erwerbsgrund, wegen angeblicher Vernichtung der darüber ſprechenden Acten, gelegentlich der im Jahr 1830 in Schotten ſtattgebabten tumultuari⸗ ſchen Auftritte, nicht beweiſen. Auf ihren Antrag werden Diejenigen, welche an die frag⸗ lichen Grundſtücke Eigenthums- oder ſonſtige bingliche Anſprüche bilden zu können glauben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen, von deute an, dahier geltend zu machen, widrigen⸗ falls das Eigenthumsrecht der Genannten für anerkannt angenommen und eine, dieß be ſcheinigende Urkunde ausgeſtellt werden wird. ulrichſtein den 1. April 1845. 5 Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann.

Das Soolbad zu Nauheim in der Wetterau

1493) wird in dieſem Jahre am 15. Mai Eröffnet werden. In tberapeutiſcher Hinſicht baben die hieſigen Soolbäder weſentliche Vor züge vor vielen andern. Vermöge der natüc⸗ lichen Temparatur der Sprudelguelle(27 R.) äſt die Soole in den meiſten Fällen ohne vor⸗ bergehende Erwärmung zum Baden tauglich; ſie erleidet daher vor ihrem Gebrauche keine Zerſetzung und keinen Verluſt an Kohlenſäure. Ihre Wirkſamkeit gegen ſcrofulöſe Krankheiten, Gicht, Rheumatismus, chroniſche Unterleibs weſchwerden, bösartige Flechten, Haut- und Nervenſchwäche ꝛc. ic. kann ganz vorzüglich empfohlen werden und wird, nach Bedurfniß, durch einen Zuſatz von fehr guter Mutter⸗ lauge, welche die hieſige Saline in großer Menge liefert, verſtärkt. Außer einem großen Reichthum an feſten Beſtandtheilen, nament lich Kochſalz, ſalzſaurem Kalk und Brom, ent⸗ hält dieſe Quelle auch freie Kohlenſäure in ſo bedeutender Menge, daß deren Verwen dung zu allgemeinen und lokalen Gasbädern

gegen vielfältige Leiden mit dem beſten Er⸗ folge erprobt worden iſt. Der Badearzt, Herr Dr. Bode, wird alle Anfragen in ärztlicher Beziehung gerne beantworten. Logisbeſtellungen für das hieſige Kurhaus ſind zeitig an die Inſpektion der Sool badeanſtalt zu richten, welche auch jede andere etwa gewünſchte Auskunft bereitwilligſt ertheilen wird. Nauheim den 9. April 1845. Kurfürſtlich Heſſiſches Salzamt Schãfer. Duncker. Schmincke. F. Schreiber.

Edietalladung.

(557) Bekannte und unbekannte Gläu biger des Friedrich Müller zu Höͤchſt an der Nidder, über deſſen Vermögen Großh. Hof gericht der Provinz Oberheſſen Concurs er⸗ kannt hat, werden zur Anzeige und Richtig ſtellung ihrer Forderungen, zugleich auch zum Verſuche eines Arrangements, auf Mittwoch den 21. Mai l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, unter Androbung des ſtillſchweigend eintreten den Ausſchluſſes von der Maſſe anher vorge laden. Großkarben den 6. April 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Bekanntmachung. (590) Dienſtag den 6. Mai l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen auf dem Bureau des Un terzeichneten, von den auf dem herrſchaſtlichen Fruchtſpeicher dahier lagernden Früchten aus der Einnahme von 1844 40 Malter Waizen, 100 1 Korn, 120 Gerſte, Gr. Heſſ. Maaſes, öffentlich an den Meiſtbie tenden verſteigert werden. Büdingen den 23. April 1845. Wegelin. Arbeits- Verſteigerung. (596) Dienſtag den 6. Mai, Nachmittags 3 Uhr, wird auf dahieſigem Burgwalle die Arbeit des Aushebens eines Kanals, voran ſchlagt zu 19 fl., an den Wenigſtfordernden begeben. Friedberg den 30. April 1845. Der Großh. Domänenrath Buß. Edietalla dung. (597) Johann Joſt Merz von Inbeiden hat unterm 30. November 1839 der hieſigen Spar- und Leihkaſſe ein Capital von 36 fl. dargeliehen, jedoch iſt der darüber ausgeſtellte Schuldſchein verloren gegangen und es kann deßhalb das Darlehen nicht zurückbezahlt wer den. Auf Antrag des Gläubigers wird deß halb jeder, welcher Rechte aus dieſer Schuld urkunde herleiten zu können glaubt, hiermit aufgefordert, dieſelben ſo gewiß binnen 4

Wochen von heute an hier zu begründen, als ſonſt der Schuldſchein für erloſchen und nicht mehr gültig erklärt wird. Laubach den 25. April 1845. Gr. Heſſ. Gräfl. Solms. Landgericht Brumhard.

Verſteigerung.

(598) Montag den 2. Juni l. J., Morgens um 11 uhr, ſoll in bieſigem Rathbauſe nach⸗ ſtehende, dem dahier verſtorbenen Bürger und Schuhmacher See gehörende Hofraithe, be⸗ ſtehend in Wohnhaus und Ställchen an Georg Göring und Georg Rauſch I., gibt der Prä⸗ zens 13½ kr., öffentlich meiſtbletend verſtei⸗ gert werden. Friedberg den 26. April 1845. In Auftrag Großb. Landgerichts Der Beigeordnete Bender.

Verſteigerung.

(599) Künſtigen Dienſtag den 6. Mai l. J., Vormittags um 10 Ubr, werden in der Wohnung des Gaſtwirths Hieronimus dahier, folgende Arbeiten öffentlich an den Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert, als: 1) Die Anfertigung eines Kies durchwurfes von Stabeiſen. 2) Das Brechen einer Quantitat Steine am Burgberg, 3) Die Herbeifuhr einer Quantitàt Steine vom Steinbruche bei Fauerbach, 4) Das Aufſetzen dieſer Steine, Friedberg den 29. April 1845. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen.

Arbeits-Verſteigerung.

(600) Montag den 5. Mai l. J., Vormit

tags 11 Uhr, werden folgende Gemeinde Ar

beiten auf meinem Bureau öffentlich verſtei

gert: 8

19 Fertigung einer hoͤlzernen Barriere, verüber ſchlagt zu 15 fl.

20 Deßgl. von 2 Stockleitern, verüberſchlagt zu 14 fl.

3) Unterhaltungsarbeiten an den Vicinalwegen

fl. kr.

n) Brecherlobn, verüberſchlagt zu 57 b) Fahrlohn, 66 o) Setzerlohn, 5 30 d) Steinſchlagen, 100 4) Handarbeiten, 48 42

5) Herſtellung des Pflaſters an der Wetter bruͤcke a) Pflaſterarbeit, verüberſchlagt zu 36 fl. b) Sandlieferung, 48 ) Maurerarbeit 10 Die Gr. Bürgermeiſter werden erſucht, die ſes in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Bruchenbrücken am 29. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Beſt.