Ausgabe 
2.4.1845
 
Einzelbild herunterladen

102.

dern auch eine beſondere Überſichtliche Anzeige darüber drucken laſſen. Ich theile Ihnen mit nächſtem Boten eine entſpre⸗ chende Anzahl der letzteren unter dem Auftrage mit, ſolche an die Gewerbtreibenden in Ihren Gemeinden zu vertheilen, und ſoweit es Ihnen möglich, dafür mitzuwirken, daß die anerkengenswerthen Beſtrebungen des Gr. Gewerbvereins nicht ohne gewünſchten Erfolg bleiben.

Hungen den 26. März 1845.

Follenius.

Auszüge gus dem Regierungsblatte. Auszug gus dem Regierungsblatt Nro. 11.

1 Bekanntmachung Großh. Miniſteriums der Finanzen vom 27. Febr., daß die ſeither wegen der Vollziehung des mit dem Königreiche Belgien abgeſchloſſenen Handels- und Schifffahrts-Vertrags ſtatt⸗ gefundenen commiſſariſchen Verhandlungen nunmehr beendigt, und dabei die Bedingungen definitiv feſtgeſetzt worden ſind, unter welchen für die jenigen Waaren, für welche bei der Einfuhr nach Belgien, nach den Be⸗ ſtimmungen des Vertrags, Zollerleichterungen ſtattfinden ſollen, dieſe in Anſpruch genommen werden können. Dieſe Bedingungen beſtehen im Weſentlichen darin, daß nachgenannte vereinsländiſche Erzeugniſſe und Fabricate, nämlich: Weine, ſeidene Waaren, Nürnberger Waaren, Mode- waaren, Werkzeuge und Inſtrumente von Eiſen und Stahl, baumwollene Waaren aller Art, Mineralwaſſer und weſtphäliſches oder braunſchwei⸗ giſches Leinengarn, wenn für dieſelben bei Verſendungen nach Belgien die in den Articeln 22, 24 und 25 des Handelsvertrags vom 1. Sept. v. J. verabredeten Eingangserleichterungen verlangt werden, mit einem von einem Zollamte oder der Ortsbehörde beglaubigten Urſprungszeugniſſe begleitet ſein müſſen, was vorerſt jedoch bei den nicht mouſſirenden Wei⸗ nen nicht nöthig ſein ſoll. Indem dieß zur allgemeinen Kenntniß ge⸗ bracht wird, wird zugleich bemerkt, daß die Großh. Zollämter wegen Vollziehung dieſes Vertrags mit der erforderlichen Weiſung verſehen ſind, und daß Jedermann, welcher in dem Falle iſt, Verſendungen nach Belgien zu machen, bei dieſen über Alles, was er dabei zu beobachten hat, genü⸗ gende Auskunft erhalten kann.

IV. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, nach Art. 30 des Straf⸗ geſetzbuchs bekannt zu machender Strafurtheile, und zwar 34 von großh. Hofgerichte der Provinz Oberheſſen, welche wegen Körperverletzung, Ausſetzung eines Kindes, einfachen Bankerotts, Schriftfälſchung, Unzucht, Landſtreicherei, Diebſtahls, Wilddieberei, Verwundung, Raubs, Brandſtif⸗ tung, Kindermords ꝛc., Strafen von 1 Jahr Correctionshaus bis zu 12 Jahren Zuchthaus verhängen; 2 vom Landgerichte Alsfeld, 2 vom L.⸗G. Friedberg, 1 vom L.⸗G. Gießen, 2 vom L.⸗G. Großkarben, und 2 vom L.⸗G. Vohl, meiſtens wegen Diebſtahls, Landſtreicherei ꝛe. von 1. bis zu Zjähr. Correctionshausſtrafe.

VI. Namensveränderung: Am 21. Febr. wurde dem Joh. Phil. Portſcher zu Offenbach geſtattet, künftig den FamiliennamenJoſt⸗ zu führen.

VII. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden: S. K. H. der Großherzog haben die Ermächtigung zur Anna me und zum Tra⸗ gen folgender Orden zu ertheilen geruht: dem Archivar Baur des k. preuß. rothen Adlerordens 3. Cl., dem Legationsrath Frhrn. v. Leon⸗ hardi des k. hannoveriſchen Guelphenordens 4. Cl. Sodann dem Hof⸗ rathe und Hiſtoriographen Dr. Steiner für die ihm von S. M. dem Könige von Schweden verliehene goldene Verdienſtmedaille, dem Gemein- derathsmitgliede C. v. Mappes zu Mainz für den ihm von S. M. dem König von Preußen verliehenen rothen Adlerorden 3. Cl. und dem Com⸗ merzienrathe und Secretär des Gewerbv., Rößler, dahier, desgl. für die 4. Cl. deſſelben Ordens.

VIII. Ertheilung eines Privilegs: Am 12. Febr. dem Glockendirector Strauß dahier für die Dauer der nächſten fünf Jahre und für den ganzen Umfang des Großherzogthums das ausſchließliche Recht, das von ihm erfundene Muſik-Inſtrument allein verfertigen zu dürfen.

IX. Promotion auf der Großh. Landesuniverſität zu Gießen: Die juriſtiſche Doctorwürde erhielten: am 28. October 1843 Karl Neuner aus Darmſtadt; am 30. Friedrich Jonas aus Gaualges⸗ heim; am 29. März 1844 Karl Levita aus Mainz; am 27. April Ro⸗ bert Schmidt aus Altenſtadt; am 8. Juni Karl Wagner aus Nieder⸗ olm; am 24. Aug. Ernſt Jaup aus Darmſtadt; am 2. Sept. Wilhelm Geyger aus Aſſenheim; am 28. Oct. Adolph v. Grolman aus Gießen; am 12. Dec. Karl Meiſel aus Bensheim; am 23. Wilhelm Bruch aus Mainz; am 14. Januar 1845 Joſerh Mayer aus Mettenheim; am 1. Febr. Eduard Riſchmann aus Mainzz am 25. Jacob Kroll aus Worms.

X. Dienſtnachrichten: Am 17. Febr. wurde der von dem Hrn. Grafen zu Stolberg⸗Wernigerode⸗Gedern auf die evang. Schullehrerſtelle zu Uſenborn präſentirte Schullehrer Landmann zu Michelau für dieſe Stelle beſtätigt; am 21. der Decan und evang. Pfarrer Kolb zu Rüſſels⸗

heim zum Decan des Decanats Großgerau auf wettere fünf Jahre er⸗ nannt und dem Pfarrvicar Olberter zu Angersbach die evang. Pfarr⸗ ſtelle zu Udenheim übertragen; der Dr. phil. Adam Hüffel dahier zum Lehrer an dem hieſigen Gymnaſium ernannt; am 22. dem Schulcandida⸗ ten Volk zu Kelſterbach die 2. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt übertragen, ſowie der von dem Frhrn. v. Wambolt zu Aſchaffenburg auf die kath. Schullehrerſtelle zu Birkenau präſ. Schulvicar Kilian daſ. für dieſe Stelle; am 28. der Gaſtwirth Ph. Fendt zu Hungen als Poſtexpeditor und Poſthalter daſelbſt beſtätigt; am 4. März der Controleur bei der Ortseinnehmerei und dem Nebenzollamte dahier, Jochim, zum Haupt⸗ zollamts⸗Controleur in Gießen, der Hauptzollamts⸗Aſſiſtent Smür⸗ mund zu Mainz zum Controleur bei der Ortseinnehmerei und dem Ne⸗ benzollamte dahier und der def. Oberfinanzkammer⸗Acceſſiſt Krenz dahier zum Aſſiſtenten bei dem Hauptzollamte zu Mainz ernannt.

XI. Verſetzungen in den Ruheſtand: Am 18. Februar der Schullehrer Fölſing zu Hopfgartenz am 25. der Stempler des Stem⸗ pelpapiers Gengenbach dahier auf ſein Nachſuchen.

XII. Concurrenz für: die kath. Pfarrſtelle von St. Quintin zu Mainz mit jährlich 1570 fl, ohne Hausanſchlag, jedoch mit der Verbind⸗ lichkeit, einen Kaplan zu halten und dieſem neben freier Station einen jährlichen Gehalt von 100 fl. zu verabreichen; die kath. Ptarrſtelle zu Neckarſteingch mit jährlich 746 fl. 50% kr.; die kath. Pfarrſtelle zu Läm⸗ merſpiel, Kr. Offenbach, mit 812 fl. 49 kr.; die 2. evang. Schullehrer⸗ ſtelle zu Semd, Kr. Dieburg, mit 223 fl. nebſt 25 fl. für Heizung des Schullocals; die neu errichtete evang Schullehrerſtelle zu Griesheim, Kr. Großgerau, mit 253 fl. nebſt 12 fl. für Heizung der Schulſtube. In Bezug auf die in Nr. 28 des Reg.⸗Bl von 1844 enthaltene Concurrenz⸗ eröffnung zu der neu errichteten 3. evang. Schullehrerſtelle zu Vilbel wird nachträglich bekannt gemacht, daß der mit jener Stelle verbundene Gehalt von 360 auf 410 fl. jährlich erhöht worden iſt.

XIII. Geſtorben ſind: Am 8. Oct. 1844 der penſ. Diſtrictsein⸗ nehmer Stein zu Biedenkopf, zuletzt in Gießen wohnhaft; am 14. Jan. der penſ. Steuerperäquator Eberwein zu Oberohmen, zuletzt in Gießen wohnhaft; am 18. Jan. der evang. Schullehrer Weller zu Niederbeſ⸗ fingen; am 16. Febr. der Domdecan Werner zu Mainz; am 18. der Gynmaſtallehrer Pr. Fuhr zu Worms; am 27. der Phyſikatsarzt Dr. Schulten zu Gernsheim.

XIV. Berichtigung: Zu der in Nr. 6(Seite 68) d. Regbl. angezeigten Dienſtentlaſſung des Poſthalters Schenck zu Nidda iſt nach einer weiteren Mittheilung nachzutragen, daß derſelbein Folge ſeiner Verzichtleiſtung auf die Poſthalterſtelle daſelbſt von dieſem Dienſte ent⸗ laſſen wurde.

Eine Seltenheit.

Balthaſar Müller von Langenhain, noch nicht 70 Jahre alt und ſeine Ehefrau Suſanne Eliſabethe Müͤl⸗ ler, geborne Ludwig, die ſchon ſeit 25 Jahren kränkelt feierten am 10. März im ſtillen Kreiſe ihrer anweſenden Kinder und Enkel die güldene Hochzeit.

Möchte der Himmel dieſen beiden Alten noch recht glückliche Tage ſchencken! 01

Kirchenbuchs-Auszug vom Februar 1845. I. Butzbach. Getraute:

25. Heinrich Wagner, Bürger und Bäckermeiſter dahier, ein Wittwer, und Anna Margaretha Riegelhuth, des verlebten Ortsbürgers und Herrſchaftlichen Schulthei⸗ ßen zu Niederweiſel Georg Heinrich Riegelhuth nach gelaſſene eheliche Tochter.

Getaufte: 4. Dem Bürger und Kaufmann Jacob Wießler ein Sohn, Louis, geb. den 21. Januar. 9. Eine uneheliche Tochter, Philippine Chriſtine, geb. den 25. Januar.

16. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Georg Chriſtoph Kohleis eine Tochter, Eliſabethe Katharine, geb. den 30. Januar.

16. Dem Bürger und Bürſtenbinder Heinrich Chriſtoph Steriko eine Tochter, Maria Margaretha, geb. den 3. Februar.

16. Dem Bürger und Mehlwieger Konrad Zimmermann eine Tochter, Wilhelmine, geb. den 27. Januar.

Maria 10 d de vaur el, In ame l

7 7*

12.

10 Jol 4 elſter/ 9. Mur

wirthes 4 am 1

18 Deſſen

725, Der 1 Val,

macherm und Lor Bürger

chelich

9. Dem

Bekountt

5

(292) Jord mogen des Bindewald des ohne d genden Ausſo min

5

bahier anzuz haben

di u erſcheinen

mit S

Vergleic

Zustand kon

ſonlich

nen Glaueig

ſehen werd Ulrichſt

cdal