Ausgabe 
1.3.1845
 
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70.

Entfernungen auf dieſer Straße detragen: von Fürth bis zum Knoten⸗ punkt in Lörzenbach 800, von da bis Rimbach 800, von Rimbach bis zum Einſchneidepunkt der Straße von Waldmichelbach 700, von dieſem Punkt bis Mörlenbach 700, von Mörlenbach bis Reiſen 1200, von Reiſen bis Birkenau 800, von Birkenau bis zur großh. badiſchen Grenze gegen Weinheim 400, im Ganzen 5400 Klafter.

VII. Verzeichniß rechtskräftig gewordener nach Art. 30 des Straf⸗ geſetzbuchs bekannt zu machender Strgfurtheile der Gerichte der Pro vinz Rheinheſſen, und zwar 3 des Großh. Aſſiſen⸗ und Specialgerichts zu Mainz, wegen ausgezeichneten Diebſtahls zu Correctionshaus von 1 bis Zuchthaus von 5 Jahren de.; 28 des Obergerichts zu Mainz, wegen Dieb⸗ ſtahls, Landſtreicherei ꝛc. von einjähriger Correctionshaus- bis dreijähriger Zuchthausſtrafe, wegen verheimlichter Niederkunft ꝛc. zu 2 Jahren Correc⸗ tionshaus; 4 vom großh. Kreisgerichte zu Mainz, wegen Diebſtahls und Betrugs zu mehrjähriger Correctionshaus⸗ und zu Zuchthausſtrafe; 3 vom großh. Kreisgerichte zu Alzey, wegen Diebſtahls und Landſtreicherei zu einjähriger Correctionshausſtrafe und vierjähriger Stellung unter polizei⸗ liche Aufſicht.

VIII. Dienſtnachrichten: Am 21. Jan. wurde der Revierför⸗ ſter des Rev. Beſſungen, v. Stockhauſen dahier, zum Forſtinſpector des Forſts Darmſtadt und der Revierförſter v. Klipſtein zu Niederramſtadt zum Revierförſter des Reviers Beſſungen; der Feldwebel im 1. Infant. Reg. Stroh zum Diſtrictseinnehmer in Ockenheim ernannt; am 28. Jan. dem kath. Pfarrer Blöſinger zu Mainz die kath. Pfarrſtelle zu Bensheim übertragen; der Hofger.⸗Secret.⸗Acceſ. Hill, zu Ortenberg, zum Aſſeſſor cum voto bei dem Landgerichte zu Schotten ernannt; am 3. Febr. dem Balthaſer Pfeil zu Gießen das Patent als Geometer 2. Cl. für den Kreis Gießen ertheilt; am 4. dem Criminalkaſſerechner Conzen zu Gießen zugleich die Stelle eines Rechners des geiſtlichen Landkaſtens zu Gießen übertragen.]

IX. Concurrenz für: die evangeliſche Pfarrſtelle zu Kaichen, Kr. Friedberg, mit jährlich 740 fl.,(Präſentation der Freih. Familie v. Leonhardi); die evang. Schullehrerſtelle zu Biebelsheim, Kr. Bingen, mit 269 fl. nebſt 40 fl. für Heizung des Schullocals.

Formel, wie das Maͤrckergeding zu Altenſtadt in der Wetterau gehegt worden i ſt.

Die nachſtehende geſchichtlich intereſſante Formel theile

ich aus dem 1540 angefangenen Markbuch der ehemaligen

Nark Altenſtadt, zwiſchen Friedberg und Büdingen gelegen,

mit, und gebe ſie ganz getreu, wie ſie unter dem Jahr 1616. in das Markbuch eingeſchrieben iſt: W.

Formul, wie von Alters hero das Märkergeding gehegt worden.

Ein Under Märkermeiſter der Altenſteter Mark fragt den Eltiſten Schöpffen, Erſtlich, Iſt es Zeit vnd duncket euch Zeit ſein, vnſer Altenſteter Markrecht vnd Merckerge ding zuhaben vnd zu hegen, wie von alters herkommen?

Antwort des eltiſten Schöpffen: Es duncke die Mercker Zeit ſein.)

Vnder Märkermeiſter ferner: Alſo hege ich Vnſer Aldenſtater Märkergeding vnd Markrecht in nahmen des heilichen Römiſchen Reichs, Vnd mit Vnſerer g. Herren, Herrn Burggrafen, Adelicher Baumeiſter vnd deß ganzen Regiments zur Keyß. Burgk vnd Stad Fridtbergk hulff vnd

) Unter dem 26. November(6. December neuen Styls) 1632. heißt es im Markbuch:Darauff der Vnder Märcker Meiſter Hanß Dorr den Elteſten ſchöffen Johann Wagner gefragt, Obs ahn der Rech⸗ ten Zeit vndt ſtundt ſey, daß Märckergeding zn halten? Darauff er geantwortet: Ja es ſey die Rechte Zeitt. Alſo iſt daß Märckerge⸗ ding gehegt, daß MarckInſtrument öffentlich Verleſen ꝛc. ꝛc.

gewalt, wie Vnſere Voreltern die Marck innen gehabt, grundt vnd boden, lenge vnd breit, mit beumen, hecken und ſtreuchen, Vnd wie wir Alenſtater Märcker, Vnd ſamptliche Mit Mär⸗ cker inn vnd außer der Marck dieſelbig vnſer Altenſtater Waldt vnd Markrecht eigenthümlich noch, mit grundt vnd boden einhaben, nuzen, vnd gebrauchen, mit vnſers geſtrengen vnd veſten Junckern Obermerckermeiſters hülff vnd gewalt, Vud Erlaube recht, vud verbiete vnrecht, Verbiete auch alle Vberfragen?), bei Pöen vnd ſtraff der höchſten Marckbuſſen, am allermeiſten, wie daß keiner dem Herrn Obermercker⸗ Meiſter vnd denn?) Vndermerckern in ire rede vnd geſpräch fallen, vnd reden, es werde den) ſolches von denn Herrn Ober Merckermeiſter erlaubt, vnd frage, ob ich vnſer Alden⸗ ſtater Märckergericht vnd Marckrecht, recht, wie von alters herkommen, gehegt habe?

Antwort des eltiſten ſchöpffen: Es düͤnckt vns recht ſein./ a

Aufloͤſung der Aufgabe in Nr. 11.

Da die Kriegscommiſſäre wahrſcheinlich keinen geringern Durſt hatten, als die Huſaren, ſollen von den 32 Schoppen, welche im Ganzen getrunken wurden, auf einen Jeden der vier Helden ein gleicher Antheil, alſo 8 Schoppen ange nommen werden. Die Gäſte bezahlten alſo für 16 Schop pen 8 Ducaten oder für 1 Schoppen ½ Duc. Paul hatte im Ganzen 12 Schoppen herbeigebracht, und da er ſelbſt 8 Schoppen trank, gab er an die Commiſſäre 4 Schoppen ab.

Jakob dagegen, welcher von ſeinen 20 Schoppen gleich falls nur 8 Schoppen genoſſen hatte, ſtellte zur Verfügung der Gäſte 12 Schoppen.

Da, wie geſagt, für 1 Schoppen ½ Duc. bezahlt wurde, trägt es dem Paul von 4 Schoppen 2 Duc. dem Jakob von 12 Schoppen 6 Duc.

Grünberg im Februar 1845. E. P.

Rechnenexempel.

Ein Landmann, welcher nach Nordamerika auswandern wollte, verkaufte ſeine ſämmtlichen Grundſtücke um 4000 Gulden, welche in vier Zielen von Jahr zu Jahr bezahlt werden ſollten. Um ſein Geld ſogleich zu erhalten, uͤbergab dieſer Mann einem reichen Kapitaliſten das Recht an den Kaufſchilling, und machte mit demſelben aus, daß er ihn gegen einen Nachlaß von 5 Proct., wobei auch die Zinſen von Zinſen anzuſchlagen ſeien, baar ausbezahle. Wie viel konnte der Verkäufer verlangen?

Nach meiner Berechnung wären zu zahlen:

a) für das erſte Ziel 52/5 fl.

b) für das zweite Ziel er

c) für das dritte Ziel 863

d) für das vierte Ziel 8227 l fl.

Im Ganzen 3545175881 fl. oder 3545 fl. 52... Kr. 2) Ueberfragen d. i. überflüſſige Fragen außer den erlaubten.

2) denn d. i. denen. ) den d. i. denn.

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