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jenigen, welche bei der vorigen Muſterung als temporär untauglich, als unterm Maas, oder aus anderen Gründen zur Muſterung für 1845 zurückgeſtellt worden, in ben Ge— meindeliſten wieder eingetragen werden.
Grünberg den 20. Dezember 1844. Ouvrier.
Die zur nächſten Muſterung Zurückgeſtellten ſind:
1) Heinrich Gotta von Altenhain, 2) Johann Caſpar Müller von Felda, 3) Johannes Weitzel von da, 4) Joh. Konrad Jockel von Grünberg, 5) Johann Georg Dietrich Kißner von da, 6) Karl Heinrich Quentin von da, 7) Jo⸗ hann Georg Loth von Haarbach, 8) Weigand Hoffmann von Köddingen, 9) Heinrich Neeb von Kölzenhain, 10) Jo⸗ hannes Jungel von Lohnheim, 11) Johann Heinrich Binde⸗ wald von Meiches, 12) Johannes Schnegelberger von da, 13) Chriſtian Laub von Merlau, 14) Simon Bauer von da, 15) Joh. Heinrich Kratz von Niederohmen, 16) Johan- nes Lenz von da, 17) Joh. Georg Momberger von Ober— ohmen, 18) Johann Heinrich Herzberger von Queckborn, 19) Joachim Johann Karl Rohr von da, 20) Joh. Michael Schmidt das., 219) Alexander Otterbein von Ruppertenrod, 22) Ludwig Adam Merz von Saaſen, 23) Heinrich Kon⸗ rad Dietz von Ulrichſtein, 24) Samuel Tuch daſelbſt, 25) Chriſtian Schuch von Waickartshain, 26) Joh. Tröller daſ.
Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Buͤrgermeiſter und die Vorſtaͤnde der israelitiſchen Religionsgemeinden des Kreiſes. Betreffend: Die Auflöſung des Provinzialvorſtandes des Vereins zur Verbeſſerung des Zuſtandes der Israeliten für die Provinz Oberheſſen.
Indem ich Sie auf die Bekanntmachung des Vorſtan⸗ des des Vereins zur Verbeſſerung des Zuſtandes der Israe— liten vom 11. November d. J. in Nro. 97 des Intelligenz⸗ Blattes verweiſe, empfehle ich Ihnen, dem intentirten wich— tigen Zwecke des Vereins Ihre Mitwirkung nicht zu verſagen.
Beitrittserklärungen können von meinem Bureau be— zogen werden.
Friedberg den 9. Dezember 1844.
J. V.: Krach, Gr. Kr.⸗Setr.
Das Intelligenzblatt an ſeine Leſer. Glückſel ges neues Jahr! Geſundheit, langes Leben! Friede, Freud' und Einigkeit Und die ewige Glückſeligkeit! — das wünſch' ich allen Menſchen, meinen Leſern vorzugs— weiſe. Glück wünſche ich meinen Leſern und will auch, was in meinen Kräften ſteht, gerne thun, um das Glück derſelben möglichſt zu befördern. Ich werde darum, wie es in vergangenem Jahre geſchehen iſt, ſo auch fernerhin, wo die Umſtände es geſtatten, gerne von den wichtigſten Ange— legenheiten des Menſchen reden, um das Meinige dazu bei⸗ zutragen, daß das Reich des Lichts und der Wahrheit immer mehr ausgebreitet, geiſtige Nacht aber und die Herrſchaft des Trugs und der Sünde immer mehr vermindert werde, und bei einem jeden Werke der Liebe, heiße es, wie es wolle, werde ich bereitwillig zu ſeiner Empfehlung und Hebung meine Spalten öffnen. Den Menſchen für den Himmel erziehen, das iſt die größte Aufgabe, die heiligſte Pflicht, die Jeder gegen ſich ſelbſt, und Einer gegen den Andern hat und ich werde nicht müde werden, auch meinerſeits an der Löſung bieſer Aufgabe zu arbeiten und mir die Erfüllung dieſer Pflicht angelegen ſein zu laſſen.— So lange aber der PNenſch auf der Erde lebt, muß er auch für die Erde leben i es wird deßhalb nicht blos das Höchſte, das Himmliſche,
ſondern auch das minder Erhabene, das Irdiſche fortwährend in den Kreis meiner Beſprechungen gezogen bleiben. Ge— meinnützige Aufſätze aller Art, Nachrichten über das, was die Geſetzgebung des Landes Neues bringt, Mittheilungen über merkwürdige Vorfallenheiten in naher und weiterer Ferne ꝛc. werden auch in der Zukuuft wechſeln in bunter Reihe, wie es die Zeit erheiſcht und der Raum vergönnt. Ausarbeitungen, die den vorſtehenden Andeutungen gemäß, einen der bezeichneten Gegenſtände in bündiger, würdiger, für meinen Kreis paſſender Weiſe beſprechen, ſind ſtets will⸗ kommen und finden willige Aufnahme.— Jedoch will ich nicht mit lauter ernſten Dingen mich beſchäftigen— das Leben an ſich iſt ja ſchon ernſt genug— ſondern ich will den Ernſt auch hie und da gleichſam zur Würze mit einem Scherze unterbrechen, wobei ich nichts wünſche, als daß du, geneigter Leſer, meine Abſicht nicht mißkennen und ſtets in der Stimmung, über einen unſchuldigen Scherz dich freuen zu können, ſein mögeſt.
Dieß, mein lieber Leſer, haſt du im jetzt beginnenden Jahre von mir zu erwarten und obwohl ich ſeit vorigem Jahre in einem neuen Gewande erſcheine, deſſen Anſchaffung und Unterhaltung meinen Herrn gar manches Opfer koſtet, an das er früher nicht dachte, als er mir mein altes Röck⸗ lein auszog, ſo ſollſt du doch nicht mehr, als früher, dafür, daß ich dich zweimal wöchentlich beſuche, bezahlen. Aber das bitte ich mir aus, daß du mir, wann und ſo oft ich komme, ein freundliches Geſicht machſt, denn böſe Geſichter kann ich ums Leben nicht leiden. Kann ich mehr geben und kann ich weniger verlangen?
Einweihung des neuen Schulhauſes zu Oberrosbach.
Der 15. Dezember war ein Tag der Freude für die ganze Gemeinde zu Oberrosbach. Schon ſeit Jahren hatte nämlich dieſelbe das Bedürfniß eines neuen Schulgebäudes tief empfunden, indem die engen und niederen Räume des alten, beſonders bei der immer ſteigenden Anzahl der Schul⸗ kinder, einen doppelt nachtheiligen Einfluß auf die Geſund— heit der letzteren ſowohl, wie auf die des Lehrers ſelbſt, haben mußten. Um dieſem Uebel abzuhelfen, ſahen wir im letzten Jahre ein ſtattliches, zweckmäßig eingerichtetes Schul⸗ haus erſtehen, deſſen ſehnlichſt erwartete Einweihung Sonn⸗ tag den 15. Dezember Statt fand.
Die Feierlichkeit begann mit dem Gottesdienſte in der Kirche, woſelbſt nach Abſingung des Liedes Nr. 520.„Die Kinder, deren wir uns freun, ſind alle Gott und Vater, dein!“ unſer würdiger Herr Pfarrer Strack über den von ihm wohl gewählten freien Text: Titus 3, V. 14. Laß aber auch die Unſern lernen“ eine ſehr gediegene Predigt hielt, die nebſt einigen von Herrn Pfarrer Strack dazu ge⸗ dichteten und am Schluſſe geſprochenen Verſen ihre Wirkung auf die Herzen aller Anweſenden nicht verfehlte. Unter dem Geläute aller Glocken bewegte ſich hierauf der feierliche Zug, die von ihrem Lehrer geführte Schuljugend voraus, die bei⸗ den Herrn Geiſtlichen, der Kirchen- und Schulvorſtand, Bür⸗ germeiſter und Gemeinderath und der größte Theil hieſiger Einwohner, nach dem neuen Schulhauſe, vor welchem un— ſer würdiger Herr Oberpfarrer Rahn nach Abſingung des Liedes Nro. 391,„Ach Gott verlaß mich nicht,“ eine dem Feſte angemeſſene, ergreifende Einweihungsrede hielt. Hier⸗ auf wurde das neue Schulhaus von unſerm Herrn Bür⸗ germeiſter Blecher eröffnet, die Schuljugend in die neuen Schulſäle eingeführt und von derſelben das Lied Nr. 415, „Lobet den Herrn, den mächtigen König der Ehren!“ mehr⸗ ſtimmig geſungen. Zum Schluſſe richtete Herr Oberpfarrer Rahn noch einige ſchöne Worte an unſern wackern Schul⸗ lehrer Herrn Werner.
ſeyn. Al daher alle, urkunden geſotdert, heute an als ere Eindtage gelöscht
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61¹ wird auf bon Vilb mit der e Hofraithe elne grof ein dara Gemüs⸗ baute g. 6 Jahre, Pachtzeit
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in hieſig. bietende! nur die keit gent ruͤcſichti Auf 1 den Net Pacht! Soll Pachtlis Hand z ſelben. die nah qu wend Vilb
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