Ausgabe 
28.2.1844
 
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Oeffentliche Aufforderung.

203) ueber das Vermögen des Pachters nde Thaler zu Obererlenbach hat Großh. Hofgericht den förmlichen Concurs erkannt und deſſen Leitung dem unterzeichneten Ge richte überlaſſen. Demgemäß werden alle die jenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an gedachte Maſſe zu haben glauben, hiermit auf⸗ gefordert, ſolche ſo gewiß in dem auf Dien⸗ ſtag den 2. April 1844, Vorm. 9 Uhr, ange⸗ ſetzten Liquidationstermin entweder perſönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte anzuzeigzn und zu begründen, als ſonſt ohne daß ein de⸗ ſonderes Präcluſivdecret ergeht, Ausſchluß von der Maſſe erfolgt..

Da die Maſſe ſehr bedeutend überſchuldet iſt, ſo dürfte kein nicht durch ein Vorzugsrecht geſicherter Gläubiger, Ausſicht auf irgend eine Zahlung haben, auch ſoll im Termine ange legentlichſt die Güte verſucht werden, weßhalb die Vollmachten der Mandatare zu einem Ver gleiche ermächtigen müſſen.

Groß karben am 5. Februar 1844.

Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt.

Braunkohlenverkauf zu Wölfersheim und Weckesheim.

(222) Die Nachfrage nach Braunkohlen⸗ klötzen war ſeither zu Wölfersheim ſo ſtark, daß der ziemlich bedeutende Vorrath gänzlich aufgegangen iſt, was ich hiermit, zu Begeg⸗ nung vergeblicher Wege, unter dem Anhange zur öffentlichen Kenntniß bringe, daß zwar auch die Weckesheimer Braunkoblenkloͤtze ſehr geſucht geweſen, ſich daſelbſt aber immer noch ein anſehnlicher Vorrath befindet, welcher, um Raum zur Kloͤtzförmerei zu gewinnen, zu dem billigen Preiß von 8 kr. pro Centner vor der Hand und bis zu weiterer Verfügung abge⸗ geben, auch auf Verlangen ſechs Monate cre ditirt wird. Hungen den 24. Februar 1844. Der Fürſtliche Rentamtmann daſ. Kießling.

Bekanntmachung. (223) Die Braunkohlen-Conſumenten des Dorheimer Bergwerks, namentlich diejenigen, welche auf Bürgſcheine Braunkohlen zu bezie hen beabſichtigt haben, werden aufgefordert, ſich zu beeilen, ibren Kohlenbedarf zu beziehen, indem keine Aufbewahrung von Klötzen ſtatt⸗ findet. Die disponiblen Braunkohlen-Vorräthe werden in 3 Tagen vergriffen ſein.

Dorheimer Bergwerk d. 22. Feb. 1844. Der Gr. Berginſpector A. Söet oer ch.

Arbeits-Verſteigerung. (220 Die bei Unterhaltung des Thurmes an der hieſigen katholiſchen Kirche vorkommen den Bauarbeiten, beſtehend in;

Zimmerarbeit, voranſchlagt zu 5 fl.

Schreinerbeit 56

Schloſſerarbeit 21*

Weißbinderarbeit 20 ſollen Freitag den 1. März l. J., Vormittags um 10 Uhr, im kath. Pfarrhauſe wenigſt nehmend an übernahmsfähige Meiſter verſtei

gect werden.

Holzhauſen v. d. H. d. 24. Feb. 1844. In Auftrag des Kirchenvorſtandes

Der Gemeindebaumeiſter

Ruths.

Eidie tar (225) ueber den äuſſerſt geringen und ſehr bedeutend überſchuldeten Nachlaß des dahier verlebten Ortsbürgers Johannes Jüngſt, hat Großh. Hofgericht zu Gießen den Toncurs er

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kannt und das unterzeichnete Gericht mit deſ ſen Leitung beauftragt. 14 8

Dieſemgemaͤß werden alle diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an den gedachten Nachlaß bilden wollen, aufgefordert, ſolche ſogewiß im Termin Dienſtag den 16. April l. J., Vorm. 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt auf ſolche keine Rückſicht genommen und der Ausſchluß von der Maſſe obne beſonderes Prä cluſivdecret zu erlaſſen erfolgt.

In dem Termin ſoll die Gute verſucht wer⸗ den und wegen des etwa nöthigen Curators verhandelt werden, weshalb die Vollmachten etwaiger Mandatare auch zum Abſchluſſe eines Vergleichs ermächtigen müſſen.

Groskarben den 14. Februar 1844.

Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt. Edicetalladung. (226) Nachdem gegen den Krämer und Kurſchnermeiſter Heinrich Kuhl II. von hier der Concurs erkannt worden iſt, werden Alle, welche aus irgend einem Grunde Anſprüche an die Maſſe bilden, hiermit aufgefordert, die ſelben im Termin Samſtag den 20. April l. J., Vormittags 9 Uhr, bei Vermeidung des ohne Präcluſivdecret er⸗ folgenden Ausſchluſſes von der Maſſe anzu⸗ melden und zu begründen. 0 Butzbach den 16. Februar 1844. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Völcker. Logis-Vermiethung. (227) Dienſtag den 5. März d. J., Nach⸗ mittags 4 Uhr, wird in der Amtsſtube des Unterzeichneten, eine in dem fiscaliſchen Hauſe in dahieſiger Burg, die Bauverwalterey ge nannt, befindliche, aus Stuben und Alkoven beſtehende Wohnung, wozu ein Theil des Kel⸗ lers und Speichers gehört, vom 29. April d. J. an auf 3 Jahre an den Meiſtbietenden vermiethet.

Friedberg den 22. Februar 1844.

Der Großh. Heſſ. Rentamtmann Bu ß.

NUN NN

Privat- Bekanntmachungen.

Verlornes. (228) Donnerſtag den 22. d. M. wurde auf dem Wege von Obererlenbach nach Oberwöll⸗ ſtadt ſämmtliche in einen Kiſſenüberzug gepackte

Kleidungsſtücke und Papiere von einer armen

Dienſtmagd verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieſelben bei Herrn Müller An⸗ dreas Falkenſtein in Obererlenbach gegen eine Belohnung abzugeben.

Aufforderung. (229) Der Mahlburſche und Mühlarzt Fried

rich Mittenentzwei wird erſucht mich nächſtens

zu beſuchen, oder mir wenigſtens ſeinen der maligen Auſenthalt anzuzeigen, indem ich noth wendig mit ihm zu ſprechen habe. Himbach bei Büdingen d. 19. Feb. 1843. J. F. Schreer.

Berliniſche Lebens- Ver⸗ ſicherungs⸗Geſellſchaft.

(230) Die Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft hat fuͤr das ſo eben vollendete ſiebente Jahr ihrer Thätigkeit die Genugthu⸗ ung, einen weſentlichen Zuchwachs von Bei⸗ getretenen anzeigen und das Geſchäfts-Ergeb niß von 1843 als beſonders erfreulich bezeich⸗ nen zu können

Die angemeldeten Todesfälle ſind der Zahl nach, beſonders aber hinſichtlich der dadurch beanſpruchten Summe, ſowohl gegen das Jahr 1842, als an und fur ſich, auffallend gering. Sie betragen 66 Perſonen mit 77,900 Thalern.

Das Jahr 1842 ſchloß mit 4369 Perſonen und einem verſicherten Kapitale von 5,149,800 Thalern. Das Jahr 1843 ergiebt einen Be⸗ ſtand von 4923 Perſonen und eine verſicherte Summe von Fünf Mil⸗ lionen und 792,800 Thalern, ſo, daß ſich, nach Abzug der ausgeſchiedenen und verſtorbenen Verſicherten, ein Zuwachs von 554 Perſonen und 643,000 Thalern zeigt. Angemeldet wurden im Jahre 1843. 956 Perſonen mit Einer Million

77,300 Thalern.

Da die Geſellſchaft an Ausdehnung und Stabilität jährlich namhaft zunimmt und ſich dadurch die Anerkennung der von ihr darge⸗ botenen Vortheile bethätigt, ſie auch in der Ausbeutung von Dividenden durch Anrechnung auf die Prämien der Verſicherten nicht zurück⸗ geblieben iſt, ſo darf ſie ſich der Erwartung ferneren gedeihlichen Fortſchreitens mit Zu⸗ verſicht hingeben. Der gewöhnliche Rechen⸗ ſchafts-Bericht mit den detaillirten Angaben über den Geſchäftsbetrieb und mit der An zeige der für das Jahr 1839 zu vergütenden Dividenden wird nach gehaltener Generalver ſammlung zur öffentlichen Kenntniß gebracht werden.

Geſchäfts⸗Programme, Antrags-Formulare und ſonſtige Erlaͤuterungen werden die Herrm Agenten der Geſellſchaft, ſo wie der Unter⸗ zeichnete(im Geſchäftsbureau Spandauerſtraße Nr. 29.) auf Verlangen jederzeit bereitwillig mittheilen.

Berlin den 20. Januar 1844.

5 Lobeck, General⸗Agent. Vorſtehende Nachricht über die bisheriges Wirkſamkeit der Berliniſchen Lebens⸗Verſiche⸗ rungs⸗Geſellſchart bringe ich hiermit zur öffenk⸗ lichen Kenntniß. Friedberg den 22. Februar 1844. G. F. Nau, Agent der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs⸗ Geſellſchaft. Ein Heimathſchein (2310 wurde von einem Dienſtboten am verfloſſenen Freitag den 23. Febr., Nachmit⸗ tags, zwiſchen Niederwöllſtadt und Kaſchen verloren. Der redliche Finder wird erſucht, denſelben bei Gr. Bürgermeiſterei zu Kaichen gegen eine angemeſſene Belohnung gütigſſ abzugeben.

Der Unterzeichnete hat einen Volksbücher⸗Leſezirkel

ver ſuchsweiſe errichtet, an welchem man unter folgenden Bedingungen Theil nehmen fann: 1) Man kann zu jeder Zeit als Abom nent des Volksleſezirkels eintreten. 2) Den Abonnementsbetrag iſt pro Monat 6 Kreuzen, welche voraus zu bezahlen ſind. 3) Es wir! wöchentlich Ein Buch abgegeben, welches rege! mäßig an einem beſtimmten Tage gegen eil anderes Buch umzutauſchen iſt. Der Alt tritt aus dem Abonnements kann nur mona lich geſchehen und iſt 8 Tage vorher bei dein Unternehmer anzuzeigen.

Das Verzeichniß der Bücher, welche bis je zirkuliren, koſtet 2 kr. U

Sollte dieſer Verſuch Anklang finden, wird der Unterzeichnete nicht ermangeln, di ſen Leſezirkel durch gute Schriften immm mehr zu vervollkommnen.

Friedberg. C. Bindernagel,

Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.

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