* Waarenbeſtellungen bei anderen Perſonen, als den nnter 1 genannten, gänzlich verboten. Dieſe Beſtimmung gilt auch von denjenigen Reiſenden, welche mittelſt Herumgehens von Haus zu Haus Subſcriptionen oder Prä⸗ numerationen auf Bücher und ſonſtige Druckſchriften einſammeln.— 3) Eine Ausnahme hiervon findet nur in Anſehung der Beſtellungen auf Wein ſtatt, welche auch fernerhin ohne Beſchränkung auf gewiſſe Perſonen geſucht werden können.— Wer den vorſtehenden Beſtimmungen zuwider⸗ handelt, iſt mit einer Polizeiſtrafe von 10 bis zu 50 Gulden zu belegen. Kann die Geldſtrafe nicht beigetrieben werden, ſo iſt ſie im Gefängniß mit einem Gulden für jeden Tag, zu 24 Stunden gerechnet, zu verbüßen.
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Von allen eingehenden Geldſtrafen erhält der Denunciant ein Dritttheil.—
5) Auf die Vorſchriften gegenwärtiger Verordnung ſoll in den für Han⸗ delsreiſende auszuſtellenden Gewerbslegitimationsſcheinen ausdrücklich hin⸗ gewieſen werden.— 6) Dieſe Verordnung tritt mit dem Tage ihrer
Publication in Wirkſamkeit und findet auch auf diejenigen Handelsreiſen⸗
den Anwendung, welche bereits einen Gewerbslegitimationsſchein erhalten haben.—
VIII. Namens veränderungen: Es wurde geſtattet: am 16. Jan. dem Carl Kahn zu Weiſenau künftig den Familiennamen„Levis, am 23. der Eliſabethe Catharine Krieg zu Seeheim den Namen„Sch ü⸗ ler“ und am 30. dem Ludwig Hinkel zu Pfungſtadt den Namen„Cröß⸗ mann zu führen.—
IX. Dienſtnachrichten: Am 9. Jan. wurde der prov. Rent⸗ amtsdiener Becker zu Alsfeld zum Rentamtsdiener daſelbſt ernannt; am 12. dem Friedensgerichtsſchreiber Dr. Schmahl zu Niederolm die Stelle eines Gerichtsſchreibers bei dem Friedensgericht zu Alzey und dem Nota⸗ riatscandidaten Hartmann von Pfiffligheim, dermalen zu Mainz, die Stelle eines Gerichtsſchreibers bei dem Friedensgerichte zu Niederolm; am 18. dem Schulvicar Sturmfels zu Roßdorf die 2. evang. Schullehrer⸗ ſtelle daſ. übertragen; am 26. der Acceſſiſt bei dem Geh. Secretariate des Miniſteriums des Innern und derJuſtiz, Miniſterial-Secretär Frhr. v. Stein, zum Geh. Secretär bei dieſem Miniſterium und der Hofgr.⸗Se⸗ cret.⸗Acteſſ. G. Ad. Frhr. v. Lehmann, unter Verleihung des Charakters als Miniſterial⸗Secretär, zum Acceſſiſten bei dem Geh. Secretariate des Miniſteriums des Innern und der Juſtiz ernannt.—
X. Charakterertheilungen: Am 12. Jan. dem evang. Pfar⸗ ter Klingelhöfer zu Kirchberg als Kirchenrath und am 24. dem Aſſeſſor bei dem Provinzialcommiſſär und Kreisrathe dahier, Dr. Hardy, als Regierungsrath.—
XI. Verſetzung in den Ruheſtand: Am 12. Jan. der Orts⸗ einnehmer Hoffmann zu Wetterfeld.—
XII. Concurrenz für: die Diſtrikteinnehmereien Waldmichelbach mit beiläufig 750 fl., Mörlenbach 770 fl., Kirtorf 640 fl., Breidenbach (O. E. Biedenkopf) 550 fl.(binnen 4 Wochen bei Großh. Oberfinanz⸗ kammer 1. Sect.); die evang. Pfarrſtelle zu Billertshauſen, Kr. Alsfeld, mit jährlich 1211 fl.; die evang. Schullehrerſtelle zu Oberbreidenbach, Kr. Alsſeld, mit 296 fl., nebſt 14 fl. 8 kr. für vier Stecken Holz zur Heizung des Schullocals; die evang. Schullehrerſtelle zu Rennertehauſen, Kr. Biedenkopf, mit 300 fl., nebſt 6 Stecken Holz zur Heizung der Schul— ftube.—
XIII. Geſtorben ſind: Am 23. Jan. der ev. Pfarrer Haber— korn zu Langſtadt; am 25 der Hauptzollamtsdiener Glitſſch zu Mainz; am 27. der Schullehrer, Präceptor Möſer zu Ulrichſtein; am 1. Feb. der Oberſteuerbote Simon zu Darmſtadt, der Nachrichter Schillinger zu Mainz.
Der Weg nach dem Gottesacker in Friedberg. (Eingeſendet.) f
Daß unſere gute Stadt Friedberg ſich nicht der beſten und namentlich nicht der reinlichſten Straßen und Wege zu erfreuen hat, iſt männiglich bekannt und lehrt Jeden der Augenſchein. Man hört dieſen Mißſtand oft ent⸗ ſchuldigen mit der Beſchaffenheit des Bodens, mit der ſo äußerſt ſtarken Frequenz u. ſ. w. und ich bin weit entfernt, die Haltbarkeit ſolcher Entſchuldigungsgründe gänzlich in Abrede zu ſtellen. Aber unbegreiflich iſt es mir, wie der
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Weg nach dem neuen Gottesacker vor dem Fauerbacher Thore, der doch ſo häufig gegangen werden muß, der auch ſo häu⸗ fig von den Hinterbliebenen der dort Beerdigten gerne ge— gangen werden möchte, wie ein ſolcher Weg, der zu einem Heiligthum der Stadtbewohner führt, ſo vernachläſſigt wer— den kann, wie er wirklich vernachläſſigt iſt, ſo, daß man im wörtlichen Verſtande bis an die Knöchel in Schmutz und Waſſer waten muß, wenn Pflicht oder Liebe Einen dieſes Weges führen. In andern Städten bietet man Alles auf, um wenigſtens den Weg nach dem Friedhofe ſeiner würdig herzuſtellen— warum iſt es hier anders? Einſender iſt überzeugt, die betr. Behörden brauchen nur auf den bereg— ten Mißſtand aufmerkſam gemacht worden zu ſein und ſo— gleich wird das Beſſermachen- angeordnet werden, denn ſie theilen gewiß des Einſenders Meinung: es gibt noch ein höheres Ziel, das zu erſtreben ſteht, als das— zu ſparen!—
5 5 5 i 5 Kirchenbuchs-Auszug vom Januar 1844. Grünberg. Getraute: Der Bürger und Schuhmacher Hermann Stamm, des Johannes Stamm, Bürgers und Taglöhners zu Hom— berg an der Ohm, ehelicher Sohn und Anna Chriſtina Feller, des hieſigen Bürgers und Schreiners Johann Jacob Feller eheliche Tochter. Getaufte: 1. Dem Kaufmann Eduard Groos eine Tochter, Anna Louiſe Wilhelmina Sophia Karolina, geb. den 21. No⸗ vember 1843. 2 Dem Bürger und Bäcker Johannes Siegfried eine
31.
Tochter, Maria Katharina Bertha, geb. den 19. De⸗
zember 1843.
Dem Bürger und Schuhmacher Chriſtian Friedrich Schmierer eine Tochter, Chriſtina Eliſabetha, geb. den 29. Dez. 1843.
Dem Bürger und Kaufmann Chriſtian Zickendraht eine Tochter, Emilie Chriſtine, geb. den 6. Dez. 1843. Dem Bürger und Tuchmacher Heinrich Ludwig Biſchoff ein Sohn, Julius, geb. den 5. Jan.
Beerdigte:
Johann Daniel Immelt, Ortsbürger und Metzger zu Freienſeen, alt 84 Jahre und 3 Tage, 1 den 4. Jan. Paul Wilhelm Karl Sophus Arnold, des Bürgers und Kreisboten Wilhelm Auguſt Arnold ehelicher Sohn, alt 5 Jahre, 1 Mon. und 26 Tage, 1 den 6. Jan. Maria Eleonore Semler, des Bürgers und Leinwebers Johannes Semler Ehefrau, alt 80 Jahre, 4 Mon. und 6 Tage, 7 den 12. Jan. 8
Johann Juſtus Vaupel, Bürger und Wollweber, alt 65 Jahre, 5 Mon. und 8 Tage, fu den 14 Jan., Georg Heinrich Hoffmann, Bürger, Bäcker und Kir— chenälteſter, alt 64 Jahre, 8 Mon. und 11 Tage, den 19. Jan.
Johannes Schmidt, Buͤrger und Leinweber, alt 57 Jahre, 1 Mon. und 15 Tage, 1 den 22. Jan.
28. 28.
25.
Mild e Gaben.
Ferner ſind für den Simon Brauburger in Obererlenbach ein⸗ gegangen: von Hrn. Bürgermeiſter Huth in Langenhain 1 fl., von der Ge⸗ meinde Langenhain 1 fl.(Zu Petterweil wurde unmittelbar nach dem Brande eine Subscription für den verunglückten Simon Brauburger er⸗ öffnet und dadurch 23 fl. 53 kr. und etwa 7—8 Fuder Stroh, ſowie von dem Herrn Schullehrer Weygand daſelbſt durch die Schulkinder noch weiter 4 fl. zuſammengebracht und am 29. v. M. an gedachten Simon Brauburger abgeliefert.) D. Red.
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