Ausgabe 
27.11.1844
 
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beimer daſelbſt die Stelle eines 2. Landgerichtsdieners bei dem Landge⸗ richte Grünberg ertheilt; am 8, der ordentliche Profeſſor der Mediein, insbeſondere der Phpſiologie, Dr. Biſchoff zu Gießen zugleich zum ordent. Profeſſor der Anatomie und zum Director des phyſiologiſchen und des anatomiſchen Inſtituts an der Landesuniverſität ernannt; der Zimmermei⸗ ſter und ſeith. 1. Scharfrichtergehülfe Reichmann zu Mainz zum Scharf⸗ richter für den Umfang des Großherzogthums ernannt.

V. Dienſtentlaſſungen: Am 29. Oct. wurde der Phyſicatschi⸗ rurg Frank zu Gladenbach, Kr. Biedenkopf, auf Nachſuchen, von ſeiner Stelle entbunden; am 6. November der 1. Landgerichtsdiener Sudheimer zu Grünberg, auf Nachſuchen, von ſeiner Dienſtſtelle und die Lehrerin an der 2. Mädchenſchule zu Caſtel, im Stadtbezirke des Kreiſes Mainz, Eli⸗ ſab. Brand, ebenfalls auf Nachſuchen, von ihrer Stelle entlaſſen.

VI. Concurrenz für: die kath. Pfarrſtelle zu Aſtheim, Kr. Groß⸗ gerau, mit jährlich 1016 fl.; die evang. Pfarrſtelle zu Wersau, Kr. Die⸗ burg, mit 993 fl.; die evang. Pfarrſtelle zu Wohnbach, Kr. Hungen, mit 530 fl.,(Präſentation des Hrn. Grafen zu Solms-Laubach); die 1. evang. Schullehrerſtelle zu Waldmichelbach mit 367 fl. 21 kr. nebſt Stecken Holz zur Heizung der Schulſtube; die 3. evang. Schullehrerſtelle daſ. mit einem, einſchließlich der mit 10 fl. in Anſatz gebrachten Vergütung für Wohnung, 200 fl. betragende Gehalt nebſt 4 Stecken Holz zur Hei⸗ zung der Schulſtube; die kath. Schullehrerſtelle an der 2. Knabenſchule zu St. Peter in Mainz mit jährlich 400 fl.

VII. Geſtorben ſind: am 6. Sept. der Landgerichts⸗Aſſeſſor Bader zu Seligenſtadt; am 20. Oct. der Schullehrer Müller zu Betzen⸗ rod; am 30. der Friedensgerichtsſchreiber Thiel zu Oſthofen; am 31. der Landrathsdiener Schuck zu Erbach; am 4. Nov. der wirkl. Geheime⸗ rath und Landjägermeiſter Frhr. v. Bibra zu Romrod; der penſ. Forſt⸗ mitaufſeher Grandhomme zu Büttelborn; am 6. der Phyficatsarzt Dr. Neuling zu Seligenſtadt.

T Aus Starkenburg, im November.

Die ſeither in verſchiedenen Blättern enthaltenen Mit⸗ theilungen über die Darmſtädter Rentenanſtalt ſchei⸗ nen im Publicum die Anſicht gebildet zu haben, daß dieſes wohlthätige Inſtitut hauptſächlich denjenigen Perſonen Vor⸗ theil bringe, welche in jungen Jahren demſelben beitreten. Dieſe Anſicht mit kurzen Worten zu widerlegen, iſt der Zweck dieſer Zeilen. Nach den Statuten dieſer Anſtalt nehmen alle Geſellſchaftsglieder nach überſchrittenem 45. Lebensjahre, neben der gewöhnlichen Klaſſenrente, auch an den Zeitrenten, und nach weiteren 5 Jahren an den Leib renten Theil, während die Jüngeren damit warten müſſen, bis ſie dieſe Lebensalter erreichen. Je näher alſo Jemand dieſen beiden Altern ſteht, deſto früher kann er auch eine höhere Verzinſung ſeines eingelegten Capitals erwarten. Dies iſt gerade einer der Vorzüge der Rentenanſtalten, daß ſie in den Jahren, wo Eltern noch die Pflege der Kinder übernehmen, oder wo die Erwerbsfähigkeit in ihrer höchſten Kraft ſteht, Capitalien ſammeln, die erſt dem reiferen Alter zu Gute kommen. Den auffallendſten Beweis hierfür liefert die anerkannt ſolide badiſche Rentenanſtalt in ihrer Bekannt machung in Großh. Heſſ. Zeitung Nro. 316. und in der Beilage des Frankfurter Journals Nro. 314, woranf wir verweiſen. Hieraus kann erſehen werden, daß diejenigen Perſonen, welche im Jahr 1835 in einem Alter von 1 bis 35 Jahren beitraten, von 200 fl. Einlage, 7 fl. 18 kr. bis 7 fl. 39 kr. an Jahresrenten beziehen, daß dagegen die Mitglieder der 6. Claſſe, die alſo damals das 60. Jahr er⸗ reicht hatten, nach 9 Jahren ſchon 125 fl. 31 kr., alſo 67

Procent Rente von dem urſpruͤnglich eingelegten Cautg erhalten. In der 1837r Jahresgeſellſchaft geſtaltet ſich e del ſes Verhältniß noch viel günſtiger, denn hier werden da dn älteſten Mitgliedern für 200 fl., welche vor 7 Jahren i gelegt wurden, in dieſem Jahre 286 fl. 4 kr. und im 50 105 Uppold cin 1845 vielleicht ſchon die höchſte Rente mit 300 fl. bey!% den die dann bis an das Lebensende nicht verringert weiß e kann. Wenn dieſes überaus glänzende Reſultat Theil auch Glückszufällen beigemeſſen werden darf, ſo ff fert es doch den ſicheren Beweis, daß die Verheißungen d N. Anſtalt nicht aus der Luft gegriffen ſind, ſondern auf sh ter Baſis beruhen. Betrachtet man die augefüllih Thatſachen, ſo könnte es im Gegentheil auf den erſten! 1 Dichl eheliche genblick ſcheinen, als wenn das Alter zum Nachtheil M. 3 Jugend begünſtigt wäre; dies iſt jedoch keineswegs der af f. Der am 27

denn die jüngern Mitglieder treten in die nämlichen Grüning theile ein, wenn ſie das Alter erreicht haben, in welh ch die ſcheinbar Bevorzugten gegenwärtig ſtehen. Bei if Sekanntma

Dingen in der Welt gibt die Erfahrung den Maßſtab, her wirft alle Theorien über den Haufen; den Beweis Ulf g beſitzen diejenigen, welche, mit ihren Rentenſcheinen verſſi von zweihundert im Jahr 1837 eingelegten Gulden a Augenblick einen baaren Zinſengewinn von 286 fl. 4 einſtreichen können Solchen Reſultaten gegenüber ſchwinden alle Anfeindungen in Nichts. Jedes, auch vorzüglichſte Inſtitut hat ſeine Gegner, deren Motive ihren Gehalt zu prüfen, hier der Platz nicht iſt, den 10

2 5 termine dabier anz das denkende Publicum leicht zu entziffern vermag; au gegenfalss ſe damit jedoch der Anſtalt zu ſchaden, können die Anfeindungen ſehccen ven de den Nutzen ſtiften, daß das Weſen einer Sache ee 6 G0 ſo ſorgfältigeren Prüfung unterworfen wird, und daß

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ein in Concurs be deſenigen, wache Haſſe aus irgend e uaſpcuc zu maden ben ſogewiß in de 4. 0, Vormittags,

durch die unumſtößliche Wahrheit nur um ſo glänzende Edit ; 1 ee ö) Das das helle Tageslicht tritt. Möge daher unſere Aff ue Nabe

walten unter dem hohen Schutz einer weiſen Staaten rung, und dem höheren des Herrn der Welten, zum Ez für Alle, die ihr jetzt oder künftig angehören! Möge Zufriedenheit verbreiten und aus ihrem Keim eine bah gende Ausſicht in die Zukunft und eine kräftige Stute das gebrechliche Alter erwachſen! Wer unter dem er

ruht, bedarf keiner Verſorgung mehr, er iſt in beſſeren g montag d der Menſchen Hand; für die Lebenden zu ſorgen, iſt 500 Vo

. 5. bei der unterz 0 N 7 5 der Anſtalt und dieſen wird ſie erreichen. und näher zu!

In demſelber Kirchenbuchs⸗Auszug vom Oktober 184

Georg Wilhelm; um 28g fl. 2 kr lichen Concurspro ber Alle, welche k ſprüche gegen den len, hierdurch a meidung des oh erfolgenden Aus

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Maſſepflegers g findung zwiſche Glaͤubigern ver welche ſich zu

I. Butzbach. hre Vollmachte Getraute: Zußbach d 27. Friedrich Wilhelm Schuld, Bürger und Schmielh ſter dahter, ein Wittwer und Anna Ehiſabeth Kamm Lieferun des Joh. Heinrich Kammer, Bürgers und Bäckern(1483) De

ſters zu Muſchenheim Kr. Hungen, ehelich ledige da

1 des erford ter.*

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Getaufftte: Aer 6. Dem Ortsbürger zu Niederweiſel und Poſtillon da

Jacob Lemp eine Tochter, Juliane, geb. den 29. 1 bo, En 13. Dem Bürger und Leimſieder Chriſtian Knaben 0 da, n Partien

ein Sohn, Georg Wilhelm, geb. den 23. Sept.