J. Setze auf ein großes Feuer Einen Keſſel tief und weit, Daß er eine große Maſſe Aufzunehmen ſei bereit; Soll die Schöpfung wohl gerathen Muß man prüfen Raum und Zeit, Großes, Großes ſoll entſtehen Drum den Keſſel tief und weit! II. Nimm nun Herrſchſucht, Ehrſucht Dünkel Füll ein Drittheil damit an Thu' ein gut' Theil Egoismus Hochmuth Eitelkeit daran Laß es nun ein wenig brodeln Mit dem Thyrſusſtab rühr's um Denn Gott Bachus ſüße Gabe Macht den graden Weg oft krumm.—
III.
Nimm dann eine ſtarke Doſis Unbeſtand und Flatterſinn Grillenfang und tolle Laune Streu ein Quantum drüber hin. Rühr' jetzt wacker zu Ohne Raſt und Ruh'
Soll das Ganze wohlgerathen Muß es ſieden, kochen braten.
IV. Gieß jetzt, wenn's am ſtärkſten ſiedet Zehen Eimer Zorn hinzu Und wenn es dann brauſt und ziſcht Wenn zum Rande ſteigt der Giſcht, Thue hundert Hahnenkämme,
Noch die Arbeit nicht geendet
Fülle d'rum noch Sinnlichkeit
In den Keſſel tief und weit. VI.
Daß das Zorngebraus ſich ſtillt, Er ſich bis zum Rande füllt Und dann legen ſich die Wellen Alles wird ſo glatt und ſchön, Sieht ſo fromm aus und iſt wahrlich Gut und artig anzuſehn.
VII.
Doch noch etwas fehlt der Maſſe Gleichſam als die Würze nun Wolfszähne nur noch ein Dutzend Müſſen auf dem Boden ruhn Und nun iſt das Werk vollendet Und die Arbeit iſt geendet.
VIII.
Wie die Göttin aus dem Wagen Mann erſtaunt mußt ſteigen ſehn, So ſteht jetzt ſchaut und erſtaunt, Er der Herr der Schöpfung da: Aber iſt's denn wirklich Seele Was die Herrn der Welt belebt Oder iſt's nur Blut und Nerv', Was in ihnen lebt und webt? Sind's nur wandelnde Geſtalten
Handelnden Maſchinen gleich Heute ſind ſie hart wie Stein Morgen ſind ſie butterweich. Wollt ihr Herrn es mir erklären, Denn es iſt und bleibt mir trüb
Was in euch denn lebt und handelt Ein Seele, ein Princiv.—
* 402.
Guſtav- Adolf Stiftung.
5 4
Nach langer Unterbrechung habe ich wieder eine erfreuliche Mittheilung zu machen, nemlich die, daß in Gemeinde Kaichen 45 Perſonen mit einem jährlichen trag von 10 Gulden 6 Kreuzer der Guſtav-Adolf⸗St beigetreten ſind.
. Matthias, Pfarrer,
Secretär des Wett. Zweigvereins d. G. A
ſind bis jetzt eingegangen: von mehreren Mitgliedern der Geſellſchaf 0 Beſprechung wiſſenſchaftlicher Gegenſtände 9 fl.
T. 1 fl. 45 kr.; von C. 1 fl.; von F. 5 Worret 15 kr.; von den Geſellen des Schuhmachermeiſters J. Heß a0
von
Für die armen Felsberger
H. 30 kr; von Tanſſſh
aus der Spgarbüchſe eines Knaben 6 kr.,— zuſammen 14 fl. 1. 0 deren Empfang mit herzlichem Danke beſcheinigt
Friedberg am 18. Dezember 1844.
e. Matthias, eite
Kirchenbuchs⸗Auszug vom November 184
17.
10.
Grünberg. Getraute:.
Johann Jacob Borgon, des weiland Joſeph Bon Bürgers und Maurers zu Anſpach, im Herzogl. uf
Amt Uſingen, ehelich erzeugter, hinterlaſſener, Sihl,
Bürger und Schreinermeiſter zu Anſpach, und Kaße
rina Pfeffer, des weiland Joh. Heinrich Pfeffer, N.
Speicherverwalters dahier, eheliche hinterlaſſene Toca
Getaufte:
in ba dein, Möchte dieſes Beiſpiel recht bald an u
vielen Orten unſerer ſo reichlich geſegneten Wetterau ahmung finden!
50 kr.; von Frau L. 0
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in der Wopnung de
Dem Gr. Gensdarm Michael Kohl eine Tochter, Gl Henriette, geb. den 18. Oct.
Roth und feurig noch hinein Oder ſollen dieſe fehlen, Dürfens Putterkröpfe ſein.
V. Denn ſo bös it's nicht gemeint Und es iſt ja auf der Erde Oft nicht alles, was es ſcheintl Manches mag von Manchem gelten, 19. Alles gilt von allem nicht.
Kättchen Geduldig.
Wenn's dann kollert oder kräht Und ſich wie im Kreiſel dreht Sei dann nur hübſch auf der Hut Denn das Ganze wird ja gut; Noch iſt nicht das Werk vollendet
Laßt's ihr Herrn euch nicht ver⸗
17.
drießen,
17. Nov.
Dem Bürger und Polizeidiener Joh. Ruppert Herz i
IX. Tochter, Helena, geb. den 1. Nov.
24. Dem Bürger und Steindeckermeiſter Auguſt Eger a Sohn, Joh. Ludwig Ottmar, geb. den 4. Nov.
24. Dem Bürger
Walther ein Sohn, Chriſtian, geb. den 3. Nov.
und Rothgerbermeiſter Joh. Kong
Beerdigte: f
Joh. Daniel Groß, verwittweter Buͤrger und Schuß macher, alt 76 Jahre, 9 Monate und 19 Tage, 5 dn
Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden.
Ne Bekanntmachung. (1390 Heinrich Ludwig Launhard zu Ober— rosbach entliehe a) 150 fl. am 1. Febr. 1835 hei J. A. Windecker dahier, als Curator der Chr. Bretthauers Kinder, b) 60 fl. am 18. Dez. 1818 bei Frau Rentmeiſter Chelius, c) 20 fl. am 28. April 1837 bei dem Mathilden⸗
ſtifte zu Friedberg.
Dieſe Kapitalien ſollen längſt abgetragen, die Schuldurkunden aber verloren gegangen ſeyn. Auf Antrag des Schuldners werden daher alle, welche Anſprüche aus jenen Schuld— urkunden herleiten zu können vermeinen, auf— gefordert, ſolches ſogewiß in 6 Wochen von heute an hier anzuzeigen, als ſonſt dieſelben
als erloſchen angeſehen und die deß fallſigen
Einträge in den Hypothekenbüchern werden gelöſcht werden. Friedberg am 16. Dezember 1844. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann.
Vie ra eie o rd i ren n
(1607) Das Ausleeren der beiden Dung⸗ gruben in der Burg- und Kloſtercaſerne da⸗ hier, ſoll auf das Jahr 1845 auf dem Sou⸗ miſſionswege in Accord gegeben werden. Deßfallſige Offerten ſind längſtens bis zum
23. d. M., Vormittags um 9 Uhr, in das
am Eingange des hieſigen Militär-Verwal⸗ tungs⸗Bureaus befindliche Käſtchen einzulegen und es werden um 10 Uhr an dem gedachten Vormittage die eingegangenen Soumiſſionen, wobei die Soumittenten, oder Stellvertreter derſelben zugegen ſein können, eröffnet. Hierbei wird bemerkt, daß a) von Seiten der Soumittenten keinerlei Bedingungen geſtellt werden durfen, b) die Ratification vorbehalten bleibt und c) die betreffenden Bedingungen auf dem erwähnten Verwaltungsbureau zur Ein⸗ ſicht offen liegen. Friedberg den 14. Dezember 1844. J. A.: G 6 z Oberquartiermeiſter.
Verſteigerung von Straß en bauen beiten.
(162 Die zur Unterhaltung der Straß im Baubezirke Grünberg für das Jahr ß erforderlichen Arbeiten, nemlich:
1) Steinbrechen,
2) Steinfahren,
3) Steinſetzen,
4) Steinſchlagen und
5) Handarbeiten, ſollen an den nachbemerkten Tagen und Ou an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigenl werden.
I. Freitag den 3. Januar,
Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhauſe zu Grünberg, für die Sia ßen von Gieſſen über Grünberg nach Schell,
hauſen und von Grünberg nach Hungen,
dem Bezirk des Bauaufſehers Alker. II. Samſtag den 4. Januar, Vormittags 10 Uhr,
in der Wohnung des Gaſtwirths Schulthef
zu Geilshaufen, für die Straße von Gru, berg über Londorf bis zur kurheſſiſchen Gren
in dem Bezirk des Bauaufſehers Kronenbeng
ungen, für die S. und von Grünberg! in dem Bezirk des F. Dae
Vorm! auf dem Heſſenbrü ßen von Grünbe
Heſſenbrücker Han zirk des Bauaufſe Grünberg den Der G
Bekan (1625) Dienſ. Vormittags 10 lt und 200 Malter dernden für die werden, wozu S werden.
Nauheim der
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