Ausgabe 
20.7.1844
 
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Schon oft habe ich aus dem Munde armer Leute oder Solcher, die zwar ihr redliches Auskommen hatten, daſſelbe ſich aber durch Mühe und Arbeit gewinnen mußten, die Klage gehört: die Erde iſt doch ein wahres Jammerthal, im beſten Falle ein Arbeitshaus; nur Einzelne gibt es, denen

das Loos auf's Liebliche gefallen iſt, bei der bei weitem

größten Mehrzahl geht fortwährend der Fluch in ſchreck liche Erfüllung: unter dem Schweiße deines Angeſichts ſollſt du dein Brod eſſen. Arbeiten! ach, das wollte man ja ſo gerne, Arbeit iſt das wahre Leben, aber nichts als zu ar beiten und ſo hart zu arbeiten, wie wir es müſſen, keiner Unterbrechung dieſer Arbeit je theilhaftig zu werden, nie mals auch nur die geringſte Lebensfreude ſich verſchaffen zu können, das iſt doch wirklich hart. Warum hat das Gott alſo geordnet, daß er dem Einen Alles, dem Anderen Nichts gegeben hat?

Aber iſt es auch recht alſo zu ſprechen? kann irgend ein Menſch in Wahrheit ſagen, daß ihm von der ewigen Liebe die Freude des Lebens verſagt worden ſei? Worin beſteht denn dieſe Freude des Lebens? in Eſſen und Trin ken? wenn das deine Freude iſt, was haſt du dann vor dem Thiere voraus? in ſchönen Kleidern? geh', wer wird ſein Herz an ſolch' eitlen Flitter hangen? unter man chem rauhen Gewande klopft das Herz in höherer Luſt, als unter dem Kleide, das Kreuz und Sterne ſchmücken; in Spiel und Tanz? o wer bei ihnen Freude ſuchen muß, der hat wahrhaftig keine; wohl kann auf Augenblicke, namentlich, wenn die Leidenſchaft erregt iſt, Beides berau ſchen, aber eine Freude geben, daran du lange zehren könn teſt, das kann Beides nicht; im Müßiggehen? du ſagſt ja ſelbſt, Arbeit iſt das wahre Leben und du haſt Recht daran, davon wuͤrde dich eine einzige Woche, in der du nicht arbeiten dürfteſt, überzeugen. O, das Alles und Jedes Andere der Art kann dir keine wahre Freude geben, wenn du den Grund der Freude nicht in dir ſelber, in deinem eigenen Herzen haſt; haſt du aber dieſen Grund der Freude, dann wirſt du jene Dinge nicht einmal beduͤrfen, du wirſt ſie in den meiſten Fällen gar nicht mögen. Der Grund der Freude aber iſt Zufriedenheit, die wieder ohne ein gutes Gewiſſen nicht gedacht werden kann und haſt du ein gut Gewiſſen und in Folge davon ein zufriedenes Herz, wahrlich du wirſt dann nicht mehr fragen: worin beſteht die Freude des Lebens? wo iſt eine Lebensfreude? ſondern wo du gehſt und ſtehſt wirſt du eine ſolche haben.

Gehſt du am Frühlingstage hinaus auf den Acker und hörſt der Lerche Geſang, die in unſichtbaren Höhen ſchwebet, hörſt der Grasmücke Gezwitſcher und der Nachtigall ſeelenvollen Schlag, ſiehſt du die Blüthenpracht der Bäume, das junge Grün, das überall aus der Erde ſprießt, das blöde Veilchen, das im Winkel ſteht, lauſchend, bis ein Wandrer zu ihm tritt und ſeines Wohlgeruchs ſich freut ſtehſt du am heitern Abend vor der Thüre deines Hauſes und ſiehſt des Himmels Gewölbe über dich geſpannt und im unermeß lichen Raume das zahlloſe Heer leuchtender Weltkörper wan

6 deln und du haſt ein gut Gewiſſen und ein zufrieden Herz, du wirſt nicht dran denken, daß der Acker, den baueſt, vielleicht dein Eigenthum nicht iſt, daß der Baur der blühet, einem Andern gehört, daß das Haus, in da du wohneſt, ein Miethhaus iſt, mit freudeſtrahlendg Blicke wirſt du dein Auge in die Höhe heben und. wen, auch deine Hände vielleicht nicht gefaltet ſind, wird au dem Innerſten deiner Seele ſich der Gedanke aufſchwilg vor den Stuhl des Höchſten: Herr, du biſt groß und gu und ich bin glücklich und froh, daß ich dein Kind bh Und das Gefühl, das dann einzieht in die Thore dein Herzens, das wird dich beleben und ſtärken, denn eine wah Lebensfreude haſt du genoſſen im Anſchauen der Wer des allmächtigen Gottes.

Trittſt du am Sonntage in das Haus des Hen und vernimmſt der Orgel Ton und ſingſt mit den Bu dern und Schweſtern des Höchſten Lob und preiſeſt ſei Ehre im gemeinſchaftlichen Gebete und höreſt auf Gottes Muß die Verkündigung von des himmliſchen Vaters Gnade, vn

deines Heilands Liebe und der Menſchheit, deiner Erlöſu durch Gottes Gnade und deines Heilands Liebe und! haſt ein gut Gewiſſen und in deiner Bruſt ſchlägt ein z friedenes Herz du wirſt nicht dran denken, daß du bil

nein, deine ganze Seele wird der Gedanke füllen: Du b Gottes Kind, du biſt mit dieſen Allen zu einem ander Daſein berufen, zu einem Daſein, von dem geſchrieben ſtehtf in ihm ſoll euer Herz ſich freuen und euer Freude ſoll Ni mand von Euch nehmen und dieſer Gedanke wird di mit einer ſolchen Seligkeit erfüllen, er wird dich ſo zu Ertragung alles irdiſchen Leides ſtärken, er wird dich, wen du ihn bewahrſt,(ſo wie man ein köſtliches Kleinod bewaß ren ſoll) ſo heiligen, daß du gewiß nach keiner ſonſtigen 0 bensfreude ſchmachteſt. Siehe, du haſt die hohe Freude de Lebens, die die Schrift, die der Glaube de Menſchen gibt, die haſt du genoſſen. 5

(Fortſetzung folgt.)

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Zugleich werd erſucht, bei Auff auf gefälligst

Dorheimer Be.

Verſchiedenes.

Irgendwo habe ich Folgendes geleſen:wer Gal

nicht in Allem Recht gibt; das nicht läßt, was Gott nich will; das nicht thut, was Gott will; mit dem nicht zufriedn und vergnügt iſt, was Gott ihm gibt; und in dem Leideh, das Gott ihm auferlegt, ungeduldig und ungeſtüm iſt; de

glaubt nicht an Gott und iſt auch kein frommer Chu

Zum wahren Chriſtenleben iſt es nicht genug, daß mn die Chriſtenlehre kennt und von ihr und vom Glaub

gut zu ſprechen weiß und auch noch nicht, daß man en 0

loͤbliche gute Abſicht bei ſeinem Thun hat, wie das Chriſten thum verlangt, ſondern man muß auch beſonnen dabei een und in allen Stücken vorſichtig, ordentlich und verſtänd handeln und geſinnet ſein, wie Jeſus Chriſtus auch war Die Worte bedürfen keiner Erläuterung.

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ats verfallenen! c oder deſſen N Mittwoch d Mor eraumten Laus 1 anzuzeigen, a beruͤnden gege daß pon der Pa Ulrichſtein den Ol. Heſſ. Landg Schenkiſches J