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heim, unter Entbindung deſſelben von der ihm verliehenen Schullehrerſtelle zu Holzhauſen, die 3. evang. Schullehrerſtelle zu Arheiligen, dem Schul⸗ vicar Fiſcher zu Gimbsheim die 3. evang. Schullehrerſtelle daſelbſt, der ſeither an der unteren Mädchenklaſſe zu St. Emmeran zu Mainz provi⸗ ſoriſch angeſtellten Lehrerin Ehriſtina Wolff die erledigte Lehrerinſtelle an der 1. Mädchenſchule zu St. Emmeran zu Mainz und dem iſraelitiſchen Schulcandidaten, dermaligen Vicar Salomon Lehr zu Rödelheim die neu errichtete iſraelitiſche Clementarſchullehrerſtelle zu Grebenau übertragen; am 25. April der Oberſteuerbote Bender zu Bensheim nach Darmſtadt verſetzt.
XI. n in den Ruheſtand: Am 9, April der Thurm⸗ mann Weber zu Darmſtadt; am 12. der Probator bei der II. Abth. der Rechnungskammer⸗Juſtificatur Cramer dahier; am 18. der Schullehrer Möbus zu Altenlotheim. 5
XII. Concurrenz für: die 2. kath. Schullehrerſtelle zu Ober⸗ mörlen, Kr. Friedberg, mit jährlich 270 fl. nebſt 30 fl. für Heizung des Schullocals; die kath. Schullehrerſtelle zu Bechtolsheim, Kr, Alzei, mit 288 fl. nebſt 44 fl. für Heizung des Schullocals; die 2. kath. Schulleh⸗ rerſtelle zu Kleinhauſen, Kr. Bensheim, mit 170 fl., wobei die Heizung des Schullocals von der Gemeinde beſorgt wird.
XIII. Geſtorben ſind: Am 4. Mai 1843 der Landgerichtsdiener Hederich zu Großgerauz am 19. Febr. der Schullehrer Schneider zu Arheiligen; am 24. März die Penſionärin der Saline Theodorshalle, Wittwe Gräs daſ.; am 27. der penſ. Zollbereiter Dornſeif zu Broms⸗ kirchen; am 16. April der penſ. Pfandhauscaſſier Petſch zu Darmſtadt; am 20. der wirkliche Geheimerath Schleiermacher zu Darmſtadt.
Die gluͤckliche Familie.
Je gerechter und entſchiedener die vielfachen Klagen ſind, welche man in neuerer Zeit über den Verfall des Fa⸗ milienlebens unter allen Ständen führt, je lauter und drin⸗ gender die Stimmen ertönen, welche eine angemeſſene Stel⸗ lung der Jugend fordern, deſto willkommner und wohlthuen— der muß uns der Anblick eines häuslichen Kreiſes ſein, in welchem die Bande des Friedens und der Eintracht alle Glieder zu einem ſchönen, dem Herrn geweihten Ganzen verknüpfen. Ein ſolches Bild aber, geliebter Leſer, moge heute einmal vor deine Augen hintreten.
Wilhelm, ein ſchlichter Landmann unſres heſſiſchen Vaterlandes, ſchloß vor 30 Jahren ein Ehebündniß mit Ger⸗ traud, der ärmſten, aber lieblichſten Jungfrau ſeines Dor⸗ fes. Beide Gatten brachten auſſer einer kleinen Hütte kei⸗ nen andern Reichthum zuſammen, als redliche Herzen, blü⸗ hende Geſundheit und unermüdlichen Fleiß. Der Herr aber
ſſegnete ihrer Hände Werk, und ſo iſt es ihnen gelungen,
ſich eine kleine, doch freundliche Hofraithe und ein Gütchen zu erwerben, das für ihre eignen wie ihrer Kinder beſcheidne Anſprüche genügt. Folge mir nun einmal in den Familien⸗ kreis unſres Wilhelm, überſchaue die Umgebungen, unter denen er lebt, und Du wirſt gewiß mit Wohlgefallen dein Auge auf denfelben ruhen laſſen. Du naheſt dich am frü⸗ hen Sommermorgen dem Hauſe ünſres Freundes. Ein ſanft aufſteigender Pfad geleitet Dich durch einen ſinnig einge⸗ richteten Garten. Zur Rechten und Linken der reinlich ge⸗ haltenen Wege blühen mannigfache Blumen in lieblichem Flore auf; in einer trefflich geordneten Baumſchule erblickſt Du eine reiche Mannigfaltigkeit fröhlich herangewachſener Stämmchen; um eine Schatten gebende Laube winden ſich in wilder Ueppigkeit zahlreiche Sträuche, und im Hinter⸗ grunde gewahrſt du ein reges Treiben unter den zu neuem Leben erwachten Bienlein. Aus dieſem Garten trittſt du in das reiuliche Wohnhaus ein und gewahrſt mit freudiger Ueberraſchung, wie Ordnung und Sinnigkeit auch dem ein⸗ fachſten Hausgeräthe einen anmuthigen Glanz verleihen kann.— Schon mit der Dämmerung finden ſich ſämmtliche Familienglieder zum freudigen Morgengebete ein, an wel⸗ ches ein einfaches Frühmahl ſich anſchlieſſet, bei welchem die Geſchäfte des Tages vertheilt werden. Mit heiterem Sinne gehen dann Eltern und Kinder an ihr Tagewerk, das ſie in ſeinen mannigfaltigen Abwechſelungen hinausfüh⸗ ren, und erſt, wenn die Abendglocke ihre freundlichen Klänge durch die Thäler erſchallen laßt, ruhen die Arbeiten und es tritt die heitre Stille des Feierabends ein. Die auf dem
Land ſo entzückend ſchönen Sommerabende verleben ſie meiſt in dem freundlichen Gärtchen, das eine Ausſicht auf das friedliche Thälchen des einſamen Dorfs vergönnt, und oft vernimmt man ſanft-melodiſche Geſänge, die der befreundete Lehrer mit der Violine zu begleiten pflegt. Der Wechſel der Jahreszeiten bietet dieſem Stillleben eine reiche Man⸗ nigfaltigkeit, und ſo bleibt Langweile dem heiteren Kreiſe fern. Auch die trüben Tage und die langen Abende des
Winters, welche an manchen Orten in dumpfem Dahinbrü, 0
ten verbracht werden, bieten unſrer Familie nützliche Be⸗ ſchäftigungen und anmuthige Erheiterungen dar. Durch
weiſe Eintheilung der Zeit wird es möglich, gerade im Win,
ter neben den ländlichen Geſchäften verſchiedne Handarbei⸗
ten zu vollbringen und ſelbſt einen Nothpfennig für kom- f
mende Tage zu erwerben. Dabei wird auch dem Geiſt Nah, rung geboten durch das Vorleſen und wiederholte Beſprechen zweckmäßiger Schriften, es finden ſich auch befreundete Fa⸗ milien zum Beſuche ein, die durch heitre Unterhaltung dit Abendſtunden ſich verſchönern, und ſo vermiſſen dieſe glück⸗ lichen Landbewohner weder den Glanz der Städte, den ſie haben ja täglich herrlichere und erhebendere Schauſpiele vor ihren Augen, noch die gewandte, aber herzloſe Unterhaltung der großen Welt, denn ſie finden in ihren ſtillen Thälern Be lehrung und Erheiterung, die unbefleckt bleibt von der Ver⸗ läumdung, wie ungetrübt von der Eiferſucht und dem Neid. Erhebend aber iſt vornehmlich die fromme Sitte, wie der Tag des Herrn in Wilhelms Haus begangen wird. Schon am Vorabende, ſobald die Feierglocken erſchallen, ruht jede Arbeit; die Hausgenoſſen verſammeln ſich zur Hausandacht, bei welcher das Buch des Lebens oder ange⸗ meſſene Schriften gottbegeiſterter Männer die Herzen zur frommen Anbetung erheben, und bei der mit ernſtem Sinne die Begegniſſe der letzten Woche durchgeſprochen werden.— Steht dann der Sonntag in ſeinem Morgenglanz auf den Bergen, ſo wallen die Glieder unſrer Familie mit freu⸗ diger Andacht zum Gotteshaus;— ſie laſſen die Töne der, Orgel und die Stimmen des Geſanges tief in ihre Herzen. eindringen, ſie folgen mit Aufmerkſamkeit den herzlichen Wor⸗ ten ihres Seelſorgers und kehren, gekräftigt in ihrem Glauben, geheiligt in ihrem Sinne wieder heim. Die Katechismuslehr beſuchen Wilhelms Kinder bis zu dem 20. Lebensjahre un, ausgeſetzt; doch auch ſpäter wohnen ſie dieſen Verſammluün⸗ gen mit Theilnahme bei; und da ihr Geiſt frühzeitig ge⸗ läutert, ihr Herz von Kindheit auf dem Heiligen entgegen; geführt worden, finden ſie auch hier Bereicherung ihrer Ein— ſichten, Befeſtigung ihres Glaubens und ihrer Hoffnung. Die köſtlichen Stunden des Sonntages, welche dem Abende vorausgehen, werden im Sommer auf den nahen Höhen, in den freundlichen Fluren zugebracht, wo man dem Herrn näher iſt, und wo ſeine Güte und Herrlichkeit durch Millionen, Zeugen ſich offenhart. Der Winter aber ver, ſchönert ſich durch jene unverwelklichen Blüthenkränze, welch frommen Geſinnungen unde heiteren Unterredungen entkeimen. So wird der Sonntag ein Tag der Ruhe, ein Tag der Andacht, ein Tag der göttlichen Freude z aber nicht wird er entweiht durch Trinkgelage, noch durch wildes Toben und durch Rauferejen.— Zwar nehmen auch Wilhelms Kinder Antheil an den Volksfeſten, die von Zeit zu Zeil die Jugend ihres Thals vexeinigen z zwar freut ſich der Vater bei ſolchen Gelegenheiten der mannlichen Kraft und Entſchloſſenheit ſeiner Söhne, wie des lieblichen Anſtandes ſeiner Töchter; aber nimmer wird er geſtatten, daß die Luſt zum Zweck des Lebens, das rauſchende Ver— gnügen zum Taggedanken und zum Traum gemacht wird. 8 6 55 So lebt Wilhelm unter den Seinen in patriarchali⸗ ſcher Herrlichkeit und fühlt ſich glücklicher als Tauſende,
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