„ 364.
J. Fuͤr h ſel. Erben,
Metzgergaſſe Nr. 366. N (1802) empfehlen ſich auf das bevorſtehende Weihnachtsfeſt mit ihren bekannten
ſchönen 5
Putz⸗ und Modewaaren,
insbeſondere mit einer großen Auswahl Pelzwaaren, beſtehend in Schlafröcken, Muffs, Boas, Coliers und Fußſäcken; ſeidenen und wollnen Shwals und Knüpf⸗ tüchern, acht franzöſiſchen Stickereien, allen Arten Regenſchirmen, Herrn-Hüten, Binden, Cravaten, franzöſiſchen Porzelain-Gegenſtänden, Gas-Lampen und lackirten Blechwaaren, vollſtändigen Jagd-Apparaten nebſt vielen andern einſchla⸗ genden Artikeln und bitten unter Zuſicherung reeller und billiger Bedienung um
recht zahlreichen Zuſpruch.
AZugleich verbinden wir hiermit die Anzeige, daß unſer Spiel⸗Waaren⸗Lager
nunmehr aufgeſtellt iſt.
Zur Verſtändigung.
(1503) Durch das Inſerat des Herrn Dekan Maas zu Vilbel in Nr. 90 d. Bl. könnle wohl Mancher rückſichtlich der Perſon des oftgenannten Johannes Ronge ſich irre leiten laſſen, da es zwar lauter Wahrheit, aber doch die Wahr⸗ heit nicht klar genug und nicht vollſtändig enthält. Darum ſieht ſich der Einſender dieſes, der es ſchon der Mühe werth erachtet, den Jo⸗ hannes Ronge von etwa aufſteigendem Verdachte möglichſt zu reinigen, veranlaßt, zu dem Inſe⸗ rate des Herrn Maas Folgendes zu bemerken:
1) Herr Maas ſagt:„— Joh. Ronge, der ſich einen katholiſchen Prieſter nennt—“ und dieſe Worte klingen faſt, als ob Joh. Ronge nicht das Recht dazu hätte, ſich den Namen eines kath. Prieſters beizulegen. Prieſter war er, denn Herr Maas ſagt ſelbſt, er wäre von dem Prie⸗ ſteramte ſuspendirt; wenn er aber einmal in ſeinem Leben Prieſter geweſen iſt, ſo muß er es. auch in ſeinem ganzen Leben bleiben und wenn er ein Ausbund aller Verworfenheit würde, denn die Prieſterweihe drückt dem Menſchen— nach kathol. Lehrbegriffe— einen unauslöſchlichen Charakter auf. So heißt es in den Beſchlüſſen des tridentiniſchen Concils, Sess. VII, Can. IX. „si duis dixerit, in tribus sacramentis, baptismo seilieet, confſirmatione et ordine, non imprimi characterem in anima, hoc est, signum quoddam spirituale et indele- bile, unde ea iterari non possunt; ana- thema sit“ und Sess. XXIII, Can. IV.„Si quis dixerit, per sacram ordinationem non dari spiritum sanctum, ac proinde frustra episcopos dicere: aceipe spiritum sanctum, aut per eam non imprimi characterem, vel eum, qui sacerdos semel fuit, laicum rur-— sus ſieri posse; anathiema sit.“ Diejeni⸗ gen Leſer, welche der lateiniſchen Sprache un⸗ kundig ſind, verweiſe ich auf Frage 670 u. 671 in dem mainziſchen Diözeſankatechismus.
2) Herr Maas ſagt:„Johannes Ronge ſei ſeit längerer Zeit ſchon von ſeinem Prieſteramte ſuspendirt und lebe eben im Hauſe des evangel. Pfarrers zu Laurahütte.“ Ganz richtig,— aber warum iſt er denn ſuspendirt? und hat nicht vielleicht der evangel. Pfarrer jenen Aufſatz in Nro. 86 d. Bl gemacht und Johannes Ronge, vielleicht ein armſeliger Wicht, hat nur ſeinen Namen dazu hergegeben?
Zur Beantwortung ſolcher und ähnlicher Fra⸗ gen theilen wir den Leſern dieſes Blattes den Schluß eines aus Breslau datirten Artikels
im Frankf. Journale vom 7. November Nro. 308, Beil. 1, mit:„Herr Ronge— ſo heißt es— fungirte früher als Kaplan in dem klei⸗ nen Städtchen Ottmachau, wo er ſich durch ſeine Freiſinnigkeit und Humanität gegen Andersgläu⸗ bige die Liebe der ganzen Einwohnerſchaft, zu⸗ gleich aber auch den Haß der Ritterſchen(d. h. der ultramontanen Anmerk. des Eins.) Partei in dem Grade zuzog, daß er vom Amte entbun⸗ den wurde. Jetzt lebt er in Oberſchleſien, wo er ſich durch Ertheilung von Unterricht u. ſ. w. erhält; es iſt jedoch zu erwarten, daß ihm von einigen hieſigen angeſehenen kathol. Familien bald eine ſichere Stellung verſchafft werden wird.“— In der That hat nach dem Frankf. Journal vom 11. November, Nr. 312, Beil. 1, ein Ka⸗ tholik von Breslau, Namens Karl Emanuel Stanjeck, bereits eine Subſeription für Joh. Ronge eröffnet, zum Zeichen, daß nicht alle Ka⸗ tholiken, wie vielleicht hie und da Einer, in dem⸗ ſelben ein Stück vom Antichriſt erblicken.
Den von Herrn Maas am Schluſſe ſeines Inſerates angeführten Ausſpruch des Auguſtinus hat ſich auch Einſender d. zum Wahlſpruch ge⸗ nommen, nur wünſcht er, daß man über die necessaria einmal mehr ins Reine käme, daß es Niemand mehr gäbe, der auf die dubia einen größeren Werth als auf die necessaria legte und Andere häufig gerade der dubia wegen für verloren hielte, daß Alle, die die libertas für
+ſich in Anſpruch nehmen, ſie auch Anderen ge—
ſtatteten und daß die charitas allerwegen mehr, als es wohl bisher hin und wieder geſchehen, im Leben, in omnibus ſichtbar würde.“)
Alethophilos. *) Necessarin find die nothwendigen, du- bia die zweifelhaften Dinge in der Re⸗
ligion. Libertas heißt Freiheit, charitas iebe. Anm. des Einſ.
Frankfurter Gold-Cours vom 7. November.
fl. kr Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 46 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 54 Rand⸗Ducaten 5 34½ 20 Frankſtücke 972 2 Engliſche Souverains 11151
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. i
24. Sonntag nach Trinitatis den 11 November. 0
Pfarramtliche Funktionen verrichten Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirch Herr Stadtpfarrer Cröß mann. Nachmittags predigt in der Burgfice 5 Herr Candidat Guntrum. 0 Mittwochs Betſtunde, Nachmittag von 3— 4 Uhr, hält Herr Candidat Henrich.
In
ö
—
Fruchtpreiſe⸗ 1 92.
Gattung. Fried⸗ Gro berg Malz germ Amt fl. kr. fl. kr. fl. 7 Waizen pr. Malter] 7 40] 8 28. Der 0 Kor; 5 6— 1 551 500 5 Gere 5— 520 34 Kreisrath Hafer„„ 3— 3 413 f
Polizei ⸗ Taxe
in ſimmtlche G Aleffeud: Die Veil für die Städte Friedberg und Butzih cla,
Der auf Sar
vom 17. bis 23. November 1844 Fut u Aterſcht
Der Gr. Heſſ. N d. K. Friedhar J. d. A.: 5 Krach, Kr.⸗Sctr.
5 Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Buß bia
gilt auch für den Kreis Hungen, D
1 er Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hung
Follenius.
Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.
ch iſt, Freitag de
8 Fried⸗ Biß, a F. Brod ⸗Preiſe. berg. dae i 112 8 kr. ff. kr Grünberg 1; Leib⸗Roggenbrod 21 2. 7. 4 3 4 1 4 77 7 91 29 0 Milchb Lth. 00— — Milchbrod 15 ͤ1 8 — Waſſerwecz 1406 16 Betreffend: D —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16,15 Ich fordere Fleiſch⸗Preiſe. pf. g uin Laufe dieses J 1 Ochſenfleiſch 0 11— 11 fis u 15. 5 n gemäſtetes 9— 9— rünberg „ Kühfleiſch f dees 8— 8— 5 0;%% gemäſtetes 8 N „ Rindfleiſch ungemäſtetes 7 27 „ Kalbfleiſch 95 2 n N 1113 9 1 9 „ Hammellleiſch 9—— 0 „ Schaafflaſch 72 Rentamt „ Wurſt von blos Schweinen 12— 2 an die Herrn „ Gemiſchte Wurſt 8— 84— 5 Bratwurſt 1 15— 15 15 „ Schwartenmagen 15— 15— Betreffen „ Geräucherter Speck 22— 22 Die Hebr „Schinken 177 und Feldſrafer „ Doörrfleiſch 17-= 015 20 U „Schweinenſchmalz, aus 20. Septem ausgelaſſen 20— 1—jibönnen an den unausgelaſſen 18 18 Inerſta f „ Nierenfett 10 8— pee 1 „ Hammelsfett 15— 15. en bi


