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Diejenigen, welche mit der zweckmäßigen Einrichtung dieſer, beſonders von Familienvätern ſehr zu beherzigenden, Anſtalt nicht vertraut ſind und die Vortheile nicht kennen, welche ſie bietet, können bei jedem Agenten in Büdingen, Butzbach, Friedberg, Gießen, Grünberg, Hungen, Laubach, Lich, Nidda, Schotten, Vilbel u. ſ. w., darüber belehrt werden. Auch iſt der Verleger dieſes Blattes recht gerne bereit auf mündliche Anfrage die erforderliche Auskunft zu geben. Er theilt indeſſen hier kurzer Hand mit, wie groß die Summe mindeſtens ſein muß, welche zum Anfang einge⸗ legt werden kann. Bis zum Alter von 15 Jahren reichen 10 Gulden zur Einlage hin; wer indeſſen ſchon 16— 20 Jahre alt iſt, hat mindeſtens 15 fl. einzulegen; 21— 25 77„„ u„· 20
77 1 17
26— 30 t. 77 1% 77 30 7 77 31—35„„„ 1 10 40„ 1 36— 40„ 3 0 50„ 7 41— 45 7„„ 1 7 60„ 77
Wer hingegen 46 Jahre zählt, oder noch älter iſt, kann nicht weniger als 100 fl. einlegen. N Noch ſey zur Empfehlung der Rentenanſtalt bemerkt, daß ſie unter dem Schutze des Staates ſteht und daß das Gr. Miniſterium des Innern und der Juſtiz dieſelbe durch einen ſtändigen Regierungskommiſſär beaufſichtigen läßt. Auch erhält die Gr. RechnungskammerJuſtifikatur die Rechnung jedes Jahr zur Prüfung. Wie ſorgfältig aber dieſe hohe Behörde prüft, darüber können alle Gemeinderechner Auskunft geben. Der Landkalender für 1845, welcher bei dem Verleger dieſes Blattes ſchon zu haben iſt, enthält einen ausführlichen und gemein verſtändlichen Aufſatz über die Rentenanſtalt zu Darmſtadt, der von Jedermann geleſen und beachtet zu werden verdient.
Auf die Anfrage in Nr. 84. In Nr. 84. des Intelligenzblattes fragt ein Ungenann⸗
ter an, ob das Soldatenlied: 5
„Es leben die Soldaten!
Der Bauer gibt den Braten,
Der Gärtner gibt den Moſt,
Das iſt Soldatenkoſt/ von Schiller ſei; er habe es bis jetzt unter den Liedern von Schiller nicht auffinden können, und es liege ihm viel daran, zunächſt die Stelle in Schillers Werken zu kennen, wo es zu finden iſt. Karl Hoffmeiſters Nachleſe zu Schil⸗ lers Werken, aus Schillers Nachlaß und im Einverſtändniß und unter Mitwirkung der Familie Schillers herausgegeben, 3. Bd. S. 215— 217 gibt über das Lied Auskunft und theilt es ganz mit. Es enthält ſieben Verſe oder, wie man kunſtgerecht ſagen müßte, Strophen. Wallenſteins Lager nämlich begann bei den Aufführungen in Weimar mit die⸗ ſem Soldatenliede. Das weiſt das Weimar'ſche Theater⸗ exemplar von Schillers Wallenſtein aus, worin ausdrücklich bemerkt iſt, daß das Lager mit ſechs Strophen(Verſen) des Liedes„Es leben die Soldaten“ anfange. Aus dem erſchie⸗ nenen Briefwechſel zwiſchen Schiller und Göthe“) ergibt ſich, daß das Lied eigentlich von Gothe iſt; nur die letzten Verſe hat Schiller hinzugefügt und zwar dem Anſcheine nach den ſechſten und ſiebenten Vers. Es ſollte, wie Schil⸗ ler ſelbſt ſagt, gleich vorn herein mit der Stimmung der rohen Soldatesca bekannt machen, wie ſie unter Wallenſtein war, und unterſcheidet ſich übrigens gar ſehr von dem ans Ideale ſtreifenden Reiterlied am Schluſſe von Wallenſteins Lager, wie Hoffmeiſter mit Recht bemerkt. Wd.
) Göthe's Brief an Schiller am 6. October 1798. Schillers Antwort darauf, ſo wie Schillers Brief an Göthe am J. October 1798.
Kirchenbuchs⸗Auszug vom Oktober 1844 66 Friedberg. Getraute:
21. Johann Heinrich Freitag, Corporal im 2. Bata des 4. Inf.⸗Regts., des Bürgers und Köhlers G Freitag zu Hatzfeld, Kr. Biedenkopf, ehelich leb Sohn und Dorothea Eliſabetha Jung, des weiland 0 ſigen Bürgers und Metzgermeiſters Joh. Jakob au nachgel. ehel. ledige Tochter. ö
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„Ein unehelicher Sohn, Ludwig, geb. den 26. Sept, Dem Großh. Heſſ. Kreisrathe Friedrich Auguſt Küche
eine Tochter, Maria Louiſe, geb. den 17. Sept. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Georg Mühle eine Tochter, Philippine Margarethe, geb. den 22. Sr Dem hieſigen Bürger und Rothgerbermeiſter Peter Deu
rich Nees eine Tochter,
rich Ludwig Anton Eich eine rina, geb. den 30. Sept. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Jaßh Leonhard eine Tochter, Maria, geb. den 28. Sept.
Tochter, Amanda Ca
fer eine Tochter, geb, den 12. Okt.
Beerdigte:
2. Mathilde Louiſe Margarethe Boländer, des hier wa nenden Rechnungspraktikanten Leonhard Boländer Höchſt im Odenwalde eheliches Töchterchen, alt 6 nate und 13 Tage, 1 den 30. Sept.
5. Urſula Maria Rückert, geborne Eck, des hieſigen B gers und Schuhmachermeiſters Juſtus Rückert Ehefrn, alt 41 Jahre, 9 Monate und 1 Tag, 1 den 3. d..
8. Johannes Boller, des hieſigen Bürgers und Fuhrmann Heinrich Boller eheliches Söhnchen, alt 9 Tage, k dn 6. d. M.
Johann Heinrich Friedrich, des Bürgers zu Darm
und hieſigen Buchdruckers Ludwig Frtedrich ehelichte
Söhnchen, alt 3 Mon. und 28 Tage, 7 den 15. d. M
Georg See, hieſiger Bürger und Schuhmachermeiſar
alt 68 Jahre, 11 Mon. und 7 Tage, 7 den 18. d. M
Maria Dorothea Feiſt, des weiland hieſigen Bürgen
und Taglöhners Wilhelm Feiſt nachgelaſſenes eheliche
Töchterchen, alt 6 Jahre und 7 Monate, 5 den 20. d. M.
Johann Caspar Engel, des weiland hieſigen Büͤrgerl
und Metzgermeiſters Joh. Jakob Engel nachgelaſſenen
ehelich lediger Sohn, alt 35 Jahre, 7 Monate und 25
Tage, 1 den 22. d. M.
Heinrich Mühling, des hieſigen Bürgers und Fuhrmann Georg Mübling eheliches Söhnchen, alt 1 Jahr, bi Monate und 8 Tage, fu den 24. d. M.
Eine todtgeborne Tochter, geb. den 30. d. M.
Magdalena Katharina Philippi,
24.
Sonntagsſchule zu Friedberg.
Den Intereſſenten dient zur Nachricht, daß die Sonn tagsſchule zu Friedberg wieder ihren Anfang genommen hal! und in dem gewöhnlichen Lokale gehalten wird.
Friedberg den 4. November 1844. g
Ph. Dieffenbach.
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Der
gekannt!
eine Tochter, Margaretha Eliſabetha, geb. den 30. Ses 1130) Monte 1 Dem hieſigen Bürger und Wagenmeiſter Johann Hen un Regine Chriſtiane, geb. Aa 7. d. M.. Dem hieſigen Bürger nnd Uhrmacher Chriſtian Fri,
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Dem hieſigen Burger und Metzgermeiſter Heinrich Seh 1 im 10 Ur,
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