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lich ſich gerächt: ſo wie denn die Natur in ihren ewig weiſen Geſetzen ſtets ein gewiſſes Gleichgewicht herſtellt, in welches der Menſch, ohne anderweitige Füͤrſorge getroffen und ſelbſt auch dann noch hierbei die größte Vorſicht und Behutſamkeit angewendet zu haben, faſt nie ungeſtraft einzugreifen vermag! Auch glaubt Einſender dieſes bei einer— je nach örtlichen Verhältniſſen— allerdings jeweilig erforderlich wer⸗ denden Einlieferung an Sperlingsköpfen die größte Vorſicht anempfehlen zu muͤſſen, daß, was oft ſchwer zu entdecken iſt und leider nur zu oft ſchon geſchehen ſein mag, hierbel nicht jeweilig auch Köpfe anderer blos nützlicher Vögel mit untergeſchmuggelt werden.
Um aber den Schaden, welchen die Sperlinge unleugbar jeweilig uns zufügen, möglichſt zu ver⸗ ringern und eben hierdurch ſolche unmittelbar zugleich uns nutzbarer zu machen, beobachte man folgendes:
10 Man pflanze in den nächſten Umgebungen der Ortſchaften blos Sauerkirſchen an, welche nicht nur ökonomiſch nützlicher ſind, als die ſüßen, ſon⸗ dern auch von den Sperlingen faſt gänzlich unbe⸗ rührt bleiben. Die Süßkirchen hingegen, ſo wie ſpäter die Zwetſchen und Trauben ſchütze man da, wo das freilich wirkſamſte Mittel— die Vogelflinte — nicht angewendet werden darf, durch, nach allen Richtungen hin mit Federn verſchiedener Farben be⸗ ſteckte Kartoffeln, welche frei an einem Bindfaden hängend, ihrer Aehnlichkeit mit einem ſchwebenden Raubvogel wegen, noch am langſten die Sperlinge abzuhalten pflegen.
Y Eben ſo verlege man die Waizenſturen, ſo viel als thunlich, in entferntere Gegenden der Ge⸗ markung; den näher gelegenen Waizen hingegen ſchütze man da, wo nicht geſchoſſen werden darf, mitteſt umher getragen werdender Klappern.
3) Man verwahre ſo viel als moglich, Speicher und Scheuer, und dreſche zumal den Waizen und Hafer zeitig aus.
P. im Mai 1843. F.
„Für den erblindeten Steinbrecher Ph. Zimmer zu Nieder⸗ weiſel ſind, durch Herrn Pfarrer Breidenſtein zu Södel bei mir eingegangen: 9 fl. 24 kr., welches ich mit herzlichem Danke beſcheinige. Fabricius.“
Ferner ſind für denſelben bei mir eingegangen: von einem Ungenannten 36 kr., von M. W. 1 fl. C. Bindernagel.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
N ιειννν
Edietalla dung.
(701) Johannes Müllers Wittwe und Kinder von Kleinfelda haben an Johannes Schmulbachs Ehe⸗ leute daſelbſt ihre Hofraithe und ſämmtliche Guͤter⸗ ſtücke, worüber dahier zur Einſicht Flurbuchs⸗Aus⸗ zug offen liegt, verkauft, vermögen aber weder ihre Eigenthumsrechte, noch auch die Tilgung einer, auf den verkauften Immobilien haftenden, von ihrem Auctor, Johann Peter Müller von Kleinfelda, am 19. December 1792 conſtituirten Generalhypothek
über das vom Fuͤrſtl. Heſſ. Rentmeiſter Staudinger zu Felda, als Adminiſtrator des abweſenden Johann Kaſpar Müller übernommene Vermögen urkundlich nachzuweiſen. Es werden daher, da dem Fortbe⸗ ſtand jener Generalhypothek widerſprochen wird, alls diejenigen, welche aus ſolcher Anſprüche bilden oder überhaupt an den abzutretenden Immobilien ding⸗ liche Rechte begründen können, aufgefordert, davon ſogewiß binnen 60 Tagen a dato dahier Anzeige zu machen, gegenfalls die Generalhypothek als er⸗ loſchen betrachtet, überhaupt aber das abzutretende Grundeigenthum, als von außergewöhnlichen ding⸗ lichen Rechten befreit und den Disponenten zugehörig, behandelt werden wird.
Ulrichſtein den 15. Mai 1843.
Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ray ß. Arbeits⸗Verſteigerung. (720) Die bei Herſtellung der Friedhofsmauer zu Florſtadt erforderliche Maurerarbeit, voranſchlagt zu 166 fl. 40 kr., ſoll Freitag den 2. Juni d. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem daſigen Rathhauſe wenigſtnehmend an geprüfte kautionsfähige Meiſter verſteigert, und zugleich die Lieferung von 56 Bütten Kalk, 2,0 Klftr. Sand, 4,0 Klftr. Mauerſteinen, ſowie das Steinſetzen und Sandmeſſen in Accord gegeben werden. Friedberg am 22. Mai 1843. In Auftrag: Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Bekanntmachung, Holzverſteigerung im Maibacher Gemeindewald, Re⸗ viers Hochweiſel betreffend: (728) Dienſtag den 6. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen in den nachbenannten Diſtrikten folgende Holzſortimente einer öffentlichen Verſteigerung aus⸗ geſetzt werden, als. In dem Diſtrikt Haaſenberg' und Haide; 1) 28 Stecken buchen Scheitholz, a„ Pruͤgelholz, 3) 15 ½„„ Stockholz, friſches, 40 2 7 7 7 altes, 5) 1817 Stück„ Reisholzwellen und 60„„ Bau⸗ Werk⸗ und Nutzholz⸗ ſtämme.
Die Zuſammenkunft iſt in Maibach. Die Gr. Buͤrgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Ge— meinden bekannt machen zu laſſen.
Maibach den 27. Mai 1843.
Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Philippi.
Oeffentliche Aufforderung. (729) Am 20. December 1817 ſtellte der Wittwer Johann Hofmann zu Obererlenbach den Philipp Jungs Eheleuten daſelbſt über ein Darlehn von 300 fl. eine gerichtlich beſtätigte Schuld⸗ und Pfand⸗ verſchreibung aus. Da nach geſchehener Anzeige das Kapital abgetragen, die Schuldurkunde aber ab⸗
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