Ausgabe 
28.6.1843
 
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verbüßen hat, iſt aus ihrer Heimath entwichen, und ſind bis jetzt alle polizeilſchen Nachforſchungen zur 80g Entdeckung ihres dermaligen Aufenthalts erfolglos geblieben. 9 Ich weiſe Sie daher an, dieſelbe im Betretungsfalle zu arretiren und anher gefänglich einzuliefern. 1 Grünberg den 21. Juni 1843. e 103) Signalement: Alter: 44 Jahre, Größe: 6 6% Haare: hellblond, Stirn: ſchmal, Augen: grau, taunfelſt Augenbraunen: blond, Naſe: lang, Mund: gewöhnlich, Kinn: ſpitz, Geſicht: ſchmal, Geſichts farbe: I. ſaſtein, we geſund. Beſondere Zeichen: etwas blatternarbig und ſommerfleckig. 4 ag. 125 4 0 ö 10 Uhr, ö behalt pöchſ Derſelbe an dieſelben.% 1 10 1 Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge fuͤr 1844. 5 apelb. Sie werden ſo zeitig für Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge fuͤr 1844 ſorgen, daß ſolche bei J Guard an Vermeidung der Abſendung von Strafboten bis zum letzten Juli bei mir eingelangt ſind. Gegenſtände Grünberg den 22. Juni 1843. Ou vr ier. 1) ein 10

netel⸗ g 1 5 f n. d Das Großherzoglich Heſſiſche Landgericht Gruͤnberg N 3 1 5 5 an die Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter des Landgerichtsbezirks. 1 0 90 1 f. Betreffend: Die Bitte des Landgerichtsdieners Gröninger daher, um Aſſiſtenz in ſeinen Dienſtverrichtungen. 1 dune z Zu Ihrer Nachricht und Bemeſſung ſetze ich Sie hierdurch in Kenntniß, daß heute Konrad Voneiff und Ge von hier en Folge höherer Ermächtigung als Subſtiſtut des Landgerichtsdieners Gröninger verpflichtet, 9 genau und in ſeinen Dienſt eingewieſen worden iſt. pachtun Grünberg den 24. Juni 1843. Welcker. keichnet Pachtlie 5 iſchen K

Ueber das Betteln. 11

Das Betteln? Was geht uns das Betteln an? werdet ihr ſagen; wir haben einen ganzen Rock, zu eſſen und zu trinken, ſchafft uns di: Bettler vom Halſe. Freunde, es gehen mehr Leute betteln, als man glaubt, nur auf verſchiedene Weiſe. Man wagt nur eine gehorſamſte Bitte, bittet um Unterſtützung, Honorar, Gage, Trinkgeld, Ehrenſold, Lohn, Aner kennung, Eintrittsgeld, Abonnement, Subſcxiption, Vorſchuß, Zuſchuß, Verguͤtung, Berichtigung für Aus lagen, Empfehlungsbriefe und wie ſonſt die Um ſchreibungen des Bettelns heißen mogen.

Europa hat 240 Millionen Ew. und damit 12 Millionen mehr als vor 10 Jahren. Täglich mehrt ſich die Anzahl, täglich mehrt ſich die Armuth, obgleich es ſchon an 13 Millionen entſchiedene Arme und darunter mehrere Millionen privilegirte Bettler gibt die ſchamhaften Armen nicht mit gezählt.

Arme muß es geben, ſonſt wuͤrden Alle eſſen und niemand kochen und auftragen wollen; Bettler muß es aber nicht geben. Es werden ungeheure Summen jährlich zur Abſtellung der Bettelel ange wendet es hilft nicht viel. Die Verwaltung koſtet zu viel. Solche Aemter müßten um Gotteswillen gethan werden; Menſchen, die auf Erden nichts als Geld und Longweile haben, müßten ſie übernehmen und dafür irgend einen Titel zum Lohn nehmen. Ein anderer Grund des Uebels liegt in der Art, wie die Bettler an manchen Orten beſtraſt werden: man arrctirt ſie, hält ſie eine Zeit lang bei anderem Geſindel feſt und entläßt ſie ſchlauer und gewandter als ſie gekommen waren. Die Ausſchließung, die

einen Beſtraften unter den ehrlichen Leuten brand markt, treibt ebenfalls zu Trotz und größerer Ver⸗ dorbenheit, am meiſten ſind aber der geſteigerte Lu⸗ rus und die vermehrten Bedürfniſſe in den untern und mittlern Ständen als Quellen der Verarmung anzuſehen. Putz und Modeſucht, das Traktiren und Feſtgeben hat Manchen an den Bettelſtab gebracht.

Wie vlele, die aus demSich ⸗etwas-zu Gute thun

eine Gewohnheit machten, gewöhnten ſich ans Trin⸗ ken, an den Brantwein! der ſie um Geſundheit, Haus, Hof, Ehre und Alles brachte.

In großen Städten wird die Bettelei auf eigene Weiſe getrieben. Einige miethen verkrüppelte Kinder, um die Herzen der Vorübergehenden zu rühren, Andre entſtellen ſich ſelbſt, um durch Müſſiggang und Bet⸗ telei der Arbeit zu entgehen:

Mit jungen geſunden Bettlern ſollte man kein Mitleid haben. Man ſoll ihnen ſagen, wo ſie Ar⸗ beit finden; ſonſt hilft man Diebe und Betrüger er⸗ ziehen.

Ja, es muß noch dahin kommen ob wir's gleich nicht erleben werden daß es in den chriſt⸗ lichen Staaten keine Bettler und Betrüger mehr giebt, ſondern lauter glückliche ehrliche Leute, die ſich

gegenſeitig freudig belfen bis ſie dieſes Erdenbettel⸗

neſt gegen das beſſere Jenſeits vertauſchen, wo das Geld ſo tief geſunken iſt, daß es kein Menſch mehr haben will, da das Geld der andern Welt nur das Herz, das Gemüth der Geiſt iſt, und das, was wir hier Edles und Gutes vollbrachten.

Ferner ſind für den erblindeten Zimmer in Niederweiſel eingegangen: von R. in H. 2 fl. 42 kr. 5 f C. Binder nagel.

zung einer 0 werden hierz Braunfe F.

E (807) Ko beabſichtigen in Bobenhar VIII/72 30 ehr von! ohne ſich al werden dahe

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gewiſſer bim und zu begr Eigenthums!

Ulrichſt

(824) A Friedrich von Berge von Leibese

bach Ungar

ſtüher und ſurben iſt, lächſten ſon Ebſchaft ge geh, welche biden wolle ſogewiß in