*
5
6
8¹ 2 8
„ 341*.
gen zurechtzuweiſen und nach Befinden zu beſtrafen bat. Damit die Spinnleute nicht aus langer Weile auf allerlei Muthwillen und Tollheiten verfallen, wird der Hausherr ganz beſonders für einen ange⸗ meſſenen, belehrenden und erheiternden Zeitvertreib Sorge tragen. Geſang unanſtöͤßiger Volkslieder, geſellſchaftliche Spiele und Vorleſen guter Volks⸗ ſchriften wird empfohlen. Um die ſittenverderbliche Lectüre verderblicher Romane und anderer ſchäd⸗ lichen Bücher aus den Spinnſtuben zu verdrängen, muß im Orte eine Leſebibliothek unter der Leitung eines Geiſtlichen oder Lehrers beſtehen. Geldſpiele mit Wuͤrfeln, Karten, Taͤnze, koſtſpielige Schmau⸗ ſereien, Zechgelage und dergl. ſind in den Spinn⸗ ſtuben ganz verboten worden.
Möchte dieſe Einrichtung an vielen Orten Nach⸗ ahmung finden!(A. S. 3.)
*
Es iſt eine vortreffliche Einrichtung der neueren Zeit, daß man die Einnahmen und Ausgaben des Staates im Voraus nach einer Wahrſcheinlichkeits⸗ rechnung anſchlaͤgt und beide mit einander ins Gleich⸗ gewicht zu ſetzen ſucht, daß man einen Ausgaben⸗ Anſchlag entwirft. So ſollte ein jeder Hausvater von Jahr zu Jahr ſeinen Einnahmen- und Ausgaben⸗ Anſchlag entwerfen. Dabei hat er nicht die außer⸗ ordentlichen Ausgaben und, nach Befinden, die Til⸗ gung ſeiner Schulden zu vergeſſen. Auch wird er wohl⸗ thun, wenn er(wie die Staatshaushalter zu thun pflegen) die Ausgabe zu hoch, die Einnahme zu nie⸗ drig anſchlägt.— Doch iſt zwiſchen dem Anſchlage des Staates und dem eines Privatmannes der Unter⸗ ſchied: der Staatswirth muß die Einnahme ſo hoch ſtellen, als die Ausgabe ſteht. Aber der Privatmann ſoll nur ſo viel ausgeben, als er einnimmt.— Ein Jeder ſtrecke ſich nach ſeiner Decke. Zachariä.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
„ ν
Edictalla dung.
(1274) Andreas Appels Eheleute von Kölzenhain beabſichtigen ihre Hofraithe ſammt in daſiger Ge⸗ markung belegenes Gut, welches in 58 Parcellen beſteht und worüber Flurbuchsauszug in den hieſigen Gerichtsacten zur Einſicht offen liegt, ihrem Sohne, Konrad Appel käuflich zu überlaſſen, können aber ihre Eigenthumsrechte nicht überall urkundlich nach⸗ weiſen, weshalb alle diejenigen, welche Eigenthums oder ſonſtige dingliche Rechte darauf anſprechen, zu deren Begründung um ſo gewiſſer binnen 4 Wochen à dato aufgefordert werden, gegenfalls der deßfall⸗ ſige Contract beſtätigt werden wird.
Ulrichſtein den 14. September 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ.
Ray 5.
Bekanntmachung.
(1174) Montag den 2. Oktober l. J. und die fol⸗ genden Tage von Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr anfangend, ſollen in hieſigem Rathhauſe nach⸗ bemerkte Pfänder öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: 7643, 7661, 7849, 7859, 7877, 7984, 8015, 8016, 8021, 8023, 8027, 8055, 8058, 8085, 8089, 8128, 8130, 8171, 8186, 8210, 8230, 8232, 8247, 8260, 8263, 8293, 8312, 8315, 8317, 8320, 8353, 8354, 8357, 8360, 8385, 8401, 8408, 8415, 8427, 8428, 8430, 8459, 8476, 8479, 8512, 8514, 8534, 8535, 8573, 8577, 8587, 8590, 8591, 8596, 8601, 8638, 8705, 8790, 8818, 8819, 8826, 8828, S8tt, 8845, 8853, 8855, 8949, 8952, 8983, 8990, 9002, 9009, 9026, 9057, 9061, 9062, 9063, 9064, 9067, 9074, 9085, 9086, 9087, 9088, 9097, 9106, 9161, 9183, 9222, 9224, 9282, 9290, 9296, 9315, 9332, 9351, 9353, 9354, 9356, 9367, 9370, 9371, 9383, 9400, 9413, 9420, 9427, 9501, 9523, 9586, 9593, 9600, 9615, 9620, 9639, 9644, 9706, 9709, 9728, 9755, 9756, 9764, 9766, 9798, 9813, 9818, 9879, 9894, 9906, 9922, 9943, 9947, 9958, 9970, 9977, 9982, 9987, 9991, 10,015, 10,016, 10,022, 10,025, 10,048, 10,060, 10,067, 10,069, 10,082, 10,084, 10,092, 10,111, 10,112, 10,118, 10,132, 10,138, 10,151, 10,155, 10,174, 10,181, 10,191, 10,197, 10,215, 10,218, 10,221, 10,242, 10,243, 10,272, 10,273, 10,360, 10,378, 10,389, 10,390, 10,394, 10,399, 10,403, 10,428, 10,447, 10,470, 10,476, 10,486, 10,489, 10,495, 10,498, 10,501, 10,511, 10,520, 10,529, 10,532, 10,541, 10,544, 10,559, 10,560, 10,563, 10,567, 10,574, 10,577, 10,593, 10,596, 10,619, 10,633, 10,634, 10,635, 10,648, 10,655, 10,666, 10,670, 10 672, 10,673, 10,674, 10,679, 10,685, 10,711, 10,712, 10,720, 10,721, 10,724, 10,726, 10,732, 10,734, 10,742, 10,752, 10,756, 10,768, 10,770, 10,776, 10,791, 10,792, 10,800, 10,805, 10,806, 10,810, 10,811, 10,812, 10,819, 10,822, 10,823, 10,827, 10,829, 10,832, 10,833, 10,835, 10,837, 10,844, 10,845, 10,855, 10,856, 10,863, 10,867, 10,868, 10,881, 10,885, 10,889, 10.891, 10,895, 10,900, 10,905, 10,906, 10,914, 10,916, 10,917, 10,920, 10,926, 10,932, 10,936, 10,942, 10,946, 10,9 0, 10,960, 10,963, 10,966, 10,967, 10,968, 10,968, 10,970, 10,976, 10,977, 10,985, 10,992, 10,994, 10,996, 10,998, 11,000, 11,002, 11,003, 11,018. Friedberg den 29. Auguſt 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Aepfel-Verſteigerung. (1303) Freitag den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen die Gemeinde- Aepfel dahier an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Niederwollſtadt den 23. September 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter Stoll


