*

7

* 190

übrig laſſen. Hierauf beſucht er die kaum erſt zu reifen beginnenden Walzen-, ſowie ſpäter auch die Haferäcker, beſonders ſolche, welche zugleich mit Bau⸗ men bepflanzt und nicht allzuentlegen ſind: und der Schaden, welchen er hier anrichtet, iſt beſonders da⸗ durch ſehr beträchtlich, daß er bei Weitem nicht aller Körner habhaft werden kann, welche er ausrauft, und deßhalb ſein zerſtörendes Werk ſtets wieder von Neuem beginnt, bis er geſättigt iſt. Ja man kann annehmen, daß wenigſtens zwei Drittheile derjenigen Korner unaufgezehrt zu Boden fallen, welche von

f dem Sperlinge ausgerauft werden. Ebenſo iſt der

Schaden, welchen derſelbe an dem reifenden Mohne (Magſamen) anrichtet, beſonders wieder dadurch von ſo hohem Belange, daß er die Köpfe von unten auf⸗ ritzt, ſo daß dieſe ihren Geſammtinhalt ausfallen laſſen, während dem Aufritzer ſelbſt auch hier wieder nur der kleinſte Theil deſſelben zur Beute wird. Dieſes Aufritzen der Mohnköpfe hat indeſſen der Sperling mit noch mehreren andern Vögeln, nament⸗ lich den Meiſen und Finken gemein, ſo daß erſteren der hierdurch angerichtete Schaden keineswegs aus ſchließend zugemeſſen werden darf. Ueberdieß richten die Raben, Dohlen, Krähen u. ſ. w. den bei Wei⸗ tem größten Schaden an den, zumal entfernter lie⸗ genden Mohn⸗ ſowohl, als Erbſenpflanzungen an; beſonders erſtere, ſeitdem ſolche von der Natur zu⸗ nächſt auf Aas angewieſen, dieſes faſt nirgends mehr auf offener Erde antreffen. Sind ferner die Feld⸗ früchte, beſonders Waizen und Hafer, einmal einge ſcheuert; dann macht ſich's unſer Sperling noch be⸗ quemer und verzehrt ſeine Lieblingsnahrung unter ſchützendem Obdache. Von hier an beginnt indeſſen der Schaden, welchen derſelbe anrichtet, wieder minder beträchtlich zu werden; indem ſolcher ſich alsdann lediglich auf den wirklichen Fraß beſchränkt.

Auch kann man hier dieſes ungebetenen Gaſtes dadurch ſich erwehren, daß man den Waizen und Hafer mit Stroh bedeckt, oder auch das Scheuerthor mög⸗ lichſt ſchtießend einpaßt und die Zuglöcher vergittert, durch welche er einzuſchlüpfen pflegt. Die gewöhn⸗ lich angeheftet werdenden Raubvögel helfen hier eben ſo wenig, als die Klappern auf den Kirſchbäumen und die Popanzen auf den Waizenäckern. Sehr bald werden die Sperlinge aller dieſer Dinge ge⸗ wohnt und ſpotten ihrer. Ja es ſcheint faſt, als ob auch unſere(Haus-) Sperlinge mit dem Zeitgeiſte fortgeſchritten ſeyen, und ſeitdem ihre Dachgenoſſen nicht mehr vor Geſpenſtern und Kobolder ſich fürch⸗ ten, auch die Furcht vor den ſ. g. Putzenmännern abgelegt hätten.

(Schluß folgt.)

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

N πνιππιπντπν])εννο

Arbeits-Verſteigerung. (642) Donnerſtag den 1. Juni d. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen die bei Erbauung eines neuen Schoppens und eines Futterbodens auf den Stall

in der Schulhofraithe zu Hoͤchſt a. d. Nidder erfor⸗ derlichen Bauarbeiten wenigſtnehmend verſteigert wer⸗ den, und beſtehen dieſelben in: g

Zimmerarbeit verüberſchlagt zu 148 fl. kr. Maurerarbeit 14 Schloſſerarbeit 14, Dachdeckerarbeit 47 47 Schreinerarbeit 6 50 Weißbinderarbeit i 2 44

75 Stein⸗, Sand⸗, Backſtein⸗, Dachziegel⸗, Kalk⸗ und Lattenlieferung, wobei bemerkt wird, daß nur kau⸗ tionsfähige, geprüfte Meiſter mitbieten können. Höchſt a. d. Nidder, den 8. Mai 1843. Der Gemeindebaumeiſter Der großh. Bürgermeiſter Ruths. Meinninger. Arbeits-Verſteigerung. (678) Dienſtag den 6. Juni, Vormittags um 11 Ubr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Herſtellung des Vicinalwegs nach Nauheim, beſtehend in Plamiren des Wegs von der Brücke am Garten des Herrn Morell, 50 Klafter lang, und Chauſſiren dieſer Strecke, öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſtei⸗ gert werden. Der Voranſchlag der Planirarbeit be⸗ trägt 33 fl. 40 kr., des Chauſſirens dieſer Strecke 66 fl. 40 kr. und kann derſelbe jeden Montag, Nachmittags von 2 bis 3 Uhr, auf meinem Bureau eingeſehen werden. Friedberg den 16. Mai 1843. Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz. Arbeits ⸗Verſteigerung. (679) Dienſtag den 6. Juni, Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Erbauung eines Häuschens auf dem Friedhofe und das Belegen der Spritzenremiſe im Rathhauſe mit Sandplatten öffent⸗ lich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Voranſchläge liegen jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Nachmittags von 2 bis 3 Uhr, auf meinem Bureau offen. Die Arbeiten am Häuschen beſtehen in: 1) Maurerarbeit, ohne Material voran⸗ fl. kr.

ſchlagt zu 84 34 2) Steinhauerarbeit mit Material 38 3) Zimmerarbeit 5 45 96 50 4) Dachdeckerarbeit 77 71 5) Schreinerarbeit 77 39 60 Glaſerarbeit 757 75 7 5 7) Schloſſerarbeit 177 27 8) Weißbinderarbeit 43

16 Sodann beſtehen die Arbeiten in der Spritzen⸗ remiſe in: a 5 1) Steinhauerarbeit, voranſchlagt zu 278 fl. 24 kr. 2) Maurerarbeit e Friedberg den 16. Mai 1843. 2 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter D. Fritz.

Bekanntmachung. N (681) In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai l.

J. ſind einem Knechte zu Reichelsheim durch Er⸗

ſchlag l etwaiges niß zu,

Rei

(696) 10 Uhr, 11 Uhr! Bedarf f giments Semeſter Ftie

(698) die Ga 5 um 10 Bureau

Die dergs w bekannt

Frie

(697) nahme n Samſtag Uhr ſtatt ſelben wo Zeit im derung d An Jug