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ſerung meiner Wirthſchaft beachten und ſorgfäͤltiger, wie bisher geſchehen war, zu Rathe halten und ſelbſt erſt verbeſſern muͤſſe. Theils durch dieſe Bemerkung des verbeſſerten Haushaltes des Herrn Schullehrers aufmerkſam gemacht, theils auch durch den Umgang mit demſelben, der mir oft aus landwirthſchaftlichen Zeitungen etwas vorlas und erklärte, mir auch ins⸗ beſonders den darin bemerkten Nutzen der Miſtjauche recht deutlich durch ſein Beiſpiel in deren Anwen— dung darthat, und auch auf den ſchlechten, durch eine ſorgfältigere Pflege aber vielfach zu erhöhenden Ertrag unſerer Wieſen aufmerkſam machte, ſahe ich nun recht wohl ein, daß ich damit anfangen müſſe, auf Vermehrung und Verbeſſerung der Dungmit⸗ tel, auf Erhöhung des Ertrags der Wieſen und damit auf Vermehrung und Verbeſſerung der Fütterung für das Vieh denken zu müſſen, um ſo⸗ wohl meinen Viehſtand, als auch dadurch meine Län⸗ dereien zu verbeſſern. Vorerſt änderte ich meine Miſt⸗ ſtelle. Dieſe, welche früher ſo flach lag, daß beim Regenwetter oder Aufgehen des Schnees der Miſt ausgelaucht wurde, und die beſte Duͤngungskraft un⸗ nutz wegfloß, grub ich jetzt ſo tief aus, daß die Miſt⸗ jauche nicht ausfließen konnte, ſondern ſich darin in einer beſonders vertieften Stelle ſammeln mußte. Eben ſo grub ich, dadurch die Entfernung des Kuhſtalles von der Miſtſtelle die Miſtjauche nicht in dieſe zu leiten war, eine beſondere Grube im Kuhſtalle fuͤr dieſelbe aus. War dieſe Grube und jene Vertiefung mit Miſt⸗ jauche angefüllt, ſo fuhr ich dieſelbe im Winter ent⸗ weder auf das Korn, was nur Pfergdünger erhalten hatte, oder auf Klee, oder die mageren Wieſen; im Sommer aber vor dem Pflanzen des Krautes auf das Krautland, oder auf das Land, welches zum Winterſamen beſtimmt war, oder auf Brachland. Allenthalben wurde meine Mühe reichlich belohnt. Den Miſt ſuchte ich möglichſt zu miſchen, ſo daß Pferde-, Kuͤh⸗ und Schweinemiſt durch einander kamen. Statt daß ſrüher nur alle Samſtag die Staͤlle gemiſtet wurden, reinigte ich dieſe von nun an alle Mittwoch und Samſtag. Der Miſt verweſte und gohr in der vertieften Miſtſtelle beſſer, als in den Ställen; da⸗ durch wurde derſelbe vermehrt und der Geſundheit des Viehes war die öftere Reinigung der Ställe auch zuträglicher. Fortſetzung folgt.)
Miscellen.
Am politiſchen Himmel muß es ſehr kriegeriſch ausſehen, denn der Schulmeiſter in E. bei L. ſtreicht ſchon ſeinen Schnurr⸗ und Knebelbart, wenn er die Kinder unterrichtet, oder die Orgel ſpielt, oder, in Verhinderung des Geiſtlichen, Vorleſungen vor dem Altare hält!—
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An der Dippenkaut ſoll kürzlich eine intereſſante Fuchsjagd geweſen ſeyn, und ſollen circa zehn Jäger drei Füchſe in die Flucht geſchlagen haben. Das
Huͤndchen, welches bie drei Fuͤchſe aus dem Bau ge⸗ trieben und Einen davon ſogar am Hinterlauf heraus⸗ gezerrt hat, ſoll am Gallenfieber krank darnieder liegen.
Bekanntmachungen von Behoͤrden. N Public an dum.
(9) Die Kinder der Heinrich Kratz's Eheleute von Wohnbach, welche letztere ſich auf den Auszug zu ſetzen beabſichtigen, wollen das Vermögen ihrer Eltern nur unter der Vorausſetzung übernehmen, daß daſſelbe nicht mit allzuvielen Schul⸗
den belaſtet iſt.
Ihrem Antrage zufolge werden daher die ſämmt⸗ lichen Gläubiger der Heinrich Kratz Eheleute hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche an dieſelben ſo gewiſſer im Termin
Donnerſtag den 16. Februar, Vorm. 9 Uhr, dahier anzuzeigen, ſich auch uͤber etwaige Vergleichs⸗ vorſchläge ſogewiß zu erklaren, widrigenfalls ohne Rückſicht auf ihre Forderungen den Kratz'ſchen Kin⸗ dern das elterliche Vermögen als freies Erb⸗ und Eigenthum zugewieſen resp. angenommen werden wird, daß ſie den Anträgen der Mehrzahl der er— ſchienenen Gläubiger beiſtimmten.
Laubach den 23. December 1842. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhard. Bekanntmachung. (44) Nachdem der verſtorbene Schutzjude Herz Strauß von Ulrichſtein ſeinem zurückgelaſſenen Sohne Abraham Strauß von da in ſeinem Teſtamente, in der Perſon des Markus Heß zu Einertshauſen und Abraham Raiß III. von Ulrichſtein, Curatoren bei ge⸗ geben, der genannte Sohn, Abraham Strauß, ſich auch dieſer letztwilligen Beſtimmung unterworfen hat; — ſo wird dieſes unter dem Anfügen bekannt ge⸗ macht, daß fuͤr die Folge Rechtsgeſchäfte des Abraham Strauß, ohne Zuſtimmung ſeiner Curatoren, als recht⸗ lich wirkungslos behandelt werden. Ulrichſtein den 10. Januar 1843. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Rayß. 8 Fruchtverſtei gerung. (65) Dienſtag den 21. Februar, Vormittags 10 Uhr, werden von den Domanialfrüchten von 1842 20 Malter Waizen, 118 Kon; 73„ Geerſte, 5 52 5 Hafer, ſämmtlich altes Friedberger Maas, in einzelnen Ab⸗ theilungen auf dem hieſigen Rathhauſe meiſtbietend verſteigert. Reichelsheim den 19. Januar 1843. Herzogl. Naſſ. Receptur 925 8 5 Rullmann. 2 6 olzverſteigerung. (66) Nächſten Donnerſtag 8 200 Januar 1843, Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Auwald der Ge⸗ meinde Bönſtadt, bei Wickſtadt gelegen, 5,785 Cu⸗
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