Ausgabe 
23.12.1843
 
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in Mähren 609 fl. 44 kr., Deutſch⸗Gablonz in Boͤhmen 100 fl. Aſchaffenburg 100 fl. erhielt. 809 fl. 44 kr. wurden in Darm⸗ ſtadt kapitaliſirt.

Nach dieſer lleberſicht fährt nun der Verwaltungsrath fort:Und das iſt denn nun die Bitte des Hauptvereins der Guſtuv⸗Adolf Stiftung im Großherzogthume Heſſen. Wenn überall, in jedem Kreiſe oder Dekanate ein ſolcher Verein ſich bildete und an den Hauptverein ſich anſchlöſſe, dann würde der letztere immer kräftiger werden und immer ſegensreicher wirken, nicht allein für unſer eigenes Vaterland, dem ein Drittheil der Jahreseinnahme ganz verbleibt, ſondern auch fuͤr arme evangeliſche Gemeinden in nicht proteſtantiſchen Ge⸗ genden, ohne Unterſchied, ob ſie dem eigenen Lande oder dem Auslande angehören; und endlich würde aus dem Großher⸗ zogthume auch jahrlich eine ſchöne Summe nach Leipzig flie⸗ ßen und dort zum Beßten bedraͤngter Gemeinden angelegt werden können.

Was Du geben ſollſt, evangeliſcher Bruder. evangeliſche Schweſter? Was Du kannſt und wozu. Dein Herz Dich treibt. Gibſt du viel, aber als ein froͤhlicher Geber, gibſt Du wenig, aber das Wenige nur mit treuem Herzen, mit der Geſinnung jener Wittwe am Gotteskaſten, dann iſt es willkommen, und der Herr wird ſeinen Segen darauf legen. Nur entziehe Dich nicht dem evangeliſchen Werke, weil Du nicht viel geben kannſt und nicht wenig geben magſt. Willſt Du jährlich etwas Beſtimmtes geben, ſo iſt das um ſo beſſer, weil dann der Verein ſchon ſo ziemlich im voraus weiß, was er wieder einnehmen wird; auch wirſt Du dadurch wirkliches Mitglied des Vereins. Willſt Du aber zu keiner beſtimmten Gabe Dich verbindlich machen, ſo haſt Du unter Anderem bei der jährlichen Kirchencollecte, die unſer geliebter

Landesvater dem Vereine für den Sonntag bewil⸗

ligt hat, an dem das Gedächtniß der Reformation gefeiert wird,(dieß Jahr für einen der heiligen Chriſttage), Gelegenheit, dein Scherflein zu geben. Segnet Dich Gott im Zeitlichen, oder bereitet der Dir eine 3 in Deiner Familie, ſo vergiß Deiner armer evangeliſchen

rüder nicht. Beſtellſt Du Dein Haus und kannſt es, ohne die Deinen in Nachtheil zu bringen, ſo denke auch da noch au den Verein und ſeinen Wahlſpruch: Laſſet uns Gutes thun an Jedermann, allermeiſt aber an des Glaubens Ge⸗ noſſen. Kurz, wo du bisher gewohnt warſt, an die Armen zu denken, da vergiß hinfort auch nicht Deiner Glaubens brüder, die ſo mühſelig und beladen ſind. Der Herr wolle es in Gnaden verhüten, daß Du aus Gleichgültigkeit gegen Deinen evangeliſchen Glauben dem Vereine Deine Theilnahme entzieheſt, oder daß Du ſprächeſt: wir haben Arme genug unter uns. Der Barmherzige hat bei aller Sorge für die Armen ſeiner Umgebung, doch auch zu geben den Dürftigen in der Ferne, wenn er ein Herz für ſie hat. Und für Deine armen Glaubensbrüder, die an dem Einen Mangel leiden, fe vor Allem Noth thut, ſollteſt du kein Herz haben? Das ei ferne!

Aber damit Du Dich nicht ſcheueſt, auch das kleinſte Scherf⸗ lein auf den Altar der evangeliſchen Kirche zum Beßten ihrer bedrängten Kinder niederzulegen, ſo wiſſe: wenn jeder evan⸗ geliſche Chriſt unſeres heſſiſchen Vaterlandes jährlich auch nur einen Kreuzer gäbe, ſo würde die jährliche Einnahme des Vereins über 9000 Gulden betragen. Wie viel könnte dann gethan werden zum Heile unſerer Kirche! Wer Du auch ſeiſt, hilf dazu in Glaube und Liebe.

Lud wig Matthlas, Pfarrer, Secretär des Wetterauer Zweigvereins.

Bekanntmachungen von Behörden.

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Bekanntmachung.

(1581) Mittwoch den 27. Dezember 1843, Mor⸗ gens halb 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die Lieferung des zur Straßenbeleuchtung und zur Nacht⸗ wache benöthigten Oels und der Lichter für das

Jahr 1844, ſodann das Reinigen der Straßen und der Transport der Armenfuhren von Ort zu Ort oͤffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 7. Dezember 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter N D. Fritz. f Bekanntmachung. (1582) Mittwoch den 27. Dezember 1843, Mor⸗ ens um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das inkommen von der Stadtwage, vom Standgeld an Wochen⸗ und Jahrmärkten und von der Butterwage während des Jahrs 1844 öffentlich an den Meiſt⸗ bietenden verpachtet werden. Friedberg den 7. Dezember 1843. f Der großh. heſſ. Bürgermeiſter e

Frucht⸗ Verſteigerung. (1631) Donuerſtag den 28. dieſes Monats, Mit⸗ tags um 12 Uhr, ſollen auf der Falkenſteiniſchen

Mühle dahier von den dießjährigen Fruchtvorräthen

40 Malter Waizen und 100 Malter Korn öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigt werden. Obererlenbach am 15. Dezember 1843. Der Gräfl. v. Ingelheim'ſche Rentmeiſter Staus.

Verſteigerung von Straßenbauarbeiten.

(1643) Die zur Unterhaltung der Straßen im

Baubezirk Grünberg für das Jahr 1844 erforder⸗

lichen Arbeiten, nämlich: 1.

10 Steinbrechen,

29 Steinfahren,

3) Steinſetzen,

40 Steinſchlagen und 5) Handarbeiten

ſollen an den nachbemerkten Tagen und Orten an

die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden.

1) Mittwoch den 3. Januar, Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhanſe zu Grünberg, für die Stra⸗ ßen von Gießen über Grünberg nach Schelln⸗ hauſen und von Grünberg nach Hungen, in dem Bezirke des Bauaufſehers Alker;

2) Donnerſtag den 4. Januar, Vormittags 10 Uhr, in der Wohnung des Gaſtwirths Müller zu Geilshauſen, für die Straße von Grünberg über Londorf bis zur kurheſſiſchen Grenze, in dem Bezirke des Bauaufſehers Kronenberg;

3) Donnerſtag den 4. Januar, Nachmittags 2 Uhr,

f in der Wohnung des Gaſtwirths König zu Atzen⸗ hain, für die Straße von Grünberg nach Hom⸗ berg, in dem Bezirke des Bauaufſehers Damm;

4) Freitag den 5. Januar, Vormittags 10 Uhr,

in der Wohnung des Gaſtwirths Philippi zu Ruppertenrod, für die Straßen von Gruͤnberg nach Schellnhauſen, in dem Bezirke des Bau⸗ aufſehers Heinz, und von Ruppertenrod bis

% zum Einſchnitt in die Straße von Schoten nach

Herbſtein, in dem Bezirke des Bauaufſehers Feitz rs, s Jain af

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