Ausgabe 
22.11.1843
 
Einzelbild herunterladen

* 4

Friedberg; 1

7 LY. 1 e 10. Novenbg

l. Gerbe. 1 N 51h

riedberg 1

5

odember 184 5 0 l eee

70

n 5

A1 167 1 faulen

7 für den & hungen .

N

Intelligenzblatt

Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen,

Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

2

M91. Mittwoch, den 22. November

1843.

Amtlicher Theil.

Die Großh. Heſſ. Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an die Großh. Heſſ. resp. Fürſtl. und Graͤfl. Solmſiſchen Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Einſendung der für die Großh. Landeswaiſenanſtalt zu erhebenden Collecten- und Büchſengelder.

Da in dem F. 30. der Inſtruction für die Großh. Bürgermeiſter, die Verpflegung armer Waiſen betreffend, vom 26. April d. J. durch ein Verſehen der 17. Oktober als der Termin fur Eröffnung der Sammel büchſen bezeichnet worden iſt, indem die Großh. Bürgermeiſter dieſes Geſchäft nicht am 17. Okt., ſondern am 1. September jeden Jahres vorzunehmen und die Buchſengelder an die Großh. Kreis- resp. Landräthe einzuſenden haben, ſo werden Sie ſich hiernach bemeſſen.

Friedberg, Grünberg und Hungen am 10. November 1843.

Küchler. Ban ver i er.

Polizei-Verfuͤgung.

Zur Beſeitigung des beſtehenden Mißbrauchs, die Häuſer, welche von Holz gebaut werden, zuerſt aufzuſchlagen und erſt nachher zu untermauern, wodurch das Anlegen guter Keller, ſowie die Anlegung guter Fundamente faſt unmöglich, die Verbindung der Sockelmauern ſchwer und ein theilweiſes ungleich⸗ mäßiges Senken der Gebäude nicht zu vermeiden iſt, desgleichen zur Beſeitigung des weiteren Mißbrauchs, die Schwellen ſolcher Gebäude nicht, wie es eine ſolide Conſtruction erfordert, auf den Ecken in und über einander zu verbinden, ſondern einfach in die auf das Fundament aufgeſetzten Eckpfoſten einzuzapfen, wird in Folge höchſter Entſchließung vom 25. Oktober!. J. hiermit polizeilich verfügt, daß:

1) von den Zimmerleuten kein Gebaͤude von Holzwänden aufgeſchlagen werden darf, wenn nicht zuvor die Fundamente vom Maurer aufgeführt worden ſind; f

20 daß die Zimmerleute die Eckpfoſten ſolcher Gebäude nicht unmittelbar auf die Mauer, ſondern auf die an den Ecken in und über einander verbundenen Schwellen ſetzen dürfen und

3) daß bei dergleichen Gebäuden die Schwellen auf eine Höhe von 18 bis 24 Zoll über den hoͤchſten Punkt der Bodenfläche gelegt werden müſſen, endlich.

40 daß der einen Bau auffuͤhrende Maurermeiſter resp. Zimmermeiſter fur jede Zuwiderhandlung gegen dieſe Vorſ hriften in eine Polizeiſtrafe von 5 fl. bis zu 20 fl. verfallen ſoll.

Die Lokalpolizeibehörden haben dieſe Verfügung nicht nur öffentlich, ſondern auch den Maurer⸗ und Zimmerweiſtern in ihren Gemeinden noch beſonders bekannt zu machen, und daß beides geſchehen in dem Publikationsbuch der Amtsblätter zu beſcheinigen. Der Befolg iſt zu überwachen und jeder Zuwiderhand⸗

lungsfall zur Anzeige zu bringen.ee Friebberg den 16. November 1843. Der Großh. Heſſ. 1 des Kreiſes Friedberg u e r.

Folleni us.