Ausgabe 
18.11.1843
 
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ihm die Glückwünſche der kirchlichen Oberbehörde des Landes nebſt den ſeinigen aus und verlas ein Decret Seiner Königl. Hoheit unſeres allverehrten Landesfürſten, wonach der Jubilar in Anerkennung ſeines treuen, würdigen Wirkens zum Kirchenrath ernannt wurde. Dieſes Decret wurde dem Jubilar dann überreicht. Zum Schluſſe der kirchlichen Feier ſprach er ſelbſt den Segen, worauf er nach beendig⸗ tem Gottesdienſte von den anweſenden Beamten, Geiſtlichen und Ortsvorſtänden einzeln beglückwünſcht wurde. Nun ging der Zug zum Pfarrhauſe zurück, in welchem ſodann die Feſtgeſchenke überreicht wur den. Zuerſt übergab der Gemeinderath, den Bürger meiſter an der Spitze, im Namen der Gemeine einen großen, ſehr ſchönen ſilbernen Pocal, mit einem Deckel verſehen und kunſtreich gearbeitet. Er führte die paſ ſende Inſchrift: Die Gemeinde Florstadt aus Liebe und Dankbarkeit Ihrem würdigen Seel- sorger Herrn Pfarrer Ebenau zu seinem 50 jährigen Dienstjubiläum am S. Nov. 1813. Herr Rittmeiſter Freiherr von Löw als Ortsherr ſchaft ließ dem Jubilar eine ſchön gearbeitete ſilberne Doſe, inwendig vergoldet, überreichen. Zuletzt kam eine Anzahl der aͤlteſten Knaben und Mädchen und uͤberbrachte mit gemüthvoller Anrede im Namen der Schuljugend dem Jubilar ein Pomeranzenbäum⸗ chen mit Pomeranzen behangen. Gerührt dankte er fuͤr das ſinnige Geſchenk, und den Kindern ſtan den die Thränen in den Augen. Außerdem war der Jubilar darch ſeine faſt ſämmtlich anweſenden Fa milienangehörigen mit zahlreichen Geſchenken erfreut worden, worunter ein ſchöner Seſſel. Kurz darauf wurde der Gefeierte zu dem Feſteſſen, an welchem etwa fünfzig Perſonen Theil nahmen, abgeholt. Hier war Alles ſchön bereitet; man glaubte ſich der Anordnung nach in ein Gaſthaus der Stadt verſetzt. Der Saal war herrlich mit Laub- und Blumengewinden, mit Krän⸗ zen, Blumenbögen und Inſchriften geſchmückt; unter dieſen las man zu oberſtIhm zur Ehre! Zwiſchen dem Großh. Superintendenten und dem Kirchenrathe Pilger nahm der Jubilar ſeinen Platz ein. Bei dem Mahle herrſchte die ſchönſte Heiterkeit. Das Ge ſchenk ſeiner Kirchengemeinde, den ſilbernen Pocal, weihte der Jubilar zum Gebrauche mit einem aus der Tiefe ſeines Herzens geſprochenen, dem Vater unſeres Vaterlandes, unſerm Großherzoge, ausgebrachten Trinkſpruche, und alle Anweſenden ſtimmten mit lau tem Jubel in das dreifache Lebehoch ein. Der aͤlteſte anweſende Ortsbürger brachte dem Jubilar ein drei faches Lebehoch, welches Alle jubelnd nachriefen. Ein kräftig geſprochener Trinkſpruch des Großhl. Kreisrathes galt der ihrem Geiſtlichen mit Liebe zu gethanen Gemeinde. Weitere Trinkſprüche wurden dem Krelsrathe und Superintendenten, dem Kirchen rathe Pilger(welcher ſchon vor 54 Jahren zu Flor⸗ ſtadt gepredigt hatte), den Lehrern von Florſtadt u. ſ. w. gebracht; auch der mit dem Präceptor Kratz thätige Feſtordner, dem namentlich die ſchönen ge ſchmackvollen Verzierungen und Ausſchmückungen der Kirche und des Speiſeſaales zu verdanken waren,

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der Freiherrl. von Löw'ſche Kunſtgärtner Eichhorn wurde nicht vergeſſen. Man trennte ſich heiter, und am Abende feierten die Bewohner von Florſtadt die auf dieſen Tag verſchobene Nachkirchweihe, wobei der rühmlichſte Anſtand und ungeſtörte Freude herrſchte.

Der feſtliche Tag mit ſeiner Feier wird gewiß den beiden Florſtadt unvergeßlich ſein, welche ſich immer durch kirchlichen Sinn, muſterhafte Kirchenzucht und Anhänglichkeit an ihre Seelſorger und Vertrauen zu dieſen ausgezeichnet haben. Auch der Jubilar kann ſich dieſer Anhängliſtkeit und dieſes ſchönen Ver⸗ trauens in hohem Grade während ſeiner ganzen Amtsführung rühmen und er hat ſie auch wohlver⸗ dient. Möge er darum, ein noch rüſtiger Greis, ſeiner lieben Gemeinde noch, recht lange erhalten bleiben und der Herr in ſeiner Gnade die Worte in Erfüllung gehen laſſen, mit welchen die Schul

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

c M NN Hofraithe-Verſteigerung. (1365) Montag den 20. November l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die dem Konrad Jung II. und Philipp Jung dahier zuſtehende Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und Gärtchen an Philipp Jacob Groß und Konrad König gelegen, ſodann 51½ Ruthen Garten in der Langgaſſe, getheilt mit Michael Bauer, öffentlich

meiſtbietend verſteigert werden.

Friedberg den 7. Oktober 1843.

In, Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts:

Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.

Güter⸗ Verpachtung. (1455) Dienſtag den 21. d. M., Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Rathhauſe die dem vereinig ten Armenfonds zuſtehenden Güterſtücke des Hospitals zum heiligen Geiſt, als:

1) der Hospitalhof, au der Uſa gelegen, in Wohn⸗ haus, Brennhaus, Stallung und Scheuer beſte hend, ſammt 7% Morgen Obſt⸗, und Grabgar⸗ ten in hieſiger, 3 Morgen Kappesgarten in der Ockſtädter und 98 Morgen Ackerland in hieſiger und Fauerbacher Gemarkung;

2) Vormittags 10 Uhr, 16% Morgen 12 Ru⸗ then Ländereien in der Aſſenheimer und Bruchen⸗ brücker Gemarkung;

3) Vormittags 11 Uhr, 42¾ Morgen Acker und Wieſen in der Rockenberger und Oppershofer Gemarkung ſammt brei Pferdetheil Holz im Rockenberger Wald, ſodann

4) Nachmittags 2 Uhr, 240 Morgen Land in der Wölfersheimer und Heienheimer Gemarkung und zwei Pferdetheile Holz im Rockenberger Wald,

auf anderweitige 12 Jahre, von Petritag 1844 an, oͤffentlich meiſtbietend verpachtet werden.

Friedberg den 4. November 1843.

Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.