Ausgabe 
17.6.1843
 
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Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg f an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. 5

Betreffend: Anordnung zur Verminderung der Maikäfer.

Ich ſehe mich veranlaßt, Sie auf mein in Nr. 18. des Kreisblattes von 1842 enthaltenes Aus⸗ ſchreiben vom 3. Mai 1842 mit dem Anfügen aufmerkſam zu machen, den dort erforderten Bericht ohn⸗

fehlbar bis zum 30. d. M. zu erſtatten. Grünberg den 1. Juni 1843.

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Die Setzkartoffeln betreffend.

Unter dieſer Aufſchrift hatte ich bereits in Nro. 17. dieſes Int.⸗Bl. v. J. 1835 die Reſultate der von mir hinſichtlich des Einlegens bloſer Kartoffel⸗Augen, anſtatt ganzer oder wenigſtens halber Setzkartoffeln, eigends angeſtellten Verſuche veröffentlicht; welche Reſultate mit den in Nro. 44. des dießjährigen Int. Bl. von einem mir unbekanntenpraktiſchen Land⸗ wirthe niedergelegten deßfallſigen Erfahrungen ſo ſehr übereinſtimmen, daß ich es für angemeſſen er⸗ achte, bei dieſer Gelegenheit hier nochmals auf den Geſammt⸗Inhalt jenes Aufſatzes hinzuweiſen.)

Petterweil den 12. Juni 1843.

H. C. Flick.

) Herr Flick ſagt unter Anderm in dem von demſelben er⸗ wähnten Aufſatze:Ich habe in den letzten drei Jahren (1832, 1833 u. 1834) auf gleichmäßig gedüngtem und bearbeitetem Gartenlande und in gleicher Entfernung von einander eine Anzabl Kartoffelſtöcke und zwar zur Hälfte aus ganzen Kartoffeln von mittlerer Größe, zur Hälfte aber aus je drei neben einander gelegten der nämlichen Kartoffelſorte etwa in der Größe von Taubeneiern ent⸗ nommenen Augen erzogen und dabei jedesmal meine von jener verſchiedenartigen Kartoffelpflanzung gehegten Er⸗ wartungen beſtätigt gefunden. In einem Jahre wie in dem andern trieben die aus ganzen Kartoffeln erzeugten Stöcke nicht allein weit früher und kräftiger hervor, als diejenigen, welche ich aus gleichzeitig gelegten Augen er⸗ zielt hatte, ſondern es übertrafen jene dieſe letzteren bei gleichmäßiger Behäckelung und Behäufelung auch den ganzen Sommer hindurch bei Weitem an Stärke und Gedeihlichkeit. Und als ich im Spatherbſte die(jedes⸗ mal von Mäuſen und ſonſtigem Ungeziefer verſchont ge⸗ bliebenen) Kartoffeln herausnahm, hatten zwar die aus je drei Augen hervorgetriebenen Stöcke ungefähr dieſelbe Anzahl Kartoffeln, wie die aus ganzen Kartoffeln er⸗ zeugten, angeſetzt; es waren aber jene Kartoffeln an Größe ſo weit hinter dieſen zurückgeblieben, daß der Er⸗ trag in den erſteren beiden Jahren ungefähr wie drei zu vier, und in dem Jahre 1834 ſogar wie eins zu zwei ſich verhielt. D. Red.

Bekanntmachungen von Behoͤrden.

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Gras-Verſteigerung. (776) Montag den 19. Juni l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das Gras zu Heu und Grummet von ohngefähr Morgen ſtädtiſchen Wieſen in den Lachenwieſen, von 10/ Morgen das Gras zu Heu auf der Sauerweide in 5 Abtheilungen, und das Gras zu Heu von der Ochſenwieſe 3 Morgen 53/ Klafter. Großh., oder

4 Morgen 4 Ruthen Orts⸗Maas haltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Friedberg den 7. Juni 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Gras⸗Verſteigerung. (779) Montag den 19. d. M., Vormittags um 11 Uhr, will Unterzeichneter in hieſigem Rathhauſe das Gras zu Heu und Grummet von 1 Morgen, 5) Ruthen an Philipp Preußer, von 2 Vrtl. 9 Ruthen an Schöff Trapp, und von 2 Vrtl. 77 Ruthen an Stadtrechner Langsdorf im Straßheimer Grund, öffentlich meiſtbietend verpachten. Friedberg den 7. Juni 1848. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz.

Hafer-Verſteigerung. (796) Montag den 19. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dahieſigem Rathhauſe

300 Malter Hafer von vorzüglicher Güte, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Man erſucht die Herren Buͤrgermeiſter, dieſes in ihren unterhabenden Gemeinden publiciren zu laſſen. Langgöns am 8. Juni 1843.

Der Großh. Polizey⸗Commiſſär 0

Freſenius. Gras verkauf. a (802) Das dies jährige Heu⸗ und Grummetgra von circa 200 Morgen Gräflich Solms ⸗Rödel⸗ 10 5 Wieſen in Niederwöllſtädter Gemarkung 0 Montag den 19. Juni l. J., Vorm. 10 Uhr, auf der Neuherberge bei Niederwöllſtadt, in einzel nen Parcellen, öffentlich an den Meiſtbietenden ver⸗ ſteigert werden. Aſſenheim den 9. Juni 1843. Augſt, Regiſtrator. Aufforderung. (S806) In nachbenannten Gemarkungen ſollen die Grundrenten nach dem Rentenablöſungsgeſetz vom 27. Juni 1836 im achtzehnfachen Betrage zur Ab⸗ loͤſung gebracht werden: 1) in der Gemarkung Feldkrücken: die dem Freiherrn von Schenk zu Ruͤlfenrod in dieſer Gemarkung zuſtehenden Grundrenten im geſetzlichen Geldanſchlag von 3 fl. 10½ kr.

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