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Drei Jahre hinter einander iſt dieſes nunmehr geſchehen, und von jeder der drei Verlooſungen ſind 100 fl. in die Kaſſe der Kleinkinderſchule gefloſſen, ſo daß alſo die Summe von dreihundert Gulden die ſchöne Frucht jenes von edeln . geſtifteten Arbeitsvereins iſt. Und welche Liebe zur
ache, welche Geduld und Ausdauer gehörte dazu, um ſich all' den hiermit verbundenen Sorgen und Zeitverſäumniſſen zu unterziehen!— Wir wiſſen es zwar, daß es nicht des Dankes wegen geſchah: allein uns iſt es eine eben ſo heilige, als angenehme Pflicht, ein ſo wohlthätiges Wirken öffentlich anzuerkennen, und dadurch auch dem größeren Publikum Ge⸗ legenheit zu geben, daſſelbe nach ſeinem ganzen Umfange rich⸗ tig zu würdigen.— Die verehrten Frauen, welche ſo men⸗ ſchenfreundlich ſich erwieſen, mögen den Unterzeichneten deß⸗ halb verzeihen, wenn ſie ſich gedrungen fühlten, deren ſtilles Schaffen und Walten an das Licht zu bringen. Sie werden aber auch den herzlichen, aufrichtigen Dank genehmigen, den wir mit einfachen Worten ihnen hier darbringen. Freilich den beßten Lohn tragen Sie in dem eigenen Herzen, in dem Bewußtſeyn, ein gutes Werk gefördert zu haben. Möge dieſer Lohn ſie reichlich erfreuen!— Friedberg den 6. Dezember 1843. Die Commiſſion für die Kleinkinderſchule. Ph. Dieffenbach. Fertſch. Roller. Trapp III.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
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Bekanntmachung. (1564) Der fuͤr die Communalwaldungen des Kreiſes Friedberg fur 1844 erforderliche Holzſaamen, beſtehend in
89 Pfund Eſchen⸗ 506„ Hainbuchen⸗ 80„ Weißtannen⸗ 3„ Schwarzkiefern⸗ Saamen 860„ Lerchen⸗ 594 7 Fichten⸗ und 2292„ Kiefern⸗ ö
ſoll Freitag den 29. Dezember 1843, Vormittags 9½
Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten, unter den
bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden
Bedingungen, an Wenigſtfordernden verſteigt werden. Steigliebhaber werden eingeladen.
Friedberg den 25. November 1843.
Der Gr. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küſch ler.
Oeffentliche Aufforderung. (1571 Der Schloſſer Philipp Pfad zu Vilbel har ſich für zahlungsunfähig erklärt und ſein Vermögen an ſeine Gläubiger abgetreten. Alle diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art an den Gemeinſchuldner haben, werden demgemäß aufgefordert, ſolche ſoge⸗ wiß im Termine
Montag d. 29. Januar 1844, Vorm. 10 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt die unangemeldet bleibenden Anſprüche bei der Verthei⸗ lung der Maſſe unberückſichtigt bleiben.
In dem Termin ſoll zugleich die Guͤte verſucht werden, weßhalb die Vollmachten etwaiger Manda⸗ tare zum Abſchluſſe eines Arrangements ermächtigen muͤſſen.
Groskarben den 15. November 1843.
Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Muhl. Schmidt.
Aufforderung.
(1567) Die dem Gräflichen Hauſe Solms⸗Rödel⸗ heim in der Gemarkung Niederurſel zuſtehende Schutz⸗ garben⸗Abgaben von 13 Mltr., 1 Simmer, 3 Kumpf und 2 Mäschen Korn und 4 Mltr., 1 Simmer, 3 Kumpf, 2 Geſchd. und 3 Mäschen Hafer, im Geld⸗ anſchlag von achtzig acht Gulden 53 ½¼ kr., ſoll in Gemäßheit des Geſetzes vom 27. Juni 1836 abge⸗ lößt werden.
Es werden deßhalb alle bei dieſer Abloͤſung be⸗ kannten und unbekannten Betheiligten zur Anzeige ihrer etwaigen Rechtsanſprüche binnen 2 Monaten bei dem unterzeichneten Gerichte unter dem Rechts— nachtheile aufgefordert, daß gegenfalls die Auszah⸗ lung des Ablöſungskapitals à 1599 fl. 58½ an den Herrn Grafen Karl zu Solms-Rödelheim als denjenigen, welcher die Rente zuletzt bezogen hat, geſtattet werden ſoll.
Rödelheim den 29. Großh. Heſſ. Gräfl. Solms. Landgericht Bu f f. Edictalladung. (1572) Heinrich Schneiders Erben von Köͤddingen haben ihr ererbtes väterliches Gut verkauft, können aber ihre Eigenthumsrechte an dem Grundſtück 637/15 22%).. Ruthen Wieſe in der Taubenwieſe, begrenzt von Heinrich Stein II. 5 und Konrad Schneider, nicht urkundlich nachweiſen, weßhalb alle diejenigen, welche Anſprüche irgend einer Art daran begründen können, zu deren Geltendmachung binnen 4 Wochen a dato um ſo gewiſſer aufgefordert werden, gegen⸗ falls der Kaufcontract richterlich beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 27. November 1843. Großh. Heſſ. Landgericht Ray ß. Holz und Seife⸗Lieferung. (1575) Die Lieferung von 150 Stecken buchen Scheitholzes u. auf des nöthigen Bedarfs von harter Seife, das Jahr circa 24—30 Ctr., u. der Schmierſeife, 1844, ſoll Dienſtag den 19. Dezember, des Vormittags 10 Uhr, an den Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden, wobei von den Intereſſenten glaubhafte At⸗ teſte über Lieferungsfähigkeit ꝛc. vorzulegen ſind. Marienſchloß den 28. November 1843. Schneider, Vicar. Edietalladung. (1573) Georg Heinrich Hühnergorth und deſſen Ehefrau, Anna Eliſabetha, von Meiches entlehnten, unter Conſtituirung einer Hypotheke, 1) von Johannes von der Aue von Storndorf am 30. Mai 1806 50 fl. 2) vom Candidaten der Rechte G. C. L. Haberkorn von Windhauſen am 10. Juni 1809 300 fl. 3) vom Kaſtenmeiſter Johannes Hedderich von Mei⸗ ches aus dem daſigen Kirchenkaſten am 13. Juni 1810 100 fl. Der Beſitzer der Unterpfänder, Johannes Geiß von Meiches, widerſpricht dem Fortbeſtand dieſer
ovember 1843.
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