Ausgabe 
12.4.1843
 
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u Wil.

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dberg und 11843.

Intelligenzblatt

für die

Provinz Oberbeſſen im Allgemtinen,

die

Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen

und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen.

29.

Mittwoch, den 12. April

1843.

eg weffet.

(Nach Hebel.) Weißt, wo der Weg zum Mehlfaß iſt? Heraus, ſobald der Tag ergraut, Mit Hack und Pflug hinaus ins Feld Bis Stern bei Stern vom Himmel ſchaut.

Stets fortgeſchafft, ſo lang es tagt, Nicht umgeſchaut, nicht Nein, noch Ja! Der Weg führt durch das Scheuer-Tenn G'rad in die Kuͤch' da haſt du's ja.

Weißt, wo der Weg zum Gulden iſt? Er geht an kleinen Kreuzern her; Und wer nicht auf den Kreuzer ſieht, Der kommt zum Gulden nimmermehr.

Wo iſt der Weg zur Sonntagsfreud? Nur durch die Werktäg' rüſtig fort! Durch Scheun und Stall, durch Haus und Hof Der Sonntag kommt am rechten Ort.

Am Sanſtag iſt er nicht mehr weit; Was mag im Henkelkorb dort ſein? Ich denk wohl ein Stück Fleiſch zum G'müs Vielleicht auch noch ein Schöppchen Wein.

Weißt auch den Weg ins Armenhaus? Sieh nur nach Wirthshausſchildern hin, Geh nicht vorbei,'s iſt gut Getränk,

's ſind nagelneue Karten drin.

Im letzten Wirthshaus hängt ein Sack,

Und wenn du fortgehſt, häng ihn an: Du alter Lump, wie ſteht dir doch Der Bettelſack ſo zierlich an.

Es iſt ein hölzern Schüſſlein drin Gieb Achtung drauf, verlier mir's nit, Und wenn du zu dem Bächlein kommſt, Und trinken willſt, ſo ſchöpf' damit.

Wo iſt der Weg zu Fried' und Ehr, Zum Alter froh und ungeſchwächt? G'rad vorwärts geht's in Mäßigkeit Mit ſtillem Sinn in Pflicht und Recht. Und weißt du an dem Kreuzweg nicht Ob links ob rechts ſo bleibe ſtehn, Und frage dein Gewiſſen erſt, 's kann Deutſch, gottlob; doch folg' ihm ſchön. Wo wird der Weg zum Kirchhof ſein? Was fragſt du? hier wird nicht gewählt. Zum ſtillen Grab in kuͤhler Erd Fuͤhrt jeder Weg, und keiner fehlt.

Doch wandle du in Gottesfurcht! Ich rath dir, was ich rathen kann; Kein beſſ'rer Weg auf dieſer Welt! Und's reiht ſich noch ſo manches dran.

Gegen Fliegen.

Der gewöhnliche Leim, womit man Hölzer be⸗ ſtreicht und in die Stube ſtellt, beſteht aus 2 Theilen Rüböl und 1 Theil Colophonium, welche zuſammen⸗ geſchmolzen werden. Ein weniger grauſames und ebenſo ſicheres Mittel iſt Fliegenholz(in der Apotheke zu haben) tüchtig in nicht zu viel Waſſer gekocht und dann in flachen Tellern in der Stube vertheilt. Wenn man etwas Suͤßes luſetz, ſo gehen ſie leichter daran.

Ferner iſt für den de e in Medea eingegangen: Von. 1 Bindernagel.