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Berichte veröffentlichten Anſchlage noch die Summe von nahe an 14,000 Rthlr. erforderlich. Der zu dieſem Anſchlage zu Grunde gelegte Plan wird auch bei den übrig bleibenden Ar⸗ beiten nicht verlaſſen werden; und wenn auch bei dem vor— liegenden Unternehmen der erfahrungsmäßige Satz von neuem als richtig ſich erweiſen ſollte, daß die Anſchlagsſumme bei derartigen Werken hinter der zur wirklichen Ausführung er— forderlichen Mitteln, wegen ſo mancher nicht im Voraus zu berechnenden Umſtände zurückbleibt, ſo wird doch die Summe, um die der noch erforderliche Aufwand den Anſchlag über⸗ ſchreiten dürfte, nur eine geringe, mit dem Geſammkbetrage der Koſten in keinem Verhältniſſe ſtehende ſein.— Wenn die Hoffnungen des Vereins ſich verwirklichen— und dafür darf der dem Unternehmen in allen Theilen des gemeinſamen Vaterlandes geſchenkte, durch Unterſtützung von Seiten der ürſten wie des Volkes bethätigte Beifall eine ſichere Bürg⸗ chaft leiſten— ſo wird der kommende Winter noch hinrei— chende Mittel gewähren, um den genialen Künſtler v. Ban⸗ del, dem die würdige Vollendung des Hermannsdenkmals fortwährend die Aufgabe ſeines Lebens iſt, mit dem nächſten Frübjahre den Bau der Kuppel beginnen, zu gleicher Zeit die Arbeiten an dem Standbilde fortſetzen, und ſomit das vater⸗ ländiſche Unternehmen allenthalben baldig ſeiner Vollendung entgegen führen zu laſſen.— Mögen dieſe aus den Quellen geſchöpften officiellen Mittheilungen dazu dienen, offenbaren Entſtellungen der Wahrheit, wie ſie, ſei es aus Unkunde oder gar aus böswilliger Abſicht in der letzten Zeit von unberufenen Correſpondenten hie und da verbreitet ſind, entgegenzutreten; mögen ſie eine erneuerte Aufforderung ſein an Alle, welche bereits früher des ſchönen gemeinſamen Werkes ſich ange⸗ nommen haben, auch ferner demſelben ihre Unterſtützung nicht zu entziehen; mögen ſie nicht minder eine Auffordernng ſein an Die, welche bisher von der VBetheiligung an dem Denkmale fich ausſchloſſen, nicht länger zurückſtehen bei einem Unter— nehmen, das von den Edelſten und Beſten der Nation freu— dig begrüßt nnd gefördert iſt, vielmehr beizuſteuern, ein Jeder nach ſeinen Kräften, zu einem Denkmale, das dann ein Wahrzeichen ſein wird, nicht blos deutſcher Dankbarkeit und deutſcher Treue, ſondern auch deutſchen Bruderſinnes und deutſcher Ein⸗ tracht!— Mögen denn ungeſäumt die Vaterlaͤndsfreunde die Hände ſich bieten zu ſolchem gemeinſamen Zuſammen⸗ wirken. Was die vereinten Krafte Vieler vermögen, das ſehen wir aus den ungeheuren Folgen der Penny-Sub⸗ ſeription. Wenn die einzelnen Hermanns⸗Comiteen oder auch jeder andere Freund des großartigen Unternehmens eine ſolche Subſcription, ein Jeder in ſeinem Kreiſe, eröffneten, wie leicht würden im Laufe des Winters die noch fehlenden 14,000 Rthlr. zuſammengebracht ſein!(G. H. 3.
Oeffentliche Dankſagung.
Bei dem in voriger Woche, waͤhrend meiner Ab⸗ weſenheit, in meiner Nachbarſchaft ausgebrochenen nächtlichen Brande haben ſich viele hieſige Einwohner ſehr theilnehmend gegen meine Familie gezeigt, in— dem ſie nicht nur den Meinigen Troſt zuſprachen und Beiſtand leiſteten, ſondern auch für den Fall, daß die Gefahr ſich nähere, ſehr zweckmäßige Ret⸗ tungs⸗Anſtalten getroffen hatten.
Ich fühle mich daher verpflichtet, für dieſe gütige Theilnahme und Hülfeleiſtung öffentlich meinen herz— lichſten Dank auszuſprechen.
Friedberg den 9. Oktober 1843.
Dietzſch.
Für die Abgebrannten in Bromskirchen ſind weiter ein⸗ gegangen: von G. T. 1 fl., von W. J. 1 fl. 45 kr. C. Wahl.
Bekanntmachungen von Behoͤrden.
d νιννfτενειν Edictalladung. (1284) Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über den Nachlaß des verſtorbenen Ghzgl. Pfarrers Anton Unzer zu Obermörlen den förmlichen Concurs erkannt und den Unterzeich⸗ neten mit deſſen Leitung beauftragt. Demgemäß werden alle, welche aus irgend einem Rechtsgrund Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an die Ver⸗ laſſenſchaftsmaſſe zu bilden haben, hiermit aufgefor⸗ dert, ſolche entweder in eigener Perſon oder durch gehörig legitimirte Stellvertreter, deren Vollmachten namentlich auch auf Eingehung eines Vergleichs zu richten wären, in dem auf Freitag den 20. Oktober l. J., Vorm. 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermine im Gaſthofe der Gebrüder Trapp zu Friedberg bei dem ge⸗ dachten Commiſſär bei Vermeidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe anzumelden und zu begründen— zugleich alsdann auch auf ein gütliches Arrangement abzielender Vorſchläge ſich zu gewärtigen. Gießen am 11. September 1843. Reitz, Gr. Hofger.⸗Secretär. Stroh- Lieferung. (1350) Donnerſtag den 12. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wird die Lieferung von 900 Gebund Kornſtroh auf dem Verwaltungsbureau des 2. Bat. 4. Inf.⸗Regts. in Accord gegeben.
Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Fried— bergs werden erſucht, dieſes geeignet bekannt machen zu laſſen.
Friedberg den 3. Oktober 1843. J. A. G ö lz, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1352) Mittwoch den 18. d., M., Vormittags von 9 Uhr an, ſoll in hieſigem Rathhauſe mit dem Ver⸗ kaufe der nicht eingelöſten auch nicht renovirten Pfän⸗ der fortgefahren werden. Friedberg den 5. Oktober 1843. Der großh. heſſ. Bürgermeiſter D. Fritz. Mobilien-Verſteigerung. (1355) Mittwoch den 11. Oktober l. J., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſte— hende Gegenſtände einer öffentlich meiſtbietenden Ver— ſteigerung ausgeſetzt, als: 1) ein Pſerd, 2) drei Kühe, 3) ein Wagen und 4) ein Karn. Friedberg den 30. September 1843.
Der Beigeordnete Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (1365) Montag den 20. November l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe die


